Club Manquehue: 70 Jahre Sport- und Gesellschaftsleben

Jahreshauptversammlung des Sportvereins in Santiago de Chile

Jahresversammlung Club Manquehue: Claudia Fehlandt und Julio Nielsen gratulieren Ricardo Busch (Mitte), der zum herausragenden Manquehuino gekürt wurde. Foto: Walter Krumbach
Jahresversammlung Club Manquehue: Claudia Fehlandt und Julio Nielsen gratulieren Ricardo Busch (Mitte), der zum herausragenden Manquehuino gekürt wurde. Foto: Walter Krumbach

 

Am 20. Oktober begeht der Club Manquehue seinen 70. Geburtstag. Der runde Jahrestag wird dem respektablen Alter des Vereins entsprechend gefeiert werden, wie es die Vorstandsvorsitzende Claudia Fehlandt gleich zu Beginn ihres Jahresberichts verlauten ließ.

 

Von Walter Krumbach

Sie wies auf «die stolze Geschichte von über 100 Jahren» hin, ist doch der Manquehue als Nachfolger des einstigen Deutschen Sportvereins zu werten. Die Präsidentin äußerte sich dann zu einer an die Mitglieder gerichteten Umfrage zur Qualität der verschiedenen Angebote. Mit Ausnahme der mangelhaften gastronomischen Dienstleistungen seien diese gut ausgefallen, hob sie hervor. Im Januar 2018 läuft der Vertrag des Beköstigungs-Konzessionärs aus, weshalb Vorstand und Geschäftsleitung zurzeit eine für alle zufriedenstellende Lösung suchen. Als besonders erfreulich wertete sie, dass die Tätigkeit des Personals gut abschnitt.

Im Folgenden zählte sie die wichtigsten Meisterschaftsspiele auf, die im Jahr ausgetragen worden sind, darunter den Copa Alemana de Gimnasia, den Sudamericano de Faustball, an dem die Damen des Manquehue den dritten Platz erreichten, die Senioren-Fußballmeisterschaft, die Junior-Hockeyweltmeisterschaft der Damen, den ATP-Tennis-Challenger und den Gevert-Volleyball-Cup, der über 300 Einschreibungen verzeichnete. Eine Herausforderung für die Zukunft sei es, unter Senioren und Kindern Gruppen zu erreichen, die bisher noch keinen Sport treiben.

Auch im gesellschaftlichen Leben war der Verein aktiv. Fehlandt erinnerte an die erfolgreichen Referate von Axel Kaiser und Klaus von Storch sowie an den Wintermarkt, an dem in diesem Jahr über 70 Aussteller beteiligt waren. Während des Oktoberfestes 2016 widmete sich die gesamte Vereinsorganisation ausschließlich der Festlichkeit, wobei «das Personal eine titanische Leistung erbrachte».

Zum Plan 2020 berichtete die Präsidentin vom Projekt unterirdischer Parkplätze, deren Bau demnächst beginnen wird. Drei Tennisplätze müssen ausgehoben werden, um auf zwei Ebenen 160 Plätze zu schaffen. Die Arbeiten werden etwa zwölf Monate in Anspruch nehmen.

Zum Thema Finanzen gab die Vorsitzende bekannt, dass im Hinblick auf die merklich verbesserte Infrastruktur des Vereins die Mitgliedsbeiträge leicht angehoben werden müssen, was seit kurz nach der Jahrtausendwende nicht mehr geschehen ist.  

Zur Zusammensetzung des Vorstandes teilte die Präsidentin der Versammlung mit, dass sowohl sie als auch Guillermo Müller die maximal mögliche Zeitspanne vervollständigt hätten, weshalb sie sich nicht zur Wiederwahl stellen könnten. Aus der Versammlung kamen zwei Vorschläge zu ihrer Ablösung, die Mitglieder Jorge Behrmann und Erich Heyl, deren Ernennung umgehend durch Zuruf vom Publikum gut geheißen wurde. Vorstandsmitglied Julio Nielsen konnte sich zur Wiederwahl stellen und wurde ebenfalls durch spontanen Beifall bestätigt.

Als herausragender Manquehuino des Jahres wurde Ricardo Busch ausgezeichnet. Busch hat sich sowohl als Sportler, besonders in der Sparte Schwimmen, als auch durch leitende Posten, die er innehatte, ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt noch zusätzlich der junge Sportler Thomas Heyl.

Claudia Fehlandt verabschiedete sich mit warmherzigen Dankesworten. Der Vorstand revanchierte sich mit einem großen Blumenstrauß und das Publikum mit einer Ovation.

 

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