Las profesoras Cata Seguel y Pepa Castro han desarrollado libros para niños de primaria en Chile que están aprendiendo alemán. Con historias ilustradas con cariño sobre el pingüino chileno Leo y archivos de audio complementarios, el aprendizaje del alemán se vuelve algo lúdico y accesible. La positiva acogida las ha motivado: ya están trabajando en nuevos volúmenes y materiales complementarios.

«Warum ist an Ostern Frühling?» – Es war unter anderem diese einfache Kinderfrage, die Cata Seguel und Pepa Castro auf eine besondere Idee brachte: selbst Bücher für Jungen und Mädchen in Chile zu schreiben. Denn was für deutsche Muttersprachler selbstverständlich klingt, wirft bei Kindern in Chile Fragen auf.
In den Materialien für die Grundschule fielen den beiden Lehrerinnen immer wieder ähnliche kulturelle und sprachliche Hürden auf. «Das verwendete Unterrichtsmaterial richtet sich nicht nur inhaltlich an Kinder in Deutschland, sondern ist auch für Muttersprachler ausgelegt», erklärt Cata. Die beiden Lehrerinnen unterrichteten, überarbeiteten und vereinfachten daher oft die Texte, damit sie für die Schüler leichter zu verstehen waren.

«Deshalb fassten wir den Entschluss, selbst Bücher zu entwickeln – speziell angepasst an die Bedürfnisse unserer Schüler in Chile», erzählt Pepa. Zunächst haben sie sich die Lehrpläne deutscher Schulen in Chile genau durchgelesen und dabei festgestellt, dass bestimmte Themen immer wieder auftauchen.
Eine besondere Herausforderung war die visuelle Gestaltung. «Die Kinder sollten den Inhalt allein durch Bilder und wenige, einfache Sätze auf Deutsch erfassen können», erklärt Cata ihre Intention. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an die Illustrationen: Sie sollten sehr konkret, aussagekräftig und kindgerecht sein. Für den ersten Band arbeiteten die beiden Jungautorinnen mit dem Illustrator Pili Parro zusammen. Für den zweiten Band verstärkte die erfahrene Grafikerin Pola Hoffmann das Team. Auch die Hauptfigur war schnell gefunden: Leo, der Pinguin aus der Antarktis, führt als sympathischer Begleiter durch die Geschichten. Passend dazu tragen die Bücher den Titel «Leo liest».
Im März erschienen nach monatelanger Vorbereitung zwei Bücher im Eigenverlag. Seit Ende April kann auch das Übungsheft dazu erworben werden. Ergänzt wird das Material durch eine Audiodatei. «Etwa 90 Prozent der Eltern sprechen kein Deutsch, möchten ihre Kinder aber dennoch unterstützen», erklärt Pepa. «Durch das Audio lernen sie gemeinsam die richtige Aussprache.» Die Datei lässt sich bequem über einen QR-Code auf der letzten Buchseite abrufen. Eine deutsche Muttersprachlerin liest die Geschichte vor.
Die beiden Lehrerinnen haben viel Zeit und Herzblut in das Projekt investiert – ganz ohne externe Unterstützung. Umso gespannter waren sie auf die ersten Rückmeldungen nach der Veröffentlichung: «Wie würden unsere Kolleginnen und Kollegen die Bücher aufnehmen?» Die Reaktionen waren durchweg positiv – ein großer Ansporn für das Duo. Inzwischen arbeiten sie bereits an drei weiteren Bänden: Zwei sollen im Mai oder Juni und ein Band soll im November erscheinen.

Am 26. April folgte eine weitere Bewährungsprobe: eine Lesung im Buchladen «Mindbuilder» in Vitacura. Der Raum war voll – rund 20 Kinder und ihre Familie waren gekommen. «Wir haben Lieder auf Deutsch gesungen und aus den Büchern vorgelesen», erzählen die Autorinnen. Die Kinder konnten sich auch über die Geschichten äußern – ganz im Sinne von Cata und Pepa: «Unser Buch soll zum Reden ermutigen – von Anfang an.»
Die beiden geplanten Folgebände – erneut mit Pinguin Leo als Hauptfigur – richten sich an Deutschlerner, die bereits ein oder zwei Jahre die Sprache lernen. In Zukunft haben Cata und Pepa auch vor, Spiele zu entwickeln.
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Autorinnen:
Der Kontakt für weitere Fragen:
lesenmitleo@gmail.com



