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Monday, 16. February 2026
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Expansion von Flixtrain in Deutschland und Flixbus in Chile

La empresa ferroviaria Flixtrain ampliará en los próximos años considerablemente su flota de trenes de larga distancia en Alemania. En Chile, Flixbus ya anunció en febrero su intención de expandirse.

foto: dpa

(dpa/sik) – Das deutsche Fernbusunternehmen Flixbus kündigte bereits für 2025 eine umfangreiche Expansion in Chile an. Ziel ist es, den Umsatz im Land um 300 Prozent zu steigern und sich als drittgrößter Anbieter im Markt zu etablieren. Flixbus ist seit 2023 in Chile. 

Laut Santiago Echeverría, Geschäftsführer von Flixbus Chile, umfasst die Expansion fünf neue Ziele im Norden des Landes: Calama, Antofagasta, Copiapó, Arica und Iquique. Zudem soll die Präsenz in der Región Metropolitana und in Valparaíso, einschließlich Quillota, deutlich ausgebaut werden. Chile ist neben Brasilien der einzige Markt in Lateinamerika, in dem Flixbus derzeit aktiv ist.

Der nahezu einzige Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr, das Unternehmen Flixtrain, hat ebenfalls angekündigt seine Flotte deutlich auszubauen. Rund 30 neue Schnellzüge hat das Unternehmen beim spanischen Hersteller Talgo bestellt. Dazu gibt es die Option auf 35 weitere Züge, wie Flixtrain mitteilte. Inklusive Wartung kostet das Paket demnach bis zu 2,4 Milliarden Euro.

Die neuen Züge sollen bis zu 230 Kilometer pro Stunde schaffen und über einen barrierefreien Einstieg verfügen. Die Lokomotiven stammen demnach vom Technikkonzern Siemens. Bis wann die Züge ausgeliefert werden sollen, blieb offen. In der Regel dauern Zugbestellungen mehrere Jahre.

Für Bahnreisende sei die Ankündigung ein gutes Signal, urteilt der Geschäftsführer des Interessenverbands Allianz pro Schiene, Dirk Flege. «Insbesondere im grenzüberschreitenden Schienenverkehr gibt es ein riesiges Potenzial.» Flixtrain habe die Chancen erkannt. «Die Fahrgäste dürfen sich in den kommenden Jahren auf Angebotsverbesserungen freuen.» 

Flixtrain gehört als Marke zur Münchner Reiseplattform Flix, die vor allem für ihre grünen Fernbusse auf der Straße bekannt ist. Es ist einer der wenigen Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr, die bisher in diesem Segment einen Marktanteil von rund 95 Prozent hält. Vor allem andere Staatsbahnen wie die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) sowie einige Nachtzug-Anbieter sind im Fernverkehr noch aktiv.

Mit den 65 neuen Zügen würde Flixtrain seine Zugflotte nahezu verfünffachen. Bisher kooperiert das Unternehmen bei seinen Angeboten auf der Schiene mit Partnerunternehmen, die die Züge bereitstellen. Dabei konzentriert sich der Anbieter auf die stark nachgefragten und damit lukrativen Hauptstrecken wie von Berlin aus ins Rheinland, nach Hamburg, nach Frankfurt oder nach Baden-Württemberg. 

Einen Taktfahrplan wie bei der Bahn gibt es dabei nicht. Zwischen Berlin und Köln etwa gibt es am Tag meist nur wenige Zugverbindungen. Zum Vergleich: Die Bahn mit ihren allein rund 400 ICE-Zügen fährt auf der Strecke mindestens einmal pro Stunde.

«Wir wollen nicht nur unseren Marktanteil erhöhen, sondern auch den Markt selbst deutlich vergrößern», betont Flix-Chef und Co-Gründer André Schwämmlein.

lectura: Flixtrain und Flixbus sind Marken des Münchner Unternehmens Flix SE, das über 5.600 Reiseziele in mehr als 40 Ländern anbietet.

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