Yogalehrerin
«Eine Reise zur Selbstannahme, Dankbarkeit und innerer Fülle»
«Desde siempre me gustó el movimiento y el conocimiento del cuerpo físico, como una forma de conectar con lo más profundo, lo sutil, lo espiritual», explica Patricia Krahmer al recordar sus años de clases de ballet durante su etapa escolar en el Instituto Alemán de Osorno. Ahora es una profesora de yoga con mucha experiencia que lleva 15 años impartiendo clases en Santiago a alumnos de todo el mundo.
Obwohl sie eine gute Schülerin war, galt Patricia Krahmers großes Interesse schon in der Schulzeit an der Deutschen Schule Osorno dem klassischen Ballett. Sie praktizierte an der Schule von María Elena Scheuch: «Mit ihr verband mich über viele Jahre eine schöne Freundschaft, auch als keine von uns beiden mehr tanzte.»

Patricias Vorfahren gehörten zu den ersten deutschen Siedlern am Llanquihue-See. Die Ururgroßmutter ihres Vaters, Marie Schmidt, war eine der Gründerinnen der Deutschen Schule Osorno im Jahr 1854. «Die Siedler jener Zeit führten ein hartes Leben, geprägt von Mühe und ständiger Arbeit. Auf gewisse Weise hinterließen sie ein Erbe von Stolz und Stärke: Wenn sie ihre Herausforderungen meistern konnten, kann ich auch meine bewältigen. Außerdem hat mir die deutsche Sprache im Berufsleben sehr geholfen und viele Türen geöffnet.»
Auch ihren Kindern wollten sie und ihr Mann Jorge Ronda diese Möglichkeiten eröffnen. Catalina und Raimundo haben ihr Abitur an der Deutschen Schule Santiago absolviert und studieren inzwischen an der Technischen Universität München. «Dieser Abschied ist nicht einfach», sagt Patricia, «aber er erfüllt mich mit großem Stolz, zu sehen, wie sie sich entwickeln und jede Herausforderung meistern. Das Leben in Deutschland eröffnet ihnen eine neue Welt und neue Erfahrungen. Wir haben immer versucht, sie mit starken Wurzeln zu erziehen, damit sie frei fliegen können.»
Auch sie selbst verließ Osorno und ging zum Betriebswirtschaftsstudium an die Universidad de los Andes in Santiago. Nach dem Studienabschluss arbeitete sie einige Jahre und zog dann wegen der Arbeit ihres Mannes für drei Jahre nach Antofagasta, wo ihre Tochter geboren wurde. Zurück in Santiago wurde sie mit ihrem Sohn schwanger. «In diesem Moment beschloss ich, mein Leben neu zu überdenken. Ich wollte Zeit haben, um mit meinen Kindern zusammen zu sein – vielleicht, weil ich meine Mutter zu früh verloren habe, hatte ich immer das Bedürfnis, viel Zeit mit ihnen zu verbringen.»
Sie begann Yoga zu praktizieren und entschied sich dann, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen: «Zunächst lernte ich bei Gustavo Ponce und Vistara Krukenberg sowie bei Diana Kley. Später setzte ich meine Weiterbildung online fort, hauptsächlich bei Gabriela Zermeño, die in Mexiko unterrichtet, und bei Nathania Stambouli von der Yogi Flight School in den USA.»
Patricia betont: «Yoga war und ist eine große Entdeckung in meinem Leben. Yoga enthüllt ständig neue Lehren und Werkzeuge – nicht nur während der Praxis, sondern auch im eigentlichen, wichtigeren „Yoga des Lebens“. Es geht weit über körperliche Übungen hinaus: Es schenkt eine neue Sichtweise auf das Leben, lehrt uns, dass das Leben ein Geschenk ist, das wir feiern dürfen, und kein Problem, das wir lösen müssen – auch wenn es Höhen und Tiefen gibt.»
Patricia unterrichtet kleine Gruppen von höchstens sechs Schülern, um individuell auf sie eingehen zu können. «Ich liebe es, das Wissen an meine Schüler weiterzugeben – diese Lehren, die mir selbst so sehr geholfen haben. Einige meiner Schüler praktizieren seit fast 15 Jahren mit mir, und ständig kommen neue hinzu – inzwischen sogar die zweite Generation, die Kinder meiner Schüler. Das ist eine große Motivation für mich.»
Patricia spricht von einer «Kula, einer „Gemeinschaft des Herzens“, in der jeder Mensch wichtig ist. Es ist ein Lernen in Gemeinschaft – ich lerne ständig auch von meinen Schülern und ihrem Feedback. Ohne es aussprechen zu müssen, verstehen wir das alle, und jeder trägt auf seine Weise bei – mit Energie, mit guter Stimmung».
In der Pandemie begann sie Online-Unterricht anzubieten, sodass heute Schüler aus verschiedenen Teilen der Welt an ihren Yogakursen teilnehmen können. «Das Erste, was meine Schüler bemerken, ist, dass sie Muskeln und Körperteile aktivieren, von denen sie gar nicht wussten, dass sie existieren. Sie entwickeln Kraft, Flexibilität und Gleichgewicht. Bald merken sie, dass die Vorteile weit über den physischen Körper hinausgehen: Sie finden mehr Momente innerer Ruhe und lernen, mit dem Leben zu fließen, statt gegen es anzukämpfen.»
Sie lehrt vor allem Anusara Yoga: «Diese Philosophie lädt uns ein, unsere wahre Natur mit Liebe und Akzeptanz zu umarmen – und jede Praxis in eine Reise zur Selbstannahme, Dankbarkeit und innerer Fülle zu verwandeln.»
Yoga passe sich dem Menschen an, nicht umgekehrt, erklärt sie: «Jeder beginnt dort, wo er steht, und geht in seinem eigenen Tempo weiter. Das Wertvolle ist nicht, die perfekte Haltung zu erreichen, sondern den Prozess zu genießen, aus der Praxis zu lernen und sich selbst auf dem Weg zu entdecken.»
Die Yogalehrerin beobachtet in ihrem Alltag: «Viele Menschen sind überfordert; sie setzen sich und andere unter Druck und geraten in Stress – bis eine Krankheit kommt. Yoga lehrt uns genau das: geistige Ruhe zu bewahren, während wir schwierigen Situationen begegnen – durch die Körperhaltungen, den Asanas – und den Geist zu trainieren, mit Gleichmut zu reagieren statt impulsiv. Es lädt uns ein, die „Festplatte“ unseres Geistes neu zu starten und alte Muster loszulassen. Es ist eine Praxis, die uns zu unserem Wesenskern zurückführt – zu jenem inneren Ort, von dem aus wir klar sehen, fühlen und mit Freiheit wählen können.»
Ihre zweite große Leidenschaft ist das Kochen, das sie von ihren Großmüttern und ihrer Mutter geerbt hat: «Ebenso wie einige sehr leckere Rezepte für Kuchen, Kekse oder auch Marmeladen – ich mache alles mit Freude! In unserer Familie lieben wir es, uns bei gutem Essen zu versammeln.»
Foto Andrea Narr



