Sieg über die Fremdherrschaft

Zahlenbilanz eines Gemetzels

 

Bei der Völkerschlacht von Leipzig standen Napoleon 210.000 Mann zur Verfügung, 14.000 davon waren Reiter. Die Koalition setzte sich wie folgt zusammen: aus der böhmischen Armee mit 127.000 Österreichern unter Führung von General Schwarzenberg, zu denen noch 82.000 Russen und 45.000 Preußen kamen; der schlesischen Armee des preußischen Generals Blücher mit 66.000 Russen sowie 38.000 Preußen und der Nordarmee des schwedischen Kronprinzen Bernadotte aus 73.000 Preußen, 29.000 Russen und 23.000 Schweden.

Schätzungsweise waren es 600.000 Soldaten aus über einem Dutzend Völkern, die sich an der Schlacht beteiligten.

Während des Verlaufs kam es auf beiden Seiten zu erfolgreichen Vorstößen von Truppenteilen, die die gegnerische Front durchbrachen. Bereits eroberte Stellungen mussten aber auch wieder im Zuge von Gegenattacken geräumt werden. Manche Angriffe misslangen aufgrund von starkem Widerstand völlig. Der preußische Offizier Friedrich von Kleist beispielsweise entriss Fürst Josef Anton Poniatowski die Stadt Markkleeberg südlich von Leipzig. Viermal wurde er daraus verdrängt, viermal erstürmte er die Position wieder und konnte sie nur mit Mühe und Not halten.

Das dreitägige Gemetzel hatte auf beide Seiten schwere Verluste zur Folge. Preußen zählte 16.000 Mann und 600 Offiziere als tot oder verwundet; Russland 21.000 Mann und 860 Offiziere; die Österreicher 14.000 Mann und 400 Offiziere. Auf französischer Seite fielen 38.000 Mann oder wurden verwundet. Napoleon ließ auf seinem Rückzug 23.000 Soldaten in den Lazaretten zurück. Viele Verwundete auf beiden Seiten starben in den folgenden Tagen an ihren Verletzungen aufgrund fehlender ärztlicher Versorgung und ungenügender hygienischer Maßnahmen. Insgesamt zählt die Völkerschlacht somit 92.000 Opfer.

 

Von Arne Dettmann

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