Am 9. November fand in der Kirche der Versöhnungsgemeinde eine Gedenkveranstaltung der Confraternidad Judeo Cristiana sowie der Erlöser- und Versöhnungsgemeinde statt. Rund 70 Teilnehmer gedachten gemeinsam der Opfer der Novemberpogrome von 1938. Die deutsche Botschafterin Susanne Fries-Gaier erinnerte an die historische Verantwortung Deutschlands und der israelische Botschafter Peleg Lewi hob die Bedeutung des Schutzes jüdischen Lebens weltweit hervor. Der polnische Konsul Piotr Loroch machte auf die europäischen Erfahrungen mit Hass und Totalitarismus aufmerksam. Die Redner unterstrichen die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns angesichts wachsender antisemitischer Tendenzen weltweit. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Elke Gryglewski, die in ihrer Rede über den Wandel und die Herausforderungen deutscher Gedenkstättenarbeit sprach (siehe Ausstellungseröffnung auf Seite 13). Musikalisch wurde die Veranstaltung eindrucksvoll gestaltet: Es sang der Dietrich-Bonhoeffer-Chor der Erlösergemeinde, begleitet von Alexander Wilckens am Klavier sowie den Musikern Constanza Mucientes (Klavier) und Cristian
Saenz (Querflöte). Den liturgischen Teil übernahmen Rabbiner Samuel Szteinhendler, Vikar Karl Michael und Pastor
Sebastian Fitzke, die auch gemeinsam den Segen erteilten.












