Pionier der Gründerzeit baute das Haus vor 141 Jahren
Durante su más que centenaria existencia, la Casa Menzel de Temuco albergó diversos comercios. El primero fue la cecinería de su constructor, el visionario emprendedor Eduardo Menzel Richter. La historia del emblemático edificio tuvo su abrupto fin con el incendio que lo consumió completamente en junio pasado.

Roberto Menzel Siebert ist ein Enkel von Alfredo Menzel Hettich, dem ältesten Sohn Eduardos. Wie alle seine Vorfahren besuchte er die Deutsche Schule Temuco und lebt heute noch in der Hauptstadt der Araucanía-Region.
Der 74-jährige Landschaftsarchitekt übt seinen Beruf bis heute aus. Außerdem unterrichtet er im Bereich der technisch-beruflichen Bildung am Inacap-Campus in Temuco mit den Schwerpunkten Bauwesen, Landwirtschaft und Umwelt.
Am 7. Juni brach in der Casa Menzel in Temuco ein Feuer aus. Trotz der Bemühungen der Feuerwehr konnte der alte, charakteristische Bau aus der Gründerzeit nicht gerettet werden. Es entstand ein Totalschaden; das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Die Konstruktion an der Kreuzung der Straßen Vicuña Mackenna und Claro Solar wurde im Jahr 1884 von Eduardo Menzel Richter errichtet. Menzel, der von seiner deutschen Heimat aus eine Reise nach Australien angetreten hatte, jedoch das falsche Schiff bestieg und in Corral landete, ließ sich zunächst in Valdivia nieder, wo er Rosalie Hettich heiratete. Später zog er nach Temuco, um eine Schweinezucht zu betreiben. Um das Fleisch zu bearbeiten und die Wurstwaren herstellen zu können, baute er das zweistöckige Haus.

Am 31. Januar 1904 erlitt das Gebäude einen Brand. Die Zerstörung war groß, was Menzel jedoch nicht davon abhielt, schnellstmöglich den Wiederaufbau in Angriff zu nehmen. Schon nach einem Jahr war das Geschäft wieder voll funktionsfähig.
In der folgenden Zeit florierte der Betrieb, weshalb der Unternehmer entschied, die Maschinen elektrisch in Gang zu bringen. Eine Stromversorgung gab es damals in Temuco aber nicht. Kurzentschlossen leitete der Unternehmer einen Kanal des Flusses Cautín bei der Ortschaft Cajón in Richtung des Hügels Ñielol ab, wo er eine Stromerzeugungsturbine anlegte. Diese Wasserstraße wurde unter dem Namen «Canal de la Luz» («Lichtkanal») bekannt. Etliche Nachbarn waren von der modernen technischen Errungenschaft derart beeindruckt, dass sie ebenfalls wünschten, davon Gebrauch machen zu können und bei dem Unternehmer vorsprachen, um mit Elektrizität beliefert zu werden.
Im Gespräch mit Roberto Menzel Siebert, einem Urenkel von Eduardo Menzel, der bis heute in Temuco lebt, meint er, dass «das Schicksal des Menzel-Hauses ungewiss ist, da Eduardo Menzel es 1908 seinem Geschäftspartner Herrn Hauser überließ und die Verwaltung seines Vermögens einem Testamentsvollstrecker übertrug, während er mit seiner Frau und seinen Kindern nach Deutschland reiste, um ihnen eine Berufsausbildung zu ermöglichen». Im Jahr 1913 kehrte er zurück, «als er nach dem Tod seiner Frau in Deutschland erneut geheiratet hatte, worauf er sein verbleibendes Vermögen an seine Kinder verteilte».
Das Haus war seit vielen Jahrzehnten nicht mehr im Familienbesitz und seine Räumlichkeiten wurden als Geschäftslokal genutzt.
Die Ursache des Feuers vor zwei Monaten wird zurzeit noch ermittelt, obwohl die Vermutung naheliegt, dass eine elektrische Panne die Ursache war. Über die Zukunft des Geländes befragt, vermutet Roberto Menzel, dass aufgrund der zentralen Lage des Grundstücks dort wahrscheinlich ein Hochhaus entstehen wird.



