Cóndor fragt nach – kurz und bündig: Sandra Seidel, Lehrerin an der Deutschen Schule Osorno

4203_p16_1

Sandra Seidel wurde in München geboren. Sie ist Lehrerin für Deutsch und Französisch sowie Deutsch als Zweitsprache (Gymnasium) und arbeitet seit 2013 an der Deutschen Schule Osorno.

Was wollten Sie als Kind werden?
Lehrerin

Wer war/ist Ihr Vorbild?
Meine Eltern

Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?
Für alles; vor allem für ihre Unterstützung während meiner Auslandsaufenthalte sowie dafür, dass sie mich zur Selbstständigkeit erzogen und mich immer motiviert haben, ins Ausland zu gehen.

Was macht Sie glücklich?
Kochen, Essen, Sport – mit Freunden oder Familie; Lesen und Reisen; positive Rückmeldungen von Schülern/Eltern, dass man als Lehrer doch nicht alles falsch macht

Was macht Ihnen Angst?
Nichts – es gibt für alles eine Lösung und es findet sich immer ein Weg, also ist Angst nicht nötig.

Worauf könnten Sie verzichten?
Auf heuchlerische Menschen

Was ist Ihnen peinlich?
Nichts – ich stehe zu meinen Fehlern. Ernsthaft: Zu spät kommen, auch wenn ich wirklich nichts dafür kann.

Wen beneiden Sie?
Grundsätzlich die Leute, die gerade Ferien haben und reisen.

Mit wem würden Sie nie tauschen wollen?
Politiker

Was würden Sie niemals tun?
Einen Freund/eine Freundin beziehungsweise die Familie im Stich lassen

Was können Sie überhaupt nicht ausstehen?
Heuchelei, Falschheit

Was ertragen Sie mit Humor?
Schüler

Über welche eigenen Schwächen ärgern Sie sich?
Mein fehlendes Interesse für Politik

Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?
Da ich Ende des Jahres voraussichtlich gehe, erledigt sich diese Frage.

Welche Erfahrungen haben Sie an der Deutschen Schule Osorno gemacht?
Zuerst das Positive:
– Koordinationsstunden, in denen gemeinsam geplant wird; man ist nicht der Einzelkämpfer wie in Deutschland
– sehr offene, hilfsbereite Kollegen, auf die ich in meiner Anfangszeit ohne Spanisch nicht hätte verzichten können
– es gibt für alles eine Lösung

Leider gibt es durchaus auch einige negative Erfahrungen:
– Das Deutsch-Niveau nach mindestens 9 Jahren Deutsch-Unterricht mit je 6 Stunden pro Woche entspricht nicht einmal dem Niveau einer Fremdsprache in Deutschland nach 3 Jahren
– Die Schüler beziehungsweise Eltern sind zahlende «Kunden» der Schule, diese ein wirtschaftliches Unternehmen – das merkt man in vielen Beziehungen.
– manche Ansichten bezüglich Homosexualität etc. sind sehr «veraltet»

Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?
Ich will nicht mal für einen Tag Präsidentin sein. Ansonsten würde ich – sowohl in Deutschland als auch in Chile – mit Änderungen im Bildungssystem anfangen und, vor allem in Chile, bei Lohn-Regelungen aufhören.

Was sollten die Chilenen ernster nehmen?
Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Treue

Welches Buch lesen Sie gerade?
«Bajo la misma estrella»

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?
Reisen, Sport, Lesen

Bei welchem Film haben Sie geweint?
«Los 33»

Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen?
Meinen Eltern und meinem Bruder

Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?
Dass ich grundsätzlch in allem mein Bestes gegeben habe

Print Friendly

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*