Entdeckungsreisen auf dem Pferderücken

In der IV. Region 500 Kilometer nördlich von Santiago und 15 Kilometer Luftlinie entfernt vom Dorf Pisco Elqui liegt die Hazienda Los Andes. In der Halbwüstenlandschaft des Rio-Hurtado-Tals, zwischen Kakteen und farbenprächtigen Bergmassiven, heißt das Team des Hotels jeden Willkommen, der dem Großstadtlärm entfliehen und frische Luft tanken will.

Tanja Waldraff (27) kommt aus Konstanz in Baden-Württemberg und lebt seit vier Jahren auf der Hazienda Los Andes. Eigentlich war sie nur für ein sechsmonatiges Praktikum nach Chile gekommen. Dann aber hatte sie die beeindruckende Landschaft und das entspannte Leben im Valle Elqui lieb gewonnen und ist auf der Farm eingezogen. Gemeinsam mit der pferdebegeisterten Sarah aus Baden-Baden, Koch Luis, Reitmeister René, dem Gärtner José, Zimmerfee Rosa und ihrem Hund Pitu betreut sie die Gäste auf der Hazienda.

«Das wirklich tolle hier sind die langen Reittouren», sagt Tanja. «Wenn du sechs Tage in den Bergen reitest, am Lagerfeuer übernachtest und keinen einzigen Menschen triffst, ist das echt abgefahren. Das passiert dir in Deutschland nicht.» Drei Stunden bis zu acht Tage können die Ausritte in Anspruch nehmen, die die Hazienda für ihre Gäste organisiert. Vom Pferderücken aus entdecken die Urlauber Orte, die mit dem Auto nicht zu erreichen wären. «Beim Inka-Trail, einem Tagesausritt, kommt man zu Felsmalereien, die schon dreieinhalb tausend Jahre alt sind. Die haben uns die Molle-Indianer auf den Steinen hinterlassen.» Im Gebiet des Rio Hurtado lassen sich über 40 Zeugnisse der uralten Indianerkultur finden.

Elf Pferde und eine Kuh für «private Rodeozwecke» leben auf dem Anwesen. «Unsere chilenischen Criollos sind ausgeglichen und trittsicher und einfach ideal, gerade für Leute, die noch nie geritten sind.»

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann die beeindruckende Landschaft auch auf einem der beschilderten Wanderwege oder ganz bequem bei einer Allradtour im Geländewagen erkunden. Und in der näheren Umgebung warten noch andere Sehenswürdigkeiten darauf, entdeckt zu werden: das gemütliche Städtchen Vicuña etwa, das Observatorium Mamalluca und zahlreiche Weingüter

Die Hazienda Los Andes umfasst insgesamt 500 Hektar Land, drei Kilometer Privatzugang zum Fluss Hurtado, sechs komfortable Gästezimmer, einen Campingplatz und ein gemütliches Restaurant.

In manchen Nächten lässt sich dank der glasklaren Luft die Milchstraße mit freiem Auge bewundern. Und weil Chef Günther leidenschaftlicher Astrofotograf ist, gibt es auch ein hauseigenes Observatorium zu entdecken. «Abends machen wir da Führungen», erzählt Tanja, „und zeigen den Gästen verschiedene Objekte und Galaxien. Ab und zu lassen sich die Planeten Saturn und Jupiter bei uns blicken.»

 

Von Natalie Campbell

 

Informationen gibt es im Internet unter www.haciendalosandes.com

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One Comment

  1. Volkhart Holscher

    Auch wir, d.h. ein befreundetes Ehepaar, meine Frau und ich wurden bereits im Jahr 2010 in der Hazienda Los Andes von Tanja und ihrem Team für ein paar Urlaubstage herzlichst aufgenommen.

    Das kam alles so: Meine Frau hatte bei der Vorbereitung unserer Reise nach Chile im Internet die Anschrift entdeckt und die Daten unseren Freunden in Chile mitgeteilt. Diese waren sofort Feuer und Flamme und so planten wir dort einen gemeinsamen mehrtägigen Aufenthalt ein.

    Schon die Anreise durch das Elqui-Tal war ein Erlebnis. Die kargen Berge und im Kontrast das herrliche Grün der Reben im bewässerten Tal. Wunderschön kann man nur sagen.

    Es folgte die Fahrt in das Hurtado-Tal zur Hazienda. Alles sehr gepflegt, sauber und mit viel Liebe zum Detail im Kolonialstil hergerichtet, einfach herrlich. Von Tanja bekamen wir die Schlüssel zu den sehr hübschen Zimmern und Luis zauberte für uns ein vorzügliches Abendessen. Das Frühstück auf der Terrasse bei herrlichem Sonnenschein war ebenso großartig. Der Pisco Sour vor dem Mittagessen unvergesslich. Hier kann man sich fern vom Alltag großartig erholen.

    Eigentlich ist Hazienda Los Andes ein Geheimtip den man für sich behalten sollte. Doch wir können es nicht für uns behalten, es ist einfach zu schön.

    Wir wünschen zukünftigen Gästen genau so herrliche Tage in dieser Idylle im Hurtado-Tal.

    Volkhart

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