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Friday, 24. April 2026
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Porträt – Inés Álvarez 

Masterstudentin Digital Business Management

«Anderen ein Lächeln schenken»

Entre Osorno y Hesse, Inés Álvarez Seguel ha encontrado su propio camino. Esta joven chilena combina sus raíces en el sur de Chile con su vida y sus estudios en Alemania, impulsada por la curiosidad, la apertura y el deseo de tender puentes entre ambos países. Sin embargo, nunca pierde de vista su tierra natal: las regiones de Chile le tocan especialmente el corazón, y espera poder contribuir algún día a su desarrollo.

Schon während der Schulzeit hatte Inés Álvarez, die in Osorno geboren wurde, die Idee gereizt, im Ausland zu studieren. Dabei denkt sie nicht nur an ihren eigenen Weg, sondern auch an die Entwicklung ihres Heimatlandes. So betont sie, dass es sie freue, «dass die Regionen Chiles zunehmend an Bedeutung gewinnen, insbesondere die Region Los Lagos», und dass sie sich wünsche, «eInés Tages dazu beitragen zu können, dass sich Chile nicht ausschließlich auf die Metropolregion konzentriert».

Zwar hat sie keine deutschen Wurzeln, doch besuchte sie die Deutsche Schule in ihrer Geburtsstadt. «Diese hat einen sehr guten Ruf und steht für akademische Exzellenz, das war für meine Eltern damals ein entscheidender Faktor, als sie eine meiner Schwestern und mich dort angemeldet haben. Im Laufe meInés Lebens habe ich eine enge Verbindung zur deutschen Kultur aufgebaut, sowohl durch meine schulische Ausbildung als auch durch deren historische Präsenz im Süden Chiles.»

Gern erinnert sie sich an ihre Kindheit, an die Ausflüge mit ihren Eltern und ihren älteren Geschwistern Nicolás, Valentina und Margoth, an lange Autofahrten, bei denen die Lieblingslieder von Mutter Inés und Vater Walterio von CDs gehört wurden. «Schon als Kind habe ich es geliebt, Überraschungen für meine Familie zu organisieren. Ich war immer von vielen lieben Menschen umgeben, habe total gerne Zeit mit meinen Geschwistern verbracht und war ziemlich extrovertiert und kontaktfreudig. Ich kann mich eigentlich an keinen Tag erinnern, an dem ich nichts unternommen habe», sagt sie. 

Inés hatte die Möglichkeit, während der Schulzeit an einem Schüleraustausch nach Deutschland teilzunehmen. «Ich habe zwei Monate in Hamburg gelebt und bin danach viel gereist.» In der Schule mochte ich besonders den Sprachunterricht, Deutsch und Englisch waren ihre Lieblingsfächer. «Ich hatte tolle Lehrer, die meine Leidenschaft für Sprachen gefördert haben, und das hat mir letztendlich auch geholfen, ins Ausland zu gehen und hier zu leben.»

Von 2019 bis 2021 absolvierte sie eine Ausbildung zur Kauffrau in Groß- und Außenhandel am Insalco. «Dieser Bereich interessierte mich sehr. Meine Eltern arbeiten selbst im internationalen Einkauf, sie sind Unternehmer und haben Firmen im Automobilbereich, die Motorinstandsetzung und den Verkauf von Ersatzteilen bieten. So konnte ich 

auch gelegentlich mithelfen oder Ideen einbringen. Ich habe in den zwei Jahren der Ausbildung sehr viel gelernt. Das Bildungsangebot des Insalco war genau das, was ich nach dem Schulabschluss gesucht habe. Ich wollte eine neue Herausforderung, einen Großteil der Zeit auf Deutsch studieren und gleichzeitig praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.»

In dieser Zeit ist ihre Begeisterung für die deutsche Sprache noch weitergewachsen, sodass sie sich nach Abwägung aller Optionen und Faktoren schließlich vor fünf Jahren für die Bundesrepublik entschied, um zunächst einen Bachelorstudiengang in Internationalem Technologiemanagement zu absolvieren. «Deutschland bietet ein sehr hohes Bildungsniveau, und sowohl die Lebensqualität als auch die beruflichen Chancen sind hervorragend», stellt Inés fest. Sie fühlt sich in Gernsheim am Rhein in Hessen sehr wohl. Die kleine, aber sehr lebendige Stadt mit einem Hafen und einer schönen Uferpromenade findet sie gemütlich – «man kennt die Menschen in der Umgebung, und es gibt viele schöne Wege und Fahrradstrecken.»

Nun steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Masterstudiums in Digital Business Management an der Hochschule RheinMain, womit eine wichtige Etappe ihres Lebens zu Ende geht. Gleichzeitig beginnt eine berufliche Phase mit neuen Herausforderungen. Während ihres Studiums arbeitete sie parallel in verschiedenen Bereichen und konnte wertvolle praktische Erfahrungen sammeln, einen breiten Einblick in den Arbeitsmarkt bekommen und herausfinden, in welche Richtung sie sich entwickeln möchte. Deshalb will sie sich fachlich weiter spezialisieren und auch persönliche Projekte vorantreiben.

In ihrer Freizeit kocht und backt Inés gern und probiert dabei neue Rezepte aus. «In Deutschland esse ich gerne Jägerschnitzel oder die für Frankfurt typische Grüne Soße. Aus Chile vermisse ich vor allem die Empanadas, die ich hier ab und zu selbst zubereite, und Curanto, ein typisches Gericht aus dem Süden Chiles.» Sie reist gern – besonders nach Italien – verbringt Zeit mit ihrem Partner und Freunden. Auβerdem wohnt ihre Schwester Valentina ganz in der Nähe.

«Es macht mir Freude, anderen ein Lächeln zu schenken, und ich bin sehr dankbar, dass Deutschland mich so gut aufgenommen hat und ich mich hier so wohlfühle, obwohl es nicht mein Geburtsland ist.» Sie sagt aber auch: «Der Süden Chiles wird für mich immer Heimat bleiben. Doch aktuell habe ich die Stabilität, die ich mir wünsche, und Deutschland ist für mich zu einem Zuhause geworden, das ich mir selbst aufgebaut habe. Deshalb plane ich, noch einige Jahre in Europa zu leben.»

foto: privat

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