HomeMagazin«Die Legende von Paul und Paula» (1973) von Heiner Carow

«Die Legende von Paul und Paula» (1973) von Heiner Carow

Klassiker des deutschen Kinos

Hay películas que trascienden con creces la época en que fueron realizadas. «La leyenda de Paul y Paula», dirigida por Heiner Carow en 1973, es una de ellas. Muestra una faceta de la antigua RDA que a menudo queda relegada en los debates políticos.

Für viele Menschen mit biografischen Verbindungen zu Deutschland – auch für jene, die die DDR-Zeit aus eigener Erfahrung oder durch Familiengeschichten kennen – ist dieser Film ein besonderes Zeitdokument. «Die Legende von Paul und Paula» zeigt das Alltagsleben, die Hoffnungen der Menschen, ihre Sehnsucht nach Glück und die kleinen Freiräume, die sie sich innerhalb eines festgelegten Systems suchten.

Eine Liebesgeschichte, die Geschichte schrieb
FOTO: DEFA-Stiftung / Herbert Kroiss, Manfred Damm

Im Mittelpunkt steht Paula, gespielt von Angelica Domröse. Sie ist eine selbstbewusste, lebensfrohe Frau, Mutter zweier Kinder und jemand, der trotz vieler Schwierigkeiten nicht aufgibt. Ihr Leben ist nicht perfekt, aber sie nimmt es an – mit Mut, Humor und einer großen Fähigkeit zu lieben. Paul, dargestellt von Winfried Glatzeder, lebt dagegen äußerlich erfolgreich und angepasst. Er hat eine sichere berufliche Stellung, eine Familie und gesellschaftliche Anerkennung – doch innerlich fehlt ihm etwas Entscheidendes. Die Begegnung mit Paula bringt sein geordnetes Leben durcheinander. Angelica Domröse macht Paula zu einer der eindrucksvollsten Frauenfiguren des deutschen Films. Sie spielt keine idealisierte Heldin, sondern eine Frau mit Stärke, Fehlern und großer Menschlichkeit. Winfried Glatzeder zeigt einen Mann, der erst durch die Liebe erkennt, dass ein erfülltes Leben mehr braucht als äußeren Erfolg. Ihre Liebe entspricht nicht den Vorstellungen von Vernunft und gesellschaftlicher Erwartung. Paula verlangt von ihm keine perfekte Fassade, sondern Ehrlichkeit. Sie steht für den Wunsch vieler Menschen, nicht nur eine Funktion zu erfüllen, sondern als Persönlichkeit gesehen zu werden.

Regisseur Heiner Carow gelingt es, eine persönliche Geschichte mit gesellschaftlichen Fragen zu verbinden. Der Film ist weder eine politische Anklage noch eine einfache Romanze. Er zeigt Widersprüche: Anpassung und Freiheit, Sicherheit und Sehnsucht, Pflicht und persönliches Glück. Gerade diese Zwischentöne machen den Film außergewöhnlich. 

foto: videobuster.de

Ein wichtiger Teil seines Erfolges ist auch die Musik. Die Rockband Puhdys prägt mit ihren Liedern die Atmosphäre des Films und verleiht ihm eine jugendliche, moderne Energie. Für viele Zuschauer wurde die Musik zu einem Symbol einer Generation, die nach eigenen Ausdrucksformen suchte.

Heute ist der Film ein Stück deutscher Kulturgeschichte – und gleichzeitig eine zeitlose Erzählung über die wichtigste Frage jedes Menschen: Was bedeutet es, wirklich glücklich zu sein?

Ein Film voller Wärme, Musik und Melancholie – eine Legende, die auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Kraft verloren hat.

Kostenlos auf Youtube: 

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