Es un hecho conocido que los animales se automedican de manera natural cuando tienen ciertas dolencias. ¿Quién no ha observado un perro comiendo pasto cuando tiene una afección estomacal, por ejemplo? Paola Manns practica la zoofarmacognosis, disciplina poco conocida en nuestro medio, que potencia el bienestar natural de perros y caballos.
Über eine Freundin lernte Paola Manns die ätherischen Öle kennen. Diese wandte die Substanzen an, um die Konzentrationsfähigkeit ihrer Kinder zu verbessern. Paola Manns war gleich interessiert und begann sie selbst zu verwenden, zum Beispiel um Kopfschmerzen oder Erkältungen zu behandeln: «Dabei erkannte ich, dass sie sehr wirksam sind.» Damals war sie bereits Dressurreiterin. Deshalb fragte sie sich, ob diese Anwendungen auch für Tiere geeignet seien. Sie recherchierte im Internet und stieß auf den Begriff «Zoopharmakognosie», der das Verhalten von Tieren beschreibt, die sich durch die Einnahme von Pflanzen oder Insekten selbst medikamentös behandeln.

Deutliche Effekte
Paola Manns absolvierte einen Lehrgang und wandte das Erlernte an ihrer Hündin an, die an einem Tumor erkrankt war. Obwohl der Fall hoffnungslos war, konnte sie eine Besserung feststellen. Durch diese Erfahrung ermutigt, behandelte sie nun auch Pferde, die Ängste oder Verhaltensprobleme hatten. «Dabei habe ich einen deutlichen Wandel festgestellt», versichert sie. «Beim ersten Treffen lässt man das Pferd an acht Fläschchen mit verschiedenen ätherischen Ölen riechen», erklärt sie. Die Reaktion des Tieres ist dabei entscheidend: «Wenn der Duft ihm gefällt, öffnet es das Maul auf eine bestimmte Art und Weise.»
Bei den verschiedenen Therapien, die sie anwendet, «habe ich beobachten können, dass der Unterschied zwischen Vorher und Nachher enorm ist. Springpferde, die Angst vor den Sprüngen hatten oder nicht in den LKW einsteigen wollten, wurden nun viel ruhiger und starrten auf dem Feld nicht mehr nervös auf die Hürden».
Die Zoopharmakognosie ist in Chile noch nicht sehr bekannt. Paola Manns unterstreicht jedoch, dass, aufgrund ihrer natürlichen und wirksamen Behandlungsmethoden ohne Nebenwirkungen, das Interesse der Tierbesitzer zunehmend wächst. Ein typischer Fall sei der eines Pferdes, das nicht im Freien lebt, sondern in einem Stall von drei mal vier Metern untergebracht ist. Für dieses Tier ist Lavendel das ideale Mittel, da es Stress und Angstzustände mildert. Pfefferminz hilft bei Verdauungsstörungen.
Die Therapeutin betont, dass jede Behandlung einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt: «Um einen sichtbaren Erfolg zu erlangen, sind mehrere Sitzungen nötig.»
Mittel für Seelenleiden der Tiere
Bezeichnend ist, dass auch psychische Leiden, wie Trauer- oder Verlustgefühle, angegangen werden können. Das stellt die Therapeutin bei bestimmten Ölen fest, die bei solchen Leiden angezeigt sind und die das Tier spontan auswählt.
Paola Manns hat kürzlich selbst ein Mittel entwickelt: «Das Produkt heißt Vital Mosqueta. Es unterstützt die Gelenkfunktion, stärkt das Immunsystem, fördert die Verdauung und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei, was sich zum Beispiel in einem deutlich glänzenderen Fell zeigt.»
Die meisten Patienten, die sie behandelt, «haben Seelenleiden, wie ich sie nenne», erzählt Paola Manns. «Diese entstehen überwiegend daher, weil die Tiere eingesperrt leben oder seit ihren jungen Jahren an Traumata leiden.» Pferde haben ein gutes Gedächtnis. Sie vergessen nicht, wenn ihnen etwas Schlimmes zustößt. Deshalb ist viel Geduld und Zeit erforderlich, um diese Beschwerden anzugehen. Umso erfreulicher ist der Augenblick, in dem der Therapeut merkt, dass der Patient sein Unwohlsein überwunden hat, wie die Tierliebhaberin es bisher immer wieder feststellen konnte.
Kontakt: animaltherapy.cl, @animaltherapychile



