Carlos Díaz Villarroel, Opernsänger

Carlos Díaz ließ sich in Chile als Sänger ausbilden und nahm anschließend ein Stipendium der Fundación Andes wahr, um in Deutschland seine Studien fortzusetzen. Im Münchener Nationaltheater hatte er Gelegenheit, an verschiedenen Produktionen als Solist zu beteiligen. Nach zehn Jahren in Deutschland kehrte Carlos Díaz zurück nach Chile und übernahm das Kulturreferat des Deutsch-Chilenischen Bundes, welches er nunmehr seit 13 Jahren leitet. Außerdem hat er in den vergangenen Jahre die Verwaltungsleitung des Orquesta Filarmónica de Santiago inne sowie die Übertitelung der Opern im Teatro Municipal bewerkstelligt. Carlos Díaz ist mit Ingrid Weber verheiratet, das Ehepaar hat zwei Söhne.

 

      1.  Was wollten Sie als Kind werden?  Meinen Eltern habe ich immer gesagt, das Einzige, was ich werden will, ist glücklich zu sein und sowohl meine Großeltern als auch die nachfolgenden Generationen zu unterstützen.
      2. Wer war / ist Ihr Vorbild?  Meine Eltern.
      3. Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?  Ich werde ihnen immer für ihre Kraft, ihre Weisheit und Unterstützung dankbar sein, vor allem während meines Deutschland-Aufenthalts und in den schwierigen Momenten des Lebens, durch die jeder irgendwann geht.
      4. Was war Ihr schlechtestes Schulfach?  Spanisch! Ich konnte mir nie die Texte merken, die wir auswendig lernen mussten. Später im Zusammenhang mit der Musik lernte ich meine Opernrollen problemlos in kurzer Zeit. Wie das Leben so spielt, oder besser – was Musik so erreichen kann!
      5. Was macht Sie glücklich? Den Menschen in meiner Umgebung helfen, sich glücklich zu fühlen, unabhängig von ihrer sozialen oder religiösen Zugehörigkeit.
      6. Was macht Ihnen Angst?  Einen geliebten Menschen zu verlieren. Und dass die künftigen Generationen die Schönheit unseres Planeten vielleicht nicht mehr zu schätzen wissen.
      7. Worauf können Sie verzichten? Ganz klar: Neid, Groll und Bosheit.
      8. Was ist Ihnen peinlich?  Unannehmlichkeiten und peinliche Situationen nicht sauber aus der Welt schaffen zu können.
      9. Wen beneiden Sie?  Menschen, die ihre ganze Kraft für Bedürftige einsetzen. Dieses Ideal möchte ich eines Tages erreichen.
      10. Mit wem würden Sie nie tauschen wollen? Mit arroganten Personen, die ihr Machtstreben nutzen, um sich wichtig zu fühlen.
      11. Wen würden Sie gerne einmal treffen?  Menschen, die meine Ansichten teilen. Gemeinsam mit Ihnen würde ich eine Stiftung ins Leben rufen, die die kulturelle und bürgerliche Entwicklung der Gesellschaft fördert.
      12. Was würden Sie niemals tun?  Etwas, das ich für den Rest meines Lebens bereuen würde.
      13. Was können Sie überhaupt nicht ausstehen?  Zynismus und Arroganz.
      14. Über welche Schwächen ärgern Sie sich? Dass ich oft an Menschen glaube, die mich später durch ihr Verhalten enttäuschen.
      15. Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?  Chile ist mein Land –  eine kleine eigene Welt auf unserem Planeten,  deren Naturschönheiten ich gern noch besser kennenlernen möchte.
      16. Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?  Ich würde die Maßlosigkeit unserer Gesellschaft durch kulturelle Bildung ersetzen, angepasst an die heutige Zeit. Diese ist die Grundlage entwickelter Gesellschaften.
      17. Was sollten die Chilenen ernster nehmen?  Gegenseitige Achtung, um damit unsere Weiterentwicklung zu fördern.
      18. Welches Buch lesen Sie gerade?  “No te rindas” von Enrique Rojas, über die unbegrenzten Möglichkeiten des Menschen, sich Schwierigkeiten zu stellen und sie zu überwinden.
      19. Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?  Gemeinsam mit Familie und Freunden fröhlich mein Leben genießen.
      20. Bei welchem Film haben Sie geweint?  Nicht bei einem Film, sondern in einer Oper: „La Bohème“ von G. Puccini.
      21. Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen? Allen Menschen, die einen Großteil ihrer Zeit darauf verwenden, anonym Anderen zu helfen.
      22. Was ertragen Sie mit Humor? Die täglichen Widrigkeiten, die das Leben so mit sich bringt.
      23. Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?  Ich würde mich freuen, wenn meine eigene Lebensfreude und die Wertschätzung guter Freundschaften, die mich mein Leben lang begleitet haben, für die nachfolgenden Generationen ein Beispiel sind.
      24. Wie lautet Ihr Lebensmotto? Mit Humor immer nach vorne gucken, das hat mir die Kraft gegeben weiterzukämpfen.
Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*