Deutsche Schule Frutillar weiht Neubau ein

Modernes Gebäude dank zahlreicher Unterstützung aus der Schulgemeinschaft

Claus Lindemann, Bürgermeister von Frutillar, Lucy Salazar Dimter, Rektorin DS Frutillar, Andrea Díaz Neumann, Vorsitzende der Corporación Instituto Alemán de Frutillar
Claus Lindemann, Bürgermeister von Frutillar, Lucy Salazar Dimter, Rektorin DS Frutillar, Andrea Díaz Neumann, Vorsitzende der Corporación Instituto Alemán de Frutillar

 

Am Dienstag, den 7. August, fanden die ersten Unerrichtsstunden der Deutschen Schule Frutillar in einem frisch gebauten Trakt statt. Nach dem Schulbrand im Mai 2016 wurde ein neues Gebäude für die Vor- und Grundschule errichtet, das nun am 6. August feierlich eingeweiht wurde.

 

Der deutsche Konsul der 10. Region Chiles, der Bürgermeister der Stadt Frutillar, Vertreter der Kirche sowie Eltern und Schüler besichtigten bei einem Glas Sekt erstmals die helle, geräumige Einrichtung.

Im Zuge der Einweihung betonte die Schulleiterin Lucy Salazar, dass das neue Gebäude darauf abziele, die Zusammenarbeit, sowie das Konzept des «Learning by doing» zu stärken. Vor allem aber stünde im Mittelpunkt, dass die Kinder genügend Raum zum lernen und für die Entwicklung in ihrem Umfeld mit Schülern anderer Altersklassen hätten.

Im Laufe der Jahre hat die Gemeinschaft der Deutschen Schule schon das ein oder andere Mal ein Unglück als Gelegenheit zum Fortschritt nutzen müssen. In diesem Sinne kommentierte Frutillars Bürgermeister, Claus Lindemann: «Seit der Gründung 1906 hat die Schulgemeinschaft einen starken Willen bei der Bewältigung von Unglücken wie Erdbeben, Bränden und Einstürzen gezeigt. Ich denke, das zeigt, wie sich die Schulgemeinschaft für einen gemeinsamen Wert, wie es die Bildung unserer Kinder ist, gemeinsam einsetzen kann.»

Neue Unterrichtsräume für die Schüler des Instituto Alemán de Frutillar
Neue Unterrichtsräume für die Schüler des Instituto Alemán de Frutillar

Mitwirkung der deutschen Partnerschulen

Georg Wammes, Konsul der Bundesrepublik Deutschland, hob hervor: «Es ist uns eine Freude, den Neubau in Folge des Unglücks einweihen zu können, zudem auch noch nach so kurzer Zeit. Es ist ein modernes Gebäude, das den Schülern das Leben erleichtern wird. Es ist nicht nur die Schulgemeinschaft, sondern auch die gesamte deutsch-chilenische Gemeinde, die, ihren Wurzeln wohlbewusst, von diesem Gewinn profitieren wird.»

Zahlreiche helfende Hände unterstützen den Wiederaufbau der Schule, wie es auch vom Schulvorstand hoch anerkannt wird: «Es war sehr rührend, die viele Hilfe von allen Seiten zu erhalten. Es gab nicht nur viel Unterstützung im materiellen Sinne, sondern auch in menschlicher Hinsicht. Das alles war nur möglich dank der Mitwirkung der deutschen Partnerschulen in ganz Chile sowie anderen Schulen der Region, der Elternschaft, Freunden. Die Menge an Unterstützung war enorm. So konnten wir in Zusammenarbeit mit Architekten und der Schulgemeinschaft ein neues Projekt in die Wege leiten, mit Berücksichtigung der neuen Bedürfnisse von Schülern und Lehrern. Mit Blick auf die Zukunft nutzen wir diesen schrecklichen Unfall, um als Schule zu wachsen», so die Vorsitzende des Schulvorstands, Andrea Díaz.

Der beauftragte Architekt, Pablo Moraga, legte großen Wert auf die volle Integration von Schülern mit besonderen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Zudem hat das Gebäude neue Lernräume wie Wintergärten und Kreativräume, die mit dem Küstenblick auf den Llanquihue-See aufwarten.

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