Bundestagsdelegation informiert sich über duale Ausbildung und Lehrerbildung in Chile

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Rainer Spiering (MdB), Sabine Adrian (Botschaft Santiago), Sybille Benning (MdB), Marianne Schieder (MdB), Laura Doffing (Insalco), Rudolf Schwinghammer (Insalco), Ralph Lenkert (MdB), Kerstin Huber (LBI), Kai Gehring (MdB), Tankred Schipanski (MdB), Andreas Meyer (Bundestagsverwaltung), Inga Heuser (Wirtschaftsreferentin Botschaft Santiago)

Sieben Mitglieder des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags unter der Leitung von MdB Kai Gehring (Bündnis 90/Die Grünen) besuchten diesen Dienstag (11. Oktober) im Rahmen ihrer Informationsreise nach Chile in Santiago auch das Lehrerbildungsinstitut LBI/Universität Talca sowie das Berufsbildungszentrum Insalco, die im selben Haus untergebracht sind, und konnten sich so aus erster Hand über Fragen zur dualen Ausbildung vor Ort und zur Situation der deutschen Lehrerbildung in Chile ein Bild machen.

Was bewegt Schüler zur Aufnahme einer dualen Ausbildung im Ausland? Wie erleben sie den Ausbildungsalltag in Theorie und Praxis? Wie beurteilen Schüler die Anforderungen, die auch in sprachlicher Hinsicht an sie gestellt werden? Welche Perspektiven sehen sie für sich im Anschluss an die Ausbildung?

Diese und ähnliche Fragestellungen waren Teil eines Gesprächs der Abgeordneten mit aktuellen Insalco-Schülern. Dabei zeigten sich die Delegationsmitglieder durchwegs positiv beeindruckt von den Schilderungen der Schüler.

In anschließend angeregter Diskussionsrunde wurden Motive für duale Ausbildung ergründet, Perspektiven und Rahmenbedingungen einer Ausweitung diskutiert und weitere Förderungsmöglichkeiten besprochen. Dass duale Ausbildung einen erfolgreichen Beitrag zur wirtschaftlichen und damit auch gesellschaftlichen Eintwicklungen leisten kann, blieb dabei unbestritten.

Die Abgeordneten erhielten ebenso einen Einblick in die universitäre Lehrerbildung in Chile. Sie informierten sich über die unterschiedlichen Studiengänge für bilinguale Erzieherinnen, Grundschullehrer und DaF-Oberstufenlehrer, die das Lehrerbildungsinstitut LBI/Universität Talca in Santiago anbieten.

Besonders beindruckt zeigten sich die Besucher von den vielen Praktika, die bereits ab dem ersten Semester Teil der Studiengänge sind und vor allem aufgrund des ausgezeichnet funktionierenden Netzwerks mit den 23 deutschen Auslandsschulen, DSD Schulen und Pasch-Fit-Schulen in Chile dafür sorgen, dass die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer viel Praxiserfahrung bei ihrem Berufseinstieg mitbringen.

Die Bundestagsabgeordneten bekamen darüberhinaus einen Einblick in die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit des Lehrerbildungsinstitut LBI/Universität Talca mit den Bildungspartnern im deutschsprachigen Raum: alle Studierenden sind bis zu acht Monate an einer der zehn Partneruniversitäten, momentan halten sich vier Gaststudenten in Santiago auf, darüberhinaus besteht eine Germanistische Institutspartnerschaft mit der LMU München, mit der im Jahr 2017 ein gemeinsamer DaF Master angeboten werden soll.

Die Deutschen Schulen Chiles benötigen dringend deutschsprachige Lehrkräfte. Chile braucht einerseits Lehrer, die mit modernen und innovativen Methoden die Schüler auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten, und andererseits gut ausgebildete Fachkräfte für die Wirtschaft, um auf internationalen Märkten aktiv mitwirken zu können.  

Die Abgeordneten konnten sich davon überzeugen, dass das von der ZfA gefördete  Lehrerbildungsinstitut LBI/Universität Talca sowie das Berufsbildungszentrum Insalco dazu einen sehr wichtigen und nachhaltigen Beitrag leisten.

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