Hilfe für die Kinder aus Santa Olga

Betreuungsprojekt Cobijo para Chile

Kinder Santa Olga
Viele Kinder und Jugendliche verloren während der verheerenden Waldbrände im chilenischen Ort Santa Olga ihr Zuhause.

Im Februar hat eine Gruppe von Freiwilligen – darunter Ärzte, Therapeuten und Lehrer – damit begonnen Kinder und Jugendliche in Santa Olga zu betreuen. Der Ort wurde während der verheerenden Waldbrände in Chile zerstört. Die Initiative für das Hilfsprojekt «Cobijo para Chile» stammt aus Deutschland.

Von Arne Dettmann

«Wir werden die Menschen von Santa Olga über einen Zeitraum von mindestens sieben Monaten medizinisch, therapeutisch und pädagogisch begleiten. Ein Fokus unserer Arbeit ist die Unterstützung des Personals und der Schüler des Liceos Mac Iver in Santa Olga, das komplett abgebrannt ist. Die Kinder können ab dieser Woche in eine provisorisch aufgebaute Containerschule gehen, die nach dem Erdbeben in Constitución gebaut wurde», erklärt Gabriele Tegethoff.

Ein Team von «Cobijo para Chile» hatte vergangene Woche mit den 90 Lehrern der Schule gearbeitet und sie auf den Empfang der Kinder und Jugendlichen nach diesen schlimmen Erlebnissen vorbereitet. Die Betreuung der 400 Kinder soll bis August fortgesetzt werden.

Die Initiative dieser Hilfe geht auf das Vorbild der sogenannten Notfallpädagogik zurück, die vor zehn Jahren in Deutschland von Bernd Ruf gegründet wurde. Sie dient der psychosozialen Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen in Kriegs- und Katastrophengebieten. Sie werden dabei unterstützt, die traumatischen Ereignisse zu überwinden. Zum Einsatz kommen pädagogische Methoden auf Grundlage der Waldorfpädagogik, um so wieder Spaß und Freude zu empfinden. Einsatzorte waren unter anderem China, Indonesien und Haiti.

In Chile wurde die Notfallpädagogik zum ersten Mal vor sieben Jahren nach dem schweren Erdbeben 2010 angewandt. «Cobijo para Chile» war bisher in Itahue, Tongoy und Valparaíso aktiv. Das Projekt wird ausschließlich durch Spenden finanziert, mit denen Schulmaterialien, aber auch Medikamente gekauft werden.

«Wir selbst sind alle ehrenamtlich tätig», unterstreicht Gabriele Tegethoff. «Wir haben alle die Zusatzausbildung unter Bernd Ruf gemacht, der schon zweimal in Chile war. Und wir haben mehrere Professionelle, die in Deutschland studiert und an Weiterbildungen in Deutschland oder der Schweiz im medizinischen, therapeutischen und pädagogischen Bereich, besonders im Bereich der Waldorfpädagogik und anthroposophischen Medizin, teilgenommen haben. Es werden auch regelmäßig Fortbildungen von Deutschland und der Schweiz aus in Chile organisiert.»

Um die Arbeit zu ermöglichen, benötigt «Cobijo para Chile» dringend finanzielle Unterstützung. Spenden bitte an:

RUT: 65.991.730-0
Corporación Yohanan Therapeutes
cobijoparachile@gmail.com
Banco de Chile
Cuenta Corriente: 81840-02
Asunto: Donación Cobijo

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*