Ein starker Wille versetzt Berge
Einer Rubilar, nacido en San José de la Mariquina (Chile), era carabinero antes de emigrar a Estados Unidos. Su sueño: África. Hace 25 años llega a la ciudad ugandesa de Entebbe y ve cómo los niños beben agua de un charco junto a los animales.
Gründung der Organisation Begin Anew

«Seit meiner Ankunft in Uganda erfüllt mich tiefes Mitgefühl für die schutzbedürftigsten Menschen dieses wunderschönen Landes. Als ich die Armut, den mangelnden Zugang zu Trinkwasser und angemessener Gesundheitsversorgung sowie die fehlenden Bildungschancen aus nächster Nähe miterlebte, beschloss ich, ‚Begin Anew‘ zu gründen – eine Organisation, die sich der Verbesserung der Lebensbedingungen der bedürftigsten Menschen verschrieben hat», erklärt Einer Rubilar. «Es berührt mich zu sehen, wie unsere Projekte ihr Leben verändert haben und ihnen den Zugang zu Grundbedürfnissen ermöglichen, die wir alle verdienen.» Sein Traum ist die Selbstbestimmung der Ugander, die nur durch Bildung, Gesundheitsversorgung und sinnvoll eingesetzte Ressourcen erreicht werden kann.
Das Projekt in Kasozi Village in Masaka
Trinkwasser
Einer brachte sich selbst bei, adäquate Brunnen zu bauen – in Uganda haben lediglich zehn Prozent der Bevölkerung Zugang zu Leitungswasser. Alle werden einzeln privat von Freunden, Bekannten oder Menschen, die von ihm erfahren haben, finanziert. Bis heute hat er rund 210 funktionierende Brunnen in Betrieb genommen, die den Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Seine Bedingungen, um mit dem Bau eines Brunnens zu beginnen: dass vorher eine Sondierung stattgefunden hat, die jeweilige Gemeinschaft beim Bau hilft und die Verantwortung übernimmt, den Brunnen zu pflegen und zu verwalten.
Klinik

Mit Spenden baute Einer Rubilar eine Klinik auf, heute schon ein Modell über die Bezirksgrenzen hinweg. Sie hat täglich geöffnet und bietet unter anderem eine einfache Notaufnahme, Schwangerschaftsbetreuung, Geburten, Kontrolle und Behandlung von schweren afrikanischen Krankheiten. Medikamente und ein für die Lage gut ausgestattetes Labor sind vorhanden. Die Patienten sind vor allem für die guten Hygienebedingungen, Sicherheit und freundliche Betreuung dankbar.
Schule
Dazu kommt eine Vorschule für 30 bis 40 Kleinkinder. Sie werden hier erzogen, ernährt und medizinisch versorgt, um ihnen so den Weg in eine bessere Zukunft zu öffnen.
Neue Projekte – und ihre Kosten

Natürlich müssen alle Projekte finanziert werden, von Instandhaltungskosten und Gehältern für das Team bis zur Verpflegung der Mitarbeiter und Vorschulkinder und das Benzin für das Motorrad, das als Transportmittel dient. Es kommen monatliche Grundkosten von etwa 4.000 Dollar zusammen.
Auβerdem sind eine zweite Schule (Zinndach und Ziegelwände stehen schon), die Erweiterung der Klinik sowie eine Betreuung für ältere Menschen und eine Sportanlage geplant. 15 Brunnen fehlen noch in Krankenhausnähe – sie sollen die Namen der jeweiligen Spender tragen. Auch vier Solarpanels werden benötigt, um Strom für Monitor, Inkubator, Licht für die Klinik, die Schule und Wohnräume zu sichern.
Chile vor Ort
Die Kinderärztin Bettina von Dessauer, an der Clínica Alemana in Santiago tätig, wurde auf das Projekt von Einer Rubilar durch einen Artikel im «Mercurio» aufmerksam. Sie nahm Verbindung zu ihm auf, informierte sich über Zweck und Prioritäten der Organisation «Begin Anew» und beschloss, sich in Uganda selbst ein Bild zu machen. In den Monaten davor konnte sie das Interesse von Kollegen der Clínica Alemana Santiago gewinnen und sie von der Aufgabe überzeugen. Zu Beginn dieses Jahres war sie dann drei Wochen vor Ort.

«Viel medizinisches Material und nur wenig Kleidung, auβer weiβen Kitteln, war in unseren Koffern. Ich arbeitete mit der chilenischen Krankenschwester Marcela (die über das Projekt ‚Entretribus‘, gegründet von ehemaligen Studenten der Universidad del Desarrollo, ausgewählt wurde), mit den afrikanischen Ärzten, Hebammen und Krankenschwestern zusammen. Es war ein Riesenzufall, dass Marcela ebenfalls Erfahrung in der Intensivmedizin hat. Wir führten Arbeitsprozesse ein, begleiteten das lokale Team bei der täglichen Arbeit, korrigierten, wenn nötig, gestalteten und überarbeiteten viele potenzielle Fälle und revidierten praktische Arbeit bei Notaufnahmen. Einen Inkubator für Neugeborene konnte ich dank der Mithilfe einer Freundin kaufen – der erste im ganzen Bezirk, gedacht für die Warmhaltung und einen eventuellen sicheren Transport in das nur 15 Kilometer entfernte Krankenhaus, zu dem man über unbeschreiblich schlechte Straßen gelangt.»
Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit standen Seminare, um Fachkenntnisse weiterzugeben und auch auβerhalb des Bezirkes zu zeigen, wie gut diese kleine Klinik arbeitet und wie sie international, unter anderem mit Chile, verbunden ist. Bettina von Dessauer hielt Vorträge in den nahegelegenen Krankenhäusern von Masaka; jeweils 70 bis 100 Teilnehmer zeigten das Interesse an Weiterbildung. «Ein Teil unserer Arbeit war ein zwei Tage währendes ‘Medizinisches Camp‘. Zelte und Stühle wurden gemietet, ein Lastwagen mit Medikamenten, Labortests und nötigem Instrumentarium vollgeladen. Ärzte aus Masaka und das ganze Team der Klinik konnten in einer leerstehenden Schule 200 Patienten untersuchen und behandeln, etwa bei Malaria, HIV, Darminfekten, Rückenschmerzen (von der landwirtschaftlichen Arbeit), Pilzkrankheiten und Frauenleiden.

Eine humanitäre Herausforderung
«Mein Aufenthalt in Uganda war ein eindrucksvolles Erlebnis», sagt Bettina von Dessauer. «Er hat mir vor Augen geführt, wie bequem und leicht wir es hier im täglichen Leben haben. Man vergisst dies oft und nimmt alles als selbstverständlich hin. Wir waren als deutsch-chilenische Gemeinschaft in den vergangenen 150 Jahren immer dafür bekannt, humanitäre Herausforderungen und Projekte zu unterstützen. Dies könnte auch bei diesem faszinierenden Uganda-Projekt der Fall sein. Wenn jeder von uns einen kleinen Beitrag leistet, können wir das Leben vieler Menschen entscheidend verbessern.»
Wie kann man helfen oder mitmachen? Informationen und Mitgliedschaft über:



