Im Cóndor-Interview: Mónica Kunstmann


Mónica Mariana Kunstmann von Kiesling wurde vor 68 in Valdivia geboren, wo sie auch heute lebt. Seit 47 Jahren ist sie mit Willi Schwarzenberg Bethke verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter und zwei Söhne sowie acht Enkel. Die ausgebildete Deutschlehrerin hat viel Zeit, um sich mit ihrer Familie, ihrem Garten und vielen anderen Dingen zu beschäftigen, die ihr Spaß machen. Zum Beispiel beim Theater auf dem Berg mitzuspielen, wo sie im vergangenen Jahr als erste Hexe bei MacBeth auftrat. Ihre Großmutter, Elfi von Kiesling, hat das Spiel unter Freunden vor nunmehr 61 Jahren ins Leben gerufen.   


Was wollten Sie als Kind werden?

Künstlerin, Übersetzerin und anderes mehr

Wenn sie wieder auf die Welt kämen, würden Sie den gleichen Beruf ergreifen?

Ich würde wahrscheinlich Literatur, Kunst- oder Kulturgeschichte studieren oder Botanik; am besten gleich alles zusammen.

Wer war und ist Ihr Vorbild?

Meine Großmutter Elfi von Kiesling

Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?

Ich bin gemeinsam mit meinen Schwestern in einem sehr liebevollen und kulturreichen Elternhaus aufgewachsen.

Was war Ihr schlechtestes Schulfach?

Mathematik, Chemie und Physik

Was macht Sie glücklich?

Musik, Natur, Stille und meine Familie

Was macht Ihnen Angst?

Erdbeben (mir steckt 1960 tief im Knochenmark) und Ignoranz

Worauf können sie verzichten?

Lärm und Streit

Was ist Ihnen peinlich?

Wenn ich im Eifer des Gesprächs unpassende Dinge sage.

Wen beneiden Sie?

Niemanden! Jeder Mensch hat sein «Päckchen» zu tragen.

Mit wem würden Sie nie tauschen wollen?

Mit einem alten Menschen, der arm ist. 

Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Alle Menschen, die wirklich etwas Interessantes zu sagen haben.

Was würden Sie niemals tun?

Ich würde niemals einen Menschen bewusst verletzen.

Was regt Sie auf?

Ignoranz

Was ertragen Sie mit Humor?

Diejenigen Dinge, die ich nicht ändern kann.

Über welche eigenen Schwächen ärgern Sie sich?

Ich ärgere mich, wenn ich meinen «inneren Schweinehund» nicht besiegen kann.

Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?

Chile ist meine Heimat.

Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?

Das Bildungswesen in unserem Land, aber leider reicht ein Tag nicht aus.

Was sollten die Chilenen ernster nehmen?

Ihr Ehrenwort

Welches Buch lesen Sie gerade?

Meistens mehrere gleichzeitig. Diesmal stöbere ich in den Dramen von Schiller und lese «Winter in Mallorca» von George Sand.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Ich habe viele Lieblingsgerichte, darunter Fische wie Congrio oder Merluza Austral oder auch Pastel de Choclo.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Lesen, handarbeiten, im Garten arbeiten, in die Landschaft gehen.

Bei welchem Film haben Sie geweint?

Ich habe nicht nur wörtlich sehr nah am Wasser gebaut. Mir fällt nichts Konkretes ein, aber meine Augen laufen sehr leicht über.

Welchen Männertyp finden Sie anziehend?

Welche Frage! Sean Connery natürlich!

Wem wollten Sie schon lange mal ein Kompliment machen?

All denen, welche ein Leben lang uneigennützig und aufopfernd einen Dienst für das Allgemeinwohl tun.

Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Dass ich versucht habe, meine Mitmenschen zu verstehen. Meinen Enkeln möchte ich als frohe und positive Oma im Gedächtnis bleiben.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Nach der östlichen Weisheit folgendes Gebet: «Lieber Herr, gib mir die Kraft, Dinge zu verändern, die ich ändern kann. Gib mir auch die Gelassenheit, das zu tragen, was ich nicht ändern kann. Und schenke mir die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.»

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