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Friday, 13. February 2026
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Alumni der DS Santiago besuchten die ehemalige Abteilung Antonio Varas

Jahrzehntelang das Zuhause vieler Generationen 

El Colegio Alemán de Santiago ha sido por generaciones no solo un espacio de formación académica, sino también de amistades que perduran toda la vida. El 10 de junio, exalumnos de distintas generaciones se reunieron para revivir recuerdos del antiguo edificio ubicado en la calle Antonio Varas 666, en Providencia — el lugar donde cursaron sus estudios hasta el año 1988.

Die Flure, Klassenräume und der Schulhof dieser Abteilung waren Zeugen unzähliger Geschichten und Anekdoten, die ihr Leben geprägt haben. Auch wenn sich das Gebäude verändert hat und heute vom Departamento Universitario Obrero Campesino de la Pontificia Universidad Católica de Chile (DUOC UC) genutzt wird, bleiben die Erinnerungen all jener lebendig, die einst in diesen Räumen unterrichtet wurden.

«Es ist sehr bewegend, nach 45 Jahren wieder hier zu sein. Ich bin oft hier vorbeigelaufen, aber nie hineingegangen, weil jetzt eine andere Institution hier untergebracht ist. Jetzt sehe ich, dass dort, wo früher das Basketballfeld war, ein großes Gebäude steht. Die Turnhalle ist ebenfalls anders – aber vieles erinnert uns noch immer an das, was wir damals hier erlebt haben», erzählte Erwin Plett, Vorsitzender des Alumnivereins der Deutschen Schule Santiago.

Die Abteilung Antonio Varas, die 1949 eröffnet wurde, war ein Meilenstein für die deutschsprachige Bildung in Chile. Die Architektur spiegelte den Geist der Schulgemeinschaft wider: großzügige Räume, die das Lernen und das schulische Zusammenleben förderten. 

«Der Geist der Deutschen Schule verbindet – und diese Infrastruktur war ein sehr wichtiger Teil unseres Lebens und unserer Geschichte. Ich bin dem DUOC sehr dankbar, dass wir diese Gelegenheit bekommen haben. Ich hoffe, solche Besuche können wiederholt werden, denn wir sind nur ein winziger Ausschnitt all jener Schülerinnen und Schüler, die hier zur Schule gegangen sind», sagte Alejandro Latorre, der gemeinsam mit seiner Mutter an der Führung teilnahm – auch sie ist eine ehemalige Schülerin und machte 1952 ihren Abschluss.

Erika Lufer – so erzählt er – habe wunderschöne Erinnerungen an ihre Schulzeit. Bis heute steht sie in regelmäßigem Kontakt mit ihren damaligen Freundinnen: «Wir sind acht ehemalige Klassenkameradinnen, die sich einmal im Monat zum Mittagessen im Club Manquehue treffen. Diesmal sind sie nicht mitgekommen, aber sie waren bei einem früheren Besuch dabei. Die Schule ist sehr gewachsen und es hat sich sehr viel verändert.»

Im Jahr 1990 zog die Schule an ihren heutigen Standort in der Calle Nuestra Señora del Rosario in Las Condes um. Doch die ehemalige Abteilung Antonio Varas lebt weiter in den Erinnerungen der Aumni, die dort ihre Schulzeit verbracht haben. Daher begleiteten gleichzeitig Wehmut und Freude diesen Rundgang – der zeigte, dass die Verbindung zur Schule und zu ihren Wurzeln trotz der vergangenen Jahre ungebrochen bleibt.

Quelle und Fotos: Kommunikationsabteilung der Corpeduff

«Es wurden viele Erinnerungen wach» 

 Von Gerda Anita Niemeyer Cornely, VI-A Jahrgang 1959

Alrededor de 25 exalumnos participaron en esta visita guiada especial al que fuera su querido Colegio Alemán Antonio Varas. El recorrido los llevó por un edificio arquitectónicamente notable, construido en 1949.

«…und hier war das Büro des Direktors», erklärte der junge Führer der DUOC. «Nein, es war weiter drüben, in der Nähe der Treppe», korrigierten mehrere ehemalige Schüler – viele davon mit weißem Haar – mit einem Lächeln.

Seit dem Verkauf des Schulgebäudes an die DUOC hat sich einiges verändert – und doch fühlte sich vieles vertraut an. Die Wände, einst grün und cremefarben gestrichen, erstrahlen nun in hellen Tönen. Auch die roten Bodenfliesen der Korridore sind einem neuen Belag gewichen.

Im Erdgeschoss befanden sich früher Direktion, Sekretariat und Buchhaltung – heute beherbergen diese Räume Büros und Klassenräume. Die einstige Aula Magna ist kaum wiederzuerkennen: An der südlichen Wand, zur Straße Federico Froebel hin, ragt heute eine hohe Kletterwand empor. Daneben: eine große Lehrküche.

Im ersten Obergeschoss lag früher die Krankenstation, in der jährlich Röntgenaufnahmen gemacht wurden. Ein Schatten auf der Lunge – ein gefürchtetes Ergebnis. Auch die Impfungen gegen Typhus fanden dort statt. Gegenüber befand sich der Pausenraum für Lehrkräfte, wo Kaffee getrunken wurde, während Schüler sich Kekse kauften.

Auf dem Rundgang wurden viele Erinnerungen wach – Streiche, Anekdoten und kleine Rituale. Zwei Teilnehmer berichteten, dass sie im Winter Käse-Marraquetas in Papiertüten mitbrachten und sie auf die Heizkörper legten – zum ersten Pausengong waren sie perfekt getoastet. 

Im zweiten Stock befand sich das ehrwürdige Lehrerzimmer – für Schüler ein Tabu. Heute prägen Bildschirme, Kopierer und moderne Technologie die Flure und Räume.

Im dritten Stock schließlich lag das gefürchtete Physik- und Mathematik-Amphitheater. Bei vielen löste dieser Ort ein nervöses Lächeln aus – Prüfungsstress von damals hallte spürbar nach. Eine schmale, dunkle Diensttreppe, die Schülern früher verboten war, verband diesen Stock mit dem Erdgeschoss. Wer sie trotzdem hinunterrannte – vorzugsweise im Dunkeln – galt als mutig. 

Zurück auf dem Pausenhof kam die Frage auf:

«Und wo ist das Basketballfeld?»

«Genau hier», sagte der Führer – «wo heute der gläserne 15-stöckige DUOC-Turm steht.»

Dort endete die Führung – mit der eindrucksvollen Aussicht auf die schneebedeckte Cordillera, die den Besuch krönte. Während den heutigen Studierenden der Zutritt zur Turmspitze verwehrt ist, durften die Gäste aus der Vergangenheit die Aussicht genießen.

Zum Abschied wurden die Besucherinnen und Besucher mit Kaffee und von Studierenden selbstgemachten Alfajores verwöhnt – dazu gab es ein kleines Erinnerungs-Schlüsselanhänger-Geschenk. Dankbar, bewegt und auch etwas nachdenklich 

verabschiedeten sich die Ehemaligen von ihren jungen Gastgebern.

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