«Descendientes – Ecos de una Colonización»
El estreno del documental «Descendientes – Ecos de una Colonización» del director Rodrigo Vergara Tampe fue un gran éxito en el Club Alemán de Puerto Varas. El documental muestra la conmovedora historia de los descendientes de alemanes en la ciudad.

Rund 200 Zuschauer erlebten im Deutschen Verein Puerto Varas am 4. April einen authentischen Film, der bewegte und beeindruckte. Bei der Premiere dieser Dokumentation «Des-cendientes – Ecos de una Colonización» bewiesen die Macher einen einfühlsamen Blick, mit dem sie die Familiengeschichten der Nachkommen der ersten deutschen Einwanderer am Llanquihue-See einfangen konnten.
Für das Filmprojekt wurden ausgewählte Persönlichkeiten der deutschen Gemeinschaft interviewt: Silvia Hott, Lotte Schlicht, Renate Kusch, Kurt Winkler, Hardy Schaefer, Heinz Schwartz und Wolf Dieter Heim teilten in intensiven Gesprächen ihre Erinnerungen. Im Scheinwerferlicht erzählten sie von ihrer Kindheit, den Herausforderungen der frühen Jahre der Kolonisation und der tiefen Prägung durch harte Arbeit, Entbehrungen und von ihrer strengen Erziehung. Dennoch war ihren Erzählungen vor allem eines gemeinsam: Dankbarkeit und Hochachtung gegenüber Eltern und Großeltern, die unter schwierigen Bedingungen alles für das Wohl ihrer Kinder taten.
Die deutsche Einwanderung in das Gebiet rund um den Llanquihue-See war von Anfang an mit enormen Herausforderungen verbunden. Diese Spuren sind bis heute sichtbar – nicht nur in der Landschaft, sondern auch in den Erinnerungen und Werten der Nachfahren.
Regisseur Rodrigo Vergara Tampe schrieb und inszenierte den Film für den Deutschen Verein von Puerto Varas. «Es war mir eine große Ehre, mit diesem Werk einen Blick auf den deutschen Einfluss durch die Nachkommen der Kolonisten zu werfen – Urenkel, Enkel und sogar eine Tochter deutscher Einwanderer, allesamt wunderbare Menschen mit beeindruckenden Geschichten», erklärte er bei Instagram. Unterstützt wurde Rodrigo Vergara Tampe von Alex Winkler, der die Initiative zu diesem Projekt ergriffen hatte, sowie von seiner

Kollegin und Ehefrau Chio Bizama und Francisco Coronil Flores, der für die audiovisuelle Leitung und die Postproduktion verantwortlich war.
Der Film wurde vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen – nicht nur als gelungene Würdigung der Geschichte der deutschen Gemeinschaft in Südchile, sondern auch als Beitrag zur Geschichte des Club Alemán de Puerto Varas, der in diesem Jahr auf sein 140-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Der Verein wurde 1885 von Einwandererfamilien gegründet, um einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der kulturellen Verbundenheit zu schaffen. Heute ist der Club fester Bestandteil des Stadtbildes, bekannt für seine Küche, Veranstaltungen und als Treffpunkt für Jung und Alt.
Die Filmpremiere war mehr als ein Rückblick – sie war ein Zeichen gelebter Erinnerungskultur.
Ein großer Erfolg für den Club Alemán – und ein verdienter Applaus für alle Beteiligten.



