Projekt- und Teamleiterin bei der GIZ
Brückenbauerin zwischen den Welten
Verónica Vukasovic ha sido galardonada en varias ocasiones por sus proyectos. Gracias a su entusiasmo y capacidad de motivación, logró convencer a otras personas para que se sumaran a sus iniciativas. Sus raíces alemanas y croatas le transmitieron desde temprano «una sensación de enriquecimiento a través de la diversidad cultural». Entre el idealismo y el pragmatismo, entre el arraigo local y el pensamiento global, entre la geología y la sociedad, Verónica es una mujer que no solo vive entre mundos, sino que también los conecta.

«Meine Kindheit war von einer tiefen Verbundenheit mit der Natur geprägt – ebenso wie von einem starken Gemeinschaftssinn», erzählt Verónica, die in Punta Arenas geboren und aufgewachsen ist. Dazu gehörte «viel Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen – ob beim Fossilien- oder Beerensuchen oder beim anschließenden gemeinsamen Marmeladekochen». Sie sei sehr praktisch erzogen worden. Von klein auf lernte sie reiten, Traktor fahren, Reifen wechseln und angeln – «Fähigkeiten, die besonders bei den langen Campingausflügen unserer Familie gefragt waren».
Schon als Jugendliche zog es sie hinaus in die Welt: «Ein prägendes Erlebnis war für mich mein einjähriger Aufenthalt als Austauschschülerin in den USA.» Dort entstand eine enge Freundschaft mit zwei deutschen Austauschschülerinnen: «Unsere vielen Gespräche haben meinen Blick auf die Welt entscheidend erweitert.»
Auch ihre eigene Familie ist durch verschiedene Kulturen geprägt. Ihre Urgroßeltern mütterlicherseits kamen 1896 aus Kiel nach Punta Arenas. «Diese Familiengeschichte hat in mir früh das Interesse geweckt, das Land meiner Vorfahren kennenzulernen.» Ihr Vater hatte kroatische Wurzeln und sie selbst hat vor drei Jahren die Stadt Split besucht, wo noch heute Familienangehörige leben.
Verónica studierte Politikwissenschaften an der Wesleyan University, USA, absolvierte anschließend ein Geologiestudium an der Universidad Concepción und erwarb einen Abschluss in Sozialer Arbeit in Santiago. Schon damals war ihr klar: «Ich wollte auch meine vielfältigen beruflichen Interessen miteinander verbinden.»
Im Jahr 1991 zog sie nach Deutschland und erzählt: «Ohne Deutschkenntnisse, aber mit viel Offenheit und Engagement gelang es mir, mich schnell in Aachen einzuleben und mein Leben aktiv zu gestalten.» Sie bekam zwei Kinder, die sie und ihr deutscher Mann zweisprachig erzogen.
«Aachen ist für mich ein bedeutender Ort: Hier begann mein beruflicher Weg in Deutschland mit meiner ersten Anstellung bei der Caritas.» Beruflich hat sich die Netzwerkerin immer wieder neu erfunden – insbesondere im Bereich Bildung und kulturelle Vielfalt entwickelte sie zahlreiche Projekte.
Nebenbei hat sie sich stetig intensiv weitergebildet: im Projektmanagement, in interkultureller Kompetenz und agilen Methoden. Sie absolvierte ein Anerkennungsjahr als Diplom-Sozialarbeiterin und nahm an Weiterbildungsseminaren zu Energieeffizienz, Photovoltaik und nachhaltigem Wirtschaften teil. Heute studiert sie berufsbegleitend «Nachhaltige Wirtschaft» an der Universidad de Castilla-La Mancha, Spanien.
Ihr erstes größeres Projekt war der Verein CulturBazar e.V., den sie 2006 mit Wegbegleitern aufbaute und der sich für kulturelle Vielfalt und sozialen Zusammenhalt einsetzte – «ein Herzensprojekt», wie sie betont. Kulturelle Bildung war für sie ein Schlüssel zur Integration. Dieses und weitere Projekte entwickelte sie selbst und suchte sich Menschen, die sie dabei unterstützten.
Rückblickend seien es «eine Reihe beeindruckender Frauen gewesen, die mich durch ihre Stärke, Haltung und Werte tief inspiriert haben». Dazu habe auch die Bürgermeisterin von Aachen, Hilde Scheidt, gehört: «Sie hat mich darin bestärkt, meinen eigenen Weg zu gehen.»
Verónica wurde für ihre Projektarbeit mehrfach ausgezeichnet. Im Rahmen des Unesco-Welt-
aktionsprogramms «Bildung für nachhaltige Entwicklung» sowie vom Land Nordrheinwestfalen für besondere Leistungen im Bereich Diversität und Bildungsarbeit für ihr Projekt Afrikanissmo. Es ging ihr darum, Vorurteile abzubauen und das Potenzial sowie den Naturreichtum dieses Kontinents aufzuzeigen.
2007 initiierte die aktive Frau ein Projekt in Combarbalá in der Región de Coquimbo. «Damals hielten viele Solarenergie in Chile für unrealistisch.» Doch Verónica konnte mit ihrer Idee überzeugen: Unter ihrer Leitung entstand 2010 das «Barrio Solar», ein Wohnviertel mit 120 Sozialwohnungen, ausgestattet mit solarthermischen Warmwasseranlagen. Die deutsche Botschaft, Ingenieure ohne Grenzen und die chilenische Regierung unterstützten das Projekt.
Diese Arbeit bedeutete für sie ein Wendepunkt: «Ich kehrte 2009 nach Chile zurück, um mich gezielt für nachhaltige Entwicklung einzusetzen – mit Fokus auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz.» So kam sie zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (die GIZ, damals GTZ) und schloss sich dem Team von Rainer Schröer an, um das Energieprogramm 4E mitzugestalten und weiterzuentwickeln.
Heute lebt sie weiterhin zwischen beiden Ländern. Ihr Sohn Manuel arbeitet als Informatiker in Chile, ihre Tochter Anna studiert Medizin in Mainz. Sie betrachtet sowohl Chile als auch Deutschland als ihre Heimat: «Beide Länder prägen mich und sind tief in meinem Leben und meinem Denken verwurzelt.»
Auch in ihrer Freizeit bleibt Verónica gerne in Bewegung: Sie wandert gern, liest viel und kocht leidenschaftlich. «Ein gutes Essen mit Gästen ist für mich Genuss und Entspannung zugleich.»
Für ihre Lebenseinstellung hält Verónica ein Zitat von Altkanzler Helmut Schmidt für besonders sinnbildlich: «In den grundlegenden Fragen muss man naiv sein. Und ich bin der Meinung, dass die Probleme der Welt ohne Idealismus nicht zu lösen sind. Gleichwohl glaube ich, dass man zugleich realistisch und pragmatisch sein sollte.»
Sie will auch in Zukunft andere begeistern und aus ihren positiven Erfahrungen heraus ermutigen: «Lasst nicht locker – man kann viel erreichen!».
Foto: privat



