Jahreshauptversammlung der Corporación Chileno-Alemana de Beneficencia

Optimale Diensteistungen bieten, der internationalen Konkurrenz standhalten

Rolf Gremler, vor vollem Haus in der Deutschen Klinik Santiago: «Wohltätigkeit ist ein Pfeiler, der unsere Gründer beflügelt hat». Foto: Walter Krumbach
Rolf Gremler, vor vollem Haus in der Deutschen Klinik Santiago: «Wohltätigkeit ist ein Pfeiler, der unsere Gründer beflügelt hat». Foto: Walter Krumbach

 

Am 29. Mai gingen starke Regenschauer und heftige Windstöße über Santiago herunter. Die durchaus ungünstigen Wetterbedingungen, mit den dazugehörigen Staus und ausgefallenen Verkehrsampeln waren jedoch kein Grund für die Mitglieder der Corporación Chileno-Alemana de Beneficencia, die Jahreshauptversammlung zu meiden.

 

Von Walter Krumbach

Es fanden sich über 200 in der Aula Magna der Deutschen Klinik ein. Sie waren zuvor per E-Mail über die Wahl von drei neuen Vorstandsmitgliedern unterrichtet worden. Elf Kandidaten hatten sich aufgestellt, weshalb die Prognose, wer siegen würde, ungewiss war. Eine Fehleinschätzung, wie das eindeutige Wahlergebnis nachher bestätigte: Die Stimmzahlen der Gewinner Claudia Fehlandt, Arnold Hoppe und Juan Hepp hoben sich deutlich von denen ihrer Mitstreiter ab.

Der Vorstandsvorsitzende Rolf Gremler gliederte seinen Jahresbericht in die drei Haupttätigkeitsbereiche der Gesellschaft Gesundheit, Bildung und Senioren ein. Das Jahr 2017 sei für die Industrie der Gesundheit, Hauptthematik der Organisation, wie Gremler unterstrich, komplex gewesen. Die Kunden stellen höhere Ansprüche, und die Verwaltung der Mittel und ihr Einsatz seien dementsprechend mit wachsenden Erwartungen der Kundschaft verbunden. Dazu kommt der Eintritt bedeutender internationaler Dienstleister, «welche uns zwingen, unsere Arbeit optimal auszuführen», betonte der Präsident.

Zurzeit ist ein Sportmedizinzentrum in La Dehesa im Bau, welches voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres fertiggestellt sein wird. Weiter berichtete er, dass sich die Versicherungsgesellschaft Compañía de Seguros Alemana S. A. im Aufbau befindet und dass die Gesellschaft große Hoffnungen auf ihre Vermarktung setzt.

Gremler wies auf verschiedene Ehrungen hin, die der Gesellschaft und der Deutschen Klinik Santiago zuteil wurden. So erlangte sie zum Beispiel in der jährlichen Untersuchung der Zeitschrift «América Economía» den zweitbesten Platz unter den Krankenhäusern Südamerikas.

Die Jahrestätigkeit fasste er mit drei beeindruckenden Statistiken zusammen: 600.000 Patienten suchten eine Arztpraxis auf, 3.500 Entbindungen und 32.000 Eingriffe wurden durchgeführt.

Das Thema Senioren sei «landesweit eine riesige Herausforderung», versicherte Rolf Gremler. Gegenwärtig überschreiten bereits 18 Prozent der inländischen Bevölkerung das 60. Lebensjahr – die Tendenz ist weiterhin steigend. So entwickelt die Gesellschaft Programme zur Verbesserung der Lebensqualität dieser Altersgruppe. Der Vorsitzende stellte fest, dass die Seniorenheime, die die Gesellschaft in Santiago, Valdivia und Osorno unterhält, kostenmäßig nicht von allen Mitgliedern der deutsch-chilenischen Gemeinschaft wahrgenommen werden können, weshalb die Gesellschaft dafür Sorge trage, diesem Problem entgegenzutreten.

In Bezug auf den Punkt Bildung nahm Gremler zur Partnerschaft mit der Universidad del Desarrollo (UDD) Stellung. Die Zusammenarbeit mit dieser Hochschule, an der die Gesellschaft mit vier Beiräten beteiligt ist, sei strategisch bedeutsam. Die UDD bilde rechtschaffene Fachleute aus, bei denen sie Initiative und Tatendrang im Dienste der Gemeinschaft fördere. Heute können beide Partner auf zehn Generationen ausgebildeter Ärzte zurückblicken, die überwiegend im öffentlichen Dienst tätig sind. Dazu käme die Tätigkeit der Forschungsstätte Instituto de Ciencias e Innovación en Medicina (ICIM), «ein riesiges Projekt, das wir weiter ausbauen müssen».

Rolf Gremler sprach ebenso das Thema Wohltätigkeit an, «ein Pfeiler, der unsere Gründer beflügelt hat», indem er auf die kostenlose Patientenbetreuung hinwies, die im letzten Jahr eine Auslage von 2.300 Millionen Peso ausmachte.

Der Geschäftsführer Jorge Lafrentz konnte in seinem Referat auf die Reduzierung der Passiva hinweisen: «Die Schuldenlage ist sehr zuträglich, eine der gesündesten der gesamten Industrie.» Dies im Kontext des verstrichenen schwierigen Jahres. Lafrentz beglückwünschte seine Mitarbeiter, die «der Krise zuvorkamen und uns dadurch gute Endergebnisse ermöglichten».

Rolf Gremler schloss sich den Gratulationen an und sprach zum Schluss drei Persönlichkeiten, die der Gesellschaft über einen langen Zeitraum verbunden waren, seine Anerkennung aus: Rolf Kühlenthal, der 23 Jahre in verschiedenen Ämtern tätig war, «Großes leistete und das Wachstum der Gesellschaft begleitete»; Dr. Claus Krebs, der seit 1975 in der Klinik tätig ist, später ihr ärztlicher Leiter war, heute Teil des Vorstands und «eine riesige Stütze der Organisation gewesen ist», sowie Dr. Juan Hepp, der 1989 seinen Einstand hatte, kürzlich sein Amt als medizinischer Leiter abgab und «ein außerordentlich proaktives Wirken an den Tag gelegt hat».

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