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Chilenischer Beitrag bei Falling Walls Lab 2025

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«Was passiert, wenn soziale Netzwerke nicht mehr ‚sozial‘ sind?»

Falling Walls Lab premia proyectos de investigación innovadores en todo el mundo. El proyecto ganador de Chile, «Breaking the Wall of Algorithmic Distortion», de Fernanda Rokha Sánchez-Umaña, se presentó en noviembre en la final mundial celebrada en Berlín. La final del concurso Falling Walls Lab Chile 2025 tuvo lugar el 11 de junio.

Beim Siegerprojekt von Fernanda Rokha mit dem Titel «Breaking the Wall of Algorithmic Distortion» («Die Mauer der algorithmischen Verzerrung durchbrechen») geht es um die kritische Auseinandersetzung mit Algorithmen und digitaler Identität. Fernanda stellte es am 6. November bei der internationalen Finalveranstaltung von Falling Walls Lab 2025 in Berlin vor. 

Fernanda Rokha Sánchez-Umaña, Preisträgerin Falling Walls Lab Chile, stellte ihr Projekt im November beim internationalen Finale in Berlin vor.

Sie ist als Dozentin für Recht und Technologie an der Universidad Valparaíso tätig. Als Expertin an der Schnittstelle von Diplomatie, digitalen Bürgerrechten und der Prävention organisierter Kriminalität verbindet sie rechtliche Rahmenwerke mit neuen Technologien, um politische Entscheidungsprozesse weiterzuentwickeln. «Dieses Projekt entstand aus einer Frage, die ich mir vor einiger Zeit gestellt habe: Was passiert, wenn soziale Netzwerke nicht mehr ‚sozial‘ sind? In meiner Forschung gehe ich darauf ein, wie die Auswirkungen von Algorithmen über das Persönliche hinausgehen und auch eine Frage der Demokratie, Sicherheit und kognitiven Souveränität sind», erklärt die Absolventin der Rechtswissenschaften mit Erfahrungen in den Bereichen internationale Beziehungen, akademische Forschung und multilaterale Zusammenarbeit. 

Als erste Jugendvertreterin Chiles bei der Jugendkonsultation des United Nations Office on Drugs and Crime und Delegierte bei der 12. Vertragsstaatenkonferenz des United Nations Convention against Transnational Organized Crime stützt sich ihr gesellschaftliches Engagement auf die Überzeugung, dass wirkungsvolle Veränderungen nur durch interdisziplinäre und generationsübergreifende Zusammenarbeit möglich sind.

«Daher muss die Antwort ebenso multidimensional sein wie das Problem», fährt sie fort. «Wir brauchen Lösungen, die Interdisziplinarität und den Dialog zwischen den Generationen fördern. Es geht nicht mehr nur darum, Algorithmen zu ‚verbessern‘, sondern unsere Beziehung zu ihnen radikal zu verändern und dabei wieder eine Verbindung zu dem herzustellen, was uns Menschen ausmacht.» Als Delegierte beim Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung basiert ihr Engagement auf der Überzeugung, dass wirksame Veränderungen eine interdisziplinäre und generationsübergreifende Zusammenarbeit erfordern.

Am 11. Juni hatten die Finalisten in Chile einer hochkarätigen Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Forschungsarbeiten, Geschäftsmodelle und innovativen Projekte präsentiert, die positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Der Wettbewerb wurde vom DAAD Valparaíso in Zusammenarbeit mit der Fundación Ciencia Joven und der Pontificia Universidad Católica Valparaíso mit Unterstützung des Heidelberg Center Latin America, der Universidad Andrés Bello und der Alexander von Humboldt Stiftung organisiert. 

Das Falling Walls Lab findet das ganze Jahr über weltweit statt, und jeder Landessieger qualifiziert sich für das Finale in Berlin. Hier wird die Idee erneut präsentiert, jetzt aber im Wettbewerb mit Teilnehmern aus aller Welt.