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Start der deutsch-chilenischen Plattform «PaNaBat»

Seit Februar 2026 läuft mit PaNaBat eine neue deutsch-chilenische Forschungsinitiative für nachhaltige Lithiumgewinnung. Ende Juli stellten die beteiligten Fraunhofer-Institute die Netzwerkplattform öffentlich vor.

Der Schlüsselrohstoff Lithium steht im Fokus der deutsch-chilenischen Netzwerkplattform PaNaBat.
foto: dpa

Die größere Unabhängigkeit von kritischen Rohstoffen ist ein zentrales Ziel von PaNaBat. Durch nachhaltigere Verfahren zur Lithiumgewinnung und moderne Recyclingtechnologien sollen Deutschland und Europa ihre Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Gleichzeitig sollen chilenische Unternehmen und Forschungseinrichtungen von neuen Technologien, Know-how und einer stärkeren internationalen Vernetzung profitieren.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Batterierohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel und Aluminium. Erforscht werden unter anderem effizientere Recycling- und Sortierverfahren sowie die automatisierte Demontage von Batterien. Wertvolle Materialien sollen möglichst so aufbereitet werden, dass sie direkt wieder in der Batterieproduktion eingesetzt werden können. Auch umweltschonendere Verfahren zur Herstellung von Lithiumprodukten, etwa auf Basis der direkten Lithiumextraktion, spielen eine Rolle.

Beteiligt sind auf chilenischer Seite die Universidad Católica del Norte mit ihrem Lithium-Forschungs-
zentrum sowie Fraunhofer Chile. In Deutschland arbeiten das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung mit. Letzteres koordiniert das Projekt.

Kern des Vorhabens ist eine Informations- und Vernetzungsplattform, die Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus beiden Ländern zusammenbringen soll. Bereits während der Aufbauphase sind erste Pilotprojekte vorgesehen. Später sollen weitere externe Partner und gemeinsame Forschungsprojekte hinzukommen. Begleitet wird PaNaBat zudem von einem deutsch-chilenischen Industriebeirat, dem vor allem mittelständische Unternehmen angehören. So sollen Forschungsergebnisse schneller in die industrielle Praxis gelangen und langfristig nachhaltigere Liefer- und Wertschöpfungsketten zwischen Chile und Europa entstehen.

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