Der talentierte Bruder im Schatten Friedrichs II. des Großen
El príncipe Enrique de Prusia fue un talentoso comandante militar y un diplomático sagaz, pero a lo largo de toda su vida permaneció a la sombra de su célebre hermano. Con gran habilidad estratégica contribuyó decisivamente al desenlace de la Guerra de los Siete Años, negoció con la zarina Catalina II la primera partición de Polonia y advirtió tempranamente al rey francés Luis XVI sobre la necesidad de reformas.

Prinz Friedrich Heinrich Ludwig von Preußen wurde am 18. Januar 1726 als dreizehntes Kind König Friedrich Wilhelm I. und dessen Frau Sophie Dorothea von Hannover im Berliner Schloss geboren.
Die Mutter sorgte dafür, dass die Kinder sowohl den niederdeutschen Heimatdialekt als auch die französische Hofsprache erlernten. Heinrich zeigte früh eine außerordentliche Vorliebe für Frankreich und die französische Literatur. Daneben erlernte er gemeinsam mit seinen Brüdern Wilhelm und Ferdinand auch Latein und Italienisch.
Sein Vater, der «Soldatenkönig» Friedrich Wilhelm I., wies den Lehrer an:
«Er soll ihnen inspirieren, daß sie keine Scholasten sein sollen, sondern ihr Metier sei, brave Soldaten und Offiziere, auch rechtschaffene Preußen von dem königlichen Hause mit Gloire dermahl abzugeben.»
Alle Söhne sollten Offiziere werden und erlernten neben dem Schulunterricht Reiten, Fechten und das militärische Exerzieren.
Unter Friedrichs «Sklaverei»
Nach dem Tod des Vaters am 31. Mai 1740 wurde der älteste Bruder Friedrich II., der Große, König von Preußen. Alle Geschwister sowie die Mutter mussten sich nun seinen Interessen und Wünschen unterordnen, was im Laufe der Jahre immer wieder zu Konflikten führte. Mehrere Brüder empfanden diese Bevormundung als eine Form der «Sklaverei».
Nur wenige Monate nach seiner Thronbesteigung zog Friedrich II. in den Ersten Schlesischen Krieg (1740–1742), bei dem ihn sein Bruder Wilhelm als Adjutant begleitete. Beim zweiten Feldzug im Jahr 1742 musste ihm dann auch Heinrich folgen. Über seine erste Schlacht bei Chotusitz berichtete Heinrich seinem jüngsten Bruder Ferdinand stolz über den errungenen Sieg, zeigte sich jedoch zugleich tief erschüttert über Tod und Leid der Soldaten. Friedrich II. warf er vor, ein «blutdürstiges Monster» zu sein, das bereit sei, Menschenleben bedenkenlos zu opfern.

Heinrich bewies während des Zweiten Schlesischen Krieges (1744–1745) große Tapferkeit, wofür er von Friedrich II. zum Generalmajor befördert wurde und das Schloss Rheinsberg erhielt.
Der «Musenhof» Rheinsberg
Im Juni 1753 heiratete er Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel, was ihm eine eigene Hofhaltung erlaubte. Die Ehe blieb kinderlos, doch Heinrich begegnete seiner Frau stets mit Respekt und Höflichkeit und ließ für sie fantasievolle Feste in Berlin, Oranienburg und Rheinsberg veranstalten.
In Rheinsberg schuf er sich einen Ort der Freiheit, widmete sich der Gartengestaltung und entwarf gemeinsam mit Freunden chinesische Pavillons, römische Ruinen, eine Felsengrotte und ein Heckentheater. Nach dem Siebenjährigen Krieg entwickelte sich Rheinsberg endgültig zu einem kulturellen Zentrum, einem «Musenhof», mit Theater- und Opernaufführungen, Konzerten und einer öffentlichen Bibliothek.
Der begnadete Feldherr
Während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) diente Heinrich seinem Bruder erfolgreich als General der Armee in Sachsen. Sein militärischer Stil war defensiv geprägt, setzte auf Verhandlungen, Schonung der Truppen und gezielte, begrenzte Angriffe. Sein Sieg in der Schlacht bei Freiberg am 29. Oktober 1762 war entscheidend für den Ausgang des Krieges.
Trotz des Erfolgs hatte Friedrich II. keine weitere Verwendung für den «fehlerlosen Feldherrn». Heinrichs Hoffnung, auch in Friedenszeiten eine bedeutende Aufgabe zu erhalten, blieb unerfüllt.
Der Diplomat und der Traum einer Königsherrschaft
In den 1770er Jahren konnte Heinrich sein Talent als Diplomat entfalten. Er verhandelte mit Zarin Katharina II., spielte eine zentrale Rolle bei der ersten Teilung Polens und wurde wiederholt als möglicher Herrscher gehandelt – doch alle entsprechenden Pläne scheiterten am Widerstand Friedrichs II.
Auch in Frankreich versuchte Heinrich, Reformen anzustoßen. Kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution warnte er Ludwig XVI. vergeblich vor den sozialen Spannungen. Selbst ein möglicher Ruf in die Vereinigten Staaten von Amerika wurde diskutiert, jedoch nie offiziell verfolgt.
Rückzug und Vermächtnis

Nach dem Tod Friedrichs II. hoffte Heinrich auf größeren politischen Einfluss, doch auch unter Friedrich Wilhelm II. blieben seine aufklärerischen Denkschriften weitgehend unbeachtet. Erst unter Friedrich Wilhelm III. gewann er noch einmal begrenzten Einfluss.
Prinz Heinrich von Preußen starb am 3. August 1802 an den Folgen eines Schlaganfalls. Er wurde in einem von ihm selbst entworfenen pyramidenförmigen Grabmal im Park von Schloss Rheinsberg beigesetzt. Dort ließ er folgende Sätze verewigen: «Besucher, denke daran: Nirgendwo auf der Welt gibt es Vollkommenheit. Wenn ich auch nicht der beste Mensch sein konnte, so gehöre ich doch nicht zur Schar der Schlechten. Lob oder Tadel berühren den nicht mehr, der in der Ewigkeit ruht. Doch die süße Hoffnung verschönt die letzten Augenblicke dessen, der seine Pflichten erfüllt hat. Sie begleitet mich im Sterben.»
Prinz Heinrich wäre wohl ein herausragender Minister oder König gewesen, hätte man ihm die Gelegenheit gegeben. Die europäische Geschichte hätte womöglich einen anderen Verlauf genommen, vielleicht wäre es nicht zur Französischen Revolution gekommen und man hätte in Europa ein stabiles Friedensbündnis schaffen können. Alles bleibt am Ende Spekulation, da Heinrich im Schatten seiner regierenden Verwandten stand – eine der großen, unterschätzen Figuren seiner Zeit.
Quellen: Bernhard Mundt, «Preußen, Heinrich Prinz von», in: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen; https://kulturstiftung.org/biographien/preusen-heinrich-prinz-von-2; Eva Ziebura, «Prinz Heinrich von Preußen», www.diegeschichteberlins.de/geschichteberlins/persoenlichkeiten/persoenlichkeitenot/498-preussen-prinz-heinrich-von.html



