45 Jahre Dienst an der Gemeinschaft in Puerto Varas

Desde hace 45 años, la Sexta Compañía de Bomberos «Puerto Chico» de Puerto Varas representa el voluntariado, el espíritu comunitario y un vivo patrimonio germano-chileno. Nacida de la iniciativa ciudadana, la compañía se ha consolidado como una unidad técnicamente destacada y profundamente arraigada en su barrio, y hoy orienta decididamente su labor hacia las nuevas generaciones, en particular a través de su brigada infantil, única en Chile.
Von Fredy Schwerter
In Puerto Varas, einer Stadt, die stark von deutscher Einwanderung und ihrem kulturellen Erbe geprägt ist, steht die Sexta Compañía de Bomberos «Puerto Chico» seit mehr als vier Jahrzehnten als sichtbares Zeichen für den Dienst an der Gemeinschaft. Gegründet am 18. Februar 1981, ist ihre Geschichte eng mit der städtebaulichen Entwicklung der Stadt sowie mit dem Engagement derjenigen verbunden, die den Feuerwehrdienst als eine moralische Pflicht gegenüber dem Mitmenschen verstanden.




Aufbau mit viel Einsatz
Ende des Jahres 1980 machten das stetige Wachstum des Stadtteils Puerto Chico und die Entfernung zu den bestehenden Feuerwehreinheiten deutlich, dass eine neue Einheit notwendig war. Eine Gruppe von Anwohnern – viele von ihnen Nachkommen deutscher Siedler oder mit traditionellen Institutionen der Region verbunden – begann, sich regelmäßig zu treffen, um ein Projekt zu entwickeln, das sich von Beginn an durch sorgfältige Planung und eine klare Ausrichtung auf das Gemeinwohl auszeichnete.
«Wir begannen nur mit dem Willen zu helfen, und mit viel Einsatz gelang es uns schnell, das erste Fahrzeug der Marke Dodge anzuschaffen. Da wir kein Feuerwehrhaus hatten, stellten wir es jahrelang bei mir zu Hause unter und rückten von dort zu den Einsätzen aus. So sind wir gewachsen – immer mit vielen Hindernissen, aber ich glaube, genau das hat uns stärker gemacht», erinnert sich der Mitgründer Florian Lembke.

Der entscheidende Impuls kam nach einem schweren Brand, der sich Anfang 1981 in der Stadt ereignete. Am 18. Februar desselben Jahres trafen sich 21 Gründungsmitglieder im Colegio Felmer Niklitschek und gründeten offiziell die Feuerwehrkompanie «Puerto Chico», die am 2. Dezember desselben Jahres als Sechste Kompanie des Feuerwehrkorps von Puerto Varas anerkannt wurde. Die Anfangszeit war von materieller Knappheit bei Ausrüstung und Uniformen geprägt, zugleich aber auch von einem starken inneren Zusammenhalt, der auf Freundschaft als grundlegenden Wert innerhalb der Reihen beruhte.
Selbstverwaltung spielte eine Schlüsselrolle bei der anfänglichen Konsolidierung. Solidaritätskampagnen wie die bekannte «Vaquilla-Kampagne» ermöglichten es, die notwendigen Mittel zu sammeln, um das Grundstück zu erwerben, auf dem sich heute das Feuerwehrhaus befindet. Landwirte aus der Umgebung stellten Tiere und landwirtschaftliche Produkte zur Verfügung, die zugunsten der Kompanie verkauft wurden.
«Wir zogen Kälber auf und verkauften Säcke mit Kartoffeln; es war ein enormer Einsatz, aber er spiegelte das kollektive Engagement wider, das wir hatten», erinnert sich der Mitgründer Enrique Kinast.
Deutsch-chilenische Identität
Von Beginn an bekannte sich die Sechste Kompanie mit Stolz zu ihrem deutsch-chilenischen Erbe. Das Motto «Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr» fasst den ethischen Grundsatz zusammen, der tief in der deutschen Feuerwehrtradition verwurzelt ist und bedeutet: Ehre für Gott und Dienst am Nächsten.
Die Farbe Orange, die als Erkennungsmerkmal gewählt wurde, sowie die aktive Teilnahme an der Konföderation der Deutsch-Chilenischen Feuerwehrkompanien – seit November 1983 – stärkten eine Identität, die deutsche Tradition mit der chilenischen Berufung zum öffentlichen Dienst verbindet. «Unsere Stärke war immer Disziplin, gegenseitiger Respekt und Kameradschaft», betont der Gründungsdirektor Rigo Teuber.
Ausbildung als Zukunftsinvestition

Die Ausbildung neuer Generationen ist ein weiterer zentraler Pfeiler. Die Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahr 1982 ermöglichte es, Werte und Wissen an junge Menschen aus dem Stadtteil weiterzugeben, von denen viele später aktive freiwillige Feuerwehrleute wurden. Neben der Jugendfeuerwehr, deren Teilnehmer zwischen 12 und 17 Jahre alt sind, wurde im Oktober 2025 durch die Einführung der Kinderfeuerwehr für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren dieses Ausbildungsengagement vertieft. «Schon früh auszubilden bedeutet, die Kontinuität unserer Prinzipien und des Feuerwehrgeistes zu sichern», betont die Kompanie.
Technische Entwicklung und Spezialisierung
Im Jahr 2002 setzte die Sechste Kompanie einen Meilenstein, indem sie als erste Einheit des Feuerwehrkorps von Puerto Varas eine permanente Nachtbereitschaft einführte und damit die Reaktionszeiten bei Einsätzen erheblich verkürzte. Bereits 1996 hatte sie offiziell die Spezialisierung auf technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen (Fahrzeugrettung) übernommen und sich als technische Referenzeinheit in der Region etabliert.
«Die Ausdauer, mit der wir das aufgebaut haben, was wir heute sind, ist das Vermächtnis, das wir den neuen Generationen hinterlassen», erklärt Manuel Vivar, einer der Mitgründer.
Ein neues Feuerwehrhaus für die Zukunft

Dieser Geist der Beharrlichkeit und der Blick auf die Zukunft zeigte sich besonders deutlich in der Verwirklichung eines der bedeutendsten Projekte in der Geschichte der Kompanie: dem Bau des endgültigen Feuerwehrhauses. Nach mehr als vier Jahren Bauzeit wurde am 7. Februar 2025 das neue Feuerwehrhaus der Sexta Compañía de Bomberos «Puerto Chico» eingeweiht, das als das modernste in Chile gilt.
Das 911 Quadratmeter große Gebäude aus Stahlbeton wurde architektonisch geplant und mit der technischen Unterstützung der Feuerwehr aus Deutschland, insbesondere aus der Stadt Gudensberg im Bundesland Hessen umgesetzt, und ist damit das erste seiner Art im Land. Heute, mehr als 45 Jahre nach ihrer Gründung, richtet die Sexta Compañía de Bomberos «Puerto Chico» ihre Arbeit mit international standardisierter Infrastruktur, hochqualifizierten Freiwilligen und einer tiefen Verwurzelung in der Gemeinschaft auf die Zukunft aus. Über alle materiellen Fortschritte hinaus bleibt ihr größter Reichtum der menschliche: Generationen von Frauen und Männern, die den Dienst zu einer Lebensform gemacht haben und das deutsch-chilenische Erbe, das Puerto Varas geprägt hat, lebendig halten – still und engagiert bei jedem Einsatz.



