Kunst und Musik von klein auf

«Kunst und Musik von klein auf» lautete das Motto des Workshops, zu dem der Deutsch-Chilenische Bund am Mittwoch, Donnerstag und Freitag vergangener Woche eingeladen hatte. Das Programm war gespickt mit Vorträgen über bilingualen Spracherwerb, zu Fragen der integralen Erziehung und Förderung der Kreativität im Kindesalter.

Referenten beim Workshop: Mario Urlaß, Maren Gronert, Ricarda von Dessauer, Xenia Le Quesne und Alban Schraut.

Zu den Referenten zählten unter anderem die Kindergärtnerin Ricarda von Dessauer und Grundschullehrerin Xenia Le Quesne von der Deutschen Schule Sankt Thomas Morus, LBI-Leiter Dr. Alban Schraut, Grundschullehrerin Maren Gronert, die Kinderärztin Dr. Luisa Schönhaut von der Deutschen Klinik Santiago sowie Theaterpädagogin Monika von Moldovanyi von der Deutschen Schule Santiago. Auch das Teatro del Lago beteiligte sich mit Vorträgen in den Bereichen innovative Bildung und Kunst im Vorschulalter.

Gerade bei diesem Thema konnten die Organisatoren des Workshops mit einem besonderen Gast aufwarten: Professor Mario Urlaß von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg war für eine Woche nach Chile gereist und hatte eine Fortbildung im LBI gegeben sowie einen Vortrag im Bildungsministerium gehalten. Der 47-jährige Kunstpädagoge plädierte für einen projektorientierten Ansatz und kritisierte den formalen Kunstunterricht, der seiner Meinung nach leider noch viel zu häufig in Schulen abgehalten würde.

«Da läuft noch vieles falsch. Die Schüler partizipieren zu wenig und treffen nur selten eigene Entscheidungen. Ziel des Kunstunterrichtes müsste es sein, dass die Kinder mehr selbstbestimmt gestalten, wobei die Eigenart, das Individuelle und Persönliche viel stärker zur Geltung kommen, anstatt wenn alle nur das Gleiche machen sollen. Letztendlich geht es dabei ja auch darum, sich bewusst zu positionieren, was wiederum eine Grundanforderung in unserer heutigen Gesellschaft ist.»

 

Arne Dettmann

 

Fotolectura:

Referenten beim Workshop:

 

Foto: Arne Dettmann

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