Debattieren mit Herz und Verstand

Zum ersten Mal fand Ende September unter der Schirmherrschaft der deutschen Botschaft in Chile der Wettbewerb «Debattieren mit Herz und Verstand» statt.

Acht Deutsche Schulen von Punta Arenas bis Santiago waren der Einladung der Fachberaterin Anna Hendrischk-Seewald gefolgt, um auf höchstem sprachlichen Niveau zu aktuellen Themen wie «Führerschein ab 16» oder «Inklusion an lateinamerikanischen Schulen» zu debattieren.

Austragungsort des erstmaligen Wettbewerbs war die Deutsche Schule Sankt Thomas Morus. Die 16 Teilnehmer waren am Morgen zusammen gekommen, um gemeinsam zu frühstücken. Danach besuchten die Kandidaten das nahe gelegene Goethe-Institut, wo sie vom Leiter der Sprachabteilung, Álvaro Camú, und Alexander Schultheis, Leiter der Bibliothek, begrüßt wurden, die ihnen das Institut vorstellten.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen eröffnete Frau Dr. May, Leiterin des Kultur- und Pressereferats, den Wettbewerb in der Deutschen Schule Sankt Thomas Morus. Sachkundig, kompetent und engagiert debattierten an diesem ersten Tag vier Stunden lang bis in die Abendstunden hinein die Schüler der acht teilnehmenden deutschen Schulen in Chile.

Besonders beeindruckt hat die Zuschauer der überaus höfliche und freundliche Umgang der Teilnehmer miteinander und das gegenseitige Sich-Zuhören. Dies setzt nicht nur ein hohes sprachliches Niveau voraus, sondern auch eine besonders empathische und intellektuelle Fähigkeit. Denn die Schüler mussten in einer Gesprächsrunde die Aspekte, die dafür sprechen, argumentativ vertreten und in der nächsten die Gegenposition einnehmen.

Am darauffolgenden Tag bewiesen die Schüler erneut ihr Können in der deutschen Botschaft, in der das Finale des Wettbewerbs ausgetragen wurde. Als zum krönenden Abschluss die vier Finalisten spontan zu dem Thema «Wahlrecht ab 16 Jahren?» debattierten, bekam manch ein Zuschauer eine Gänsehaut ob der herausragenden Debatten, die an diesem Vormittag geführt worden waren.

Besonders geehrt fühlten sich dann alle Schüler, von Botschafter Blomeyer-Bartenstein persönlich begrüßt und beglückwünscht zu werden und von ihm ihre Urkunden ausgehändigt zu bekommen. Er betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit, Auseinandersetzungen mit Worten zu führen, denn dies sei ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie.

Am Ende dieser beiden intensiven Tage standen die vier Sieger, die an dem internationalen Wettbewerb von Argentinien, Paraguay und Ecuador diesen Monat in Buenos Aires teilnehmen werden, fest: Valentina Müller (DS St. Thomas Morus), Andrés Halabi (DS St. Thomas Morus), Kim Jacob (DS Santiago) und Camila Becker (DS Osorno).

Darüber hinaus erhielt Camila Becker als Erstplazierte ein Stipendium des Auswärtigen Amtes für einen einmonatigen Studienaufenthalt in Deutschland im Juli 2014.

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern und deren Begleitlehrern, den vier Finalisten für Buenos Aires und natürlich der Stipendiatin!

 

Anna Hendrischk-Seewald

Fachberaterin für Deutsch in Chile

 

Fotolecturas:

 

Photo 1: Finalrunde des Wettbewerbs im Konferenzraum der deutschen Botschaft

Photo 2: Botschafter Hans Henning Blomeyer-Bartenstein und die 16 Kandidaten des Wettbewerbs Debattieren mit Herz und Verstand.

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