«Traum-Bilder» von Dalí, Picasso und Ernst

Nach einem halben Jahr der Renovierung wurde Mitte September die Pinakothek der Moderne in München wiedereröffnet. Den Neustart nutzt das Museum für gleich vier neue Ausstellungen.

München (dpa) – Werke von Max Ernst, René Magritte, Pablo Picasso und Salvador Dalí: Zur Wiedereröffnung hat die Pinakothek der Moderne in München ein ganz besonderes Geschenk bekommen. Die Wormland-Stiftung hat ihre rund 70 Kunstwerke dem Museum geschenkt. Die Sammlung gilt nach Angaben der Pinakothek als eine der wichtigsten Privatsammlungen des Surrealismus in Deutschland. Die Pinakothek zeigt nun ihren neuen Schatz in der Ausstellung «Traum-Bilder».

Dalís «Rätsel der Begierde – Meine Mutter, meine Mutter» gehört jetzt ebenso dem Museum wie Ernsts «Totem und Tabu», Magrittes «Die dritte Dimension» und Picassos «Frau».

Die Ausstellung präsentiert neben Werken des klassischen Surrealismus auch Vertreter des Post-Surrealismus aus den 1960er und 70er Jahren wie Ernst Wilhelm Nays «Ultramarin und Gelb» oder Fernando Boteros «Der Präsident». Schon seit 30 Jahren war die umfangreiche Kunstsammlung des Textilunternehmers Theo Wormland als Dauerleihgabe im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Große Fotoaufnahmen illustrieren, wo die Bilder einst hingen, als sie noch im Privatbesitz von Wormland waren.

Auch für den Bau der Pinakothek der Moderne vor rund einem Jahrzehnt spielte die Wormland-Stiftung eine wichtige Rolle. So rief Geschäftsführer Hartwig Garnerus im Jahr 1993 bei einer Pressekonferenz zu einer Spendenkampagne für den Museumsbau auf. Der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte zuvor den Bau des Museums für moderne Kunst als wünschenswert, aber nicht finanzierbar bezeichnet.

Zur Wiedereröffnung des Kunsthauses starteten alle vier Sammlungen des Museums mit neuen Ausstellungen: Neben der «Traum-Bilder»-Ausstellung der Sammlung Moderne Kunst zeigt die Staatliche Graphische Sammlung frühe Zeichnungen der Pop-Art-Ikone Andy Warhol. Das Architekturmuseum der TU München präsentiert unter dem Titel «Afritecture» afrikanische Architektur, die Design-Sammlung beschäftigt sich mit marokkanischen Teppichen und der Kunst der Moderne.

Die Pinakothek der Moderne war im Februar – nur rund zehn Jahre nach ihrer Eröffnung – wegen Renovierungsarbeiten für ein halbes Jahr geschlossen worden. Grund waren Risse in der Rotunde der Eingangshalle. Pünktlich zum angekündigten Zeitpunkt wurde das Museum nun wieder für die Kunstwelt freigegeben.

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