Neues Einsatzfahrzeug der 6. Deutschen Feuerwehrkompanie Los Ángeles

Beschaffen zum stolzen Preis von 360 Millionen Pesos

Fast unübersehbar ist das Gerät eines Rettungsfahrzeuges vom Typ RX6. Für einen fachmännischen Einsatz ist eine solide Grundausbildung Voraussetzung, sie wird durch Besuch der Landesfeuerwehrschule der Feuerwehren Chiles und, im Falle der deutschen Kompanien, auch durch Weiterbildung bei der Berliner Feuerwehr gewährleistet.
Fast unübersehbar ist das Gerät eines Rettungsfahrzeuges vom Typ RX6. Für einen fachmännischen Einsatz ist eine solide Grundausbildung Voraussetzung, sie wird durch Besuch der Landesfeuerwehrschule der Feuerwehren Chiles und, im Falle der deutschen Kompanien, auch durch Weiterbildung bei der Berliner Feuerwehr gewährleistet.

 

Von Dietrich Angerstein

Eine neue Autobahn stellt neue Forderungen und erfordert neue Leistungen einer Feuerwehr, die schon längst ihrem Namen nicht mehr gerecht wird, liegen doch heute die meisten Einsätze nicht mehr im Löschen von Bränden, sondern im wahrsten Sinn des Wortes «auf der Straße».

Das erkannte vor Jahresfrist die noch recht junge 6. Freiwillige Deutsche Feuerwehrkompanie in Los Ángeles. Entstanden einst im Schatten der Deutschen Schule, konnte sie vor kurzer Zeit ihr neues Wachgebäude unweit der Autobahn 5, die seit wenigen Jahren das Stadtgebiet in weitem Bogen umfährt, errichten und auch bald darauf ein Rettungsfahrzeug nach neuesten deutschen Normen in Betrieb nehmen.

Beschaffen zum stolzen Preis von 360 Millionen Pesos – die Landes- und Regionalregierungen legten kräftig dazu, die Mitglieder der Kompanie hatten ebenso fleißig die Sammelbüchse klappern lassen – kann sich heute der Koloss sehen lassen, und das nicht nur auf der Straße.

In den seit Oktober verflossenen Monaten kam RX6 – so heißt das Fahrzeug im feuerwehrtechnischen Sprachgebrauch – bereits 146 Mal zum Einsatz, darunter bei einem Verkehrsunfall, in den fünf Autos, zwei Lastwagen und ein Bus verwickelt waren. Da hieß es schweres Schneidgerät, Trennschleifer und Hebewerkzeug fachmännisch zu bedienen, um Verletzte und Tote aus den Trümmern zu bergen. Strom und Druckluft für den Gebrauch der Werkzeuge und Beleuchtung erzeugt das Fahrzeug selbst.

Da das neue Wachgebäude und damit der Maschinenschuppen nur in kurzer Entfernung von einer Auffahrt zur Autobahn eingerichtet werden konnten, steht RX6 jederzeit rasch zur Verfügung. Für einen Fall aller Fälle zwischen Cabrero und Mulchén: Die «Sechste» kommt!

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*