Burschenschaft Araucania ehrt zwei Mitglieder

Hans Engelbreit erhält vom Ersten Sprecher Matthias von Leyser die Urkunde als Ehrenmitglied der Burschenschaft Araucania
Hans Engelbreit erhält vom Ersten Sprecher Matthias von Leyser die Urkunde als Ehrenmitglied der Burschenschaft Araucania

 

Zwei langjährige Angehörige der Burschenschaft Araucania wurden am 3. Mai während eines Festkommers im Haus an der Straße La Serena in Las Condes zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Von Walter Krumbach

Hans Engelbreit (1928) trat 1948 in die Burschenschaft Araucania ein. Während seiner Laudatio trug Oscar Schilling einen ausführlichen Bericht über den Lebenslauf des Jubilars vor. Dabei verwies er auf die zahlreichen Gelegenheiten, bei denen Engelbreit sich für die Belange der Verbindung einsetzte. Schilling unterstrich dabei: «Wie treffend ist doch Dein Biername Angelus, der Engel, Sinnbild der Güte».

Oscar Schilling spricht die Laudatio für Hans Engelbreit in der Burschenschaft Araucania
Oscar Schilling spricht die Laudatio für Hans Engelbreit in der Burschenschaft Araucania

Und weiter: «Deine Bundesbrüderlichkeit hast du auch oft genug auf vollkommen anonyme Weise bewiesen, indem du in wirtschaftliche Not geratenen Bundesbrüdern geholfen hast oder zusammen mit deiner treuen Frau Hedy der treibende Motor gewesen bist, um andere Bundesbrüder zu animieren, und somit die nötige Hilfe stillschweigend zu bieten.»

Claus Behn hielt die Lobrede für Dr. Heinrich von Baer (1943). Er erinnerte an verschiedene Höhepunkte im studentischen und beruflichen Leben von Baers, wie dessen herausragende Tätigkeit als erster Sprecher der Araucania, seine Summa-cum-laude-Promotion in Hannover, seine Gründertätigkeit des Deutsch-Chilenischen Kulturinstitus in La Serena und sein langjähriges Amt als Rektor der Universidad de La Frontera in Temuco. Behn erwähnte ferner die Sociedad de Políticas Públicas, die von Baer ins Leben rief und wie er sich seitdem systematisch auf höchster Ebene für die Dezentralisierung der öffentlichen Angelegenheiten des Landes einsetzt. Dabei habe von Baer seine Vorhaben mit größter Risikobereitschaft in Taten umgesetzt.   

Engelbreit dankte, zunächst für «die wunderschöne Zeit», die er als Aktiver an der Araucania verbrachte und anschließend für Schillings Worte, wobei er seine Verwunderung über die zahlreichen Einzelheiten aussprach, die der Lobredner ins Gedächtnis gerufen hatte. 

Dr. Heinrich von Baer sprach in seiner Dankesrede sein Bedauern darüber aus, dass er aufgrund seines abgelegenen Wohnortes nicht oft genug an den Aktivitäten seiner Burschenschaft teilnehmen konnte. Seine Zugehörigkeit zu der Verbindung werte er als «einen bedeutenden Höhepunkt in meinem Leben», weshalb er ihr zu tiefem Dank verpflichtet sei. Er stellte die Frage auf, «ob wir als deutsch-chilenische Verbindung noch zeitgemäß sind» und hob hervor, dass er in ihrem Kreis gelernt habe, frei und ehrenhaft zu denken und zu handeln. Sein Werdegang, mit seinen Lücken und Lichtblicken, wäre nicht derselbe gewesen, wenn er nicht die Gelegenheit gehabt hätte, sich nach den dort erlernten ethischen Maßstäben zu richten. Ebenso wäre ohne die Schulung in der Burschenschaft sein akademischer Lebensweg nicht der gleiche gewesen. Seine Mitgliedschaft sei eine entscheidende Bereicherung in seinem Leben gewesen, wofür er der Araucania besonders dankbar sei.

Als Andenken an ihre Anerkennung erhielten Hans Engelbreit und Dr. Heinrich von Baer ein Diplom. Die 1896 gegründete Verbindung zählt somit nunmehr mit 37 Ehrenmitgliedern.   

 

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