Mikael Birchmeier-Epprecht – ein Ausnahmetalent mit Schweizer Wurzeln
Para el joven compositor Mikael Birchmeier-Epprecht se hace realidad un sueño extraordinario: el músico ha sido admitido en el programa de grado en Composición y Teoría Musical de la Universidad de Música y Artes Escénicas de Viena. Esta institución, de gran tradición, es una de las universidades de música más importantes y exigentes de Europa y ha formado a generaciones de compositores, directores de orquesta y solistas de renombre internacional.

Mikael wuchs in der Nähe von Puerto Varas in der Región de Los Lagos auf. Seine musikalische Ausbildung begann er 2016 als Neunjähriger im Kinderchor der Escuela de las Artes des Teatro del Lago in Frutillar. Bereits zu dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft für das Komponieren und schrieb früh erste eigene Werke. «In meiner Familie wurde viel Musik gehört, sowohl klassische deutsche und österreichische Musik als auch chilenische Folklore. Als Kleinkind, ich war etwa zweieinhalb Jahre alt, wollte ich wieder und wieder Beethovens 9. Sinfonie hören. Ich habe diese Musik immer geliebt und bewundert und wollte auch Komponist werden», erzählt der junge Mann. «Der Impuls, Musik zu komponieren, wurde mit den Jahren immer stärker.» Es folgte eine vielseitige Ausbildung in Violine, Viola, Klavier, klassischem Gesang und Musiktheorie. Nach der Schlieβung der Escuela de las Artes im Jahr 2023 setzte er seine Ausbildung bei renommierten chilenischen Komponisten fort, darunter Sebastián Errázuriz und Joakín Bello. Außerdem gehörte er 2023 dem Jugendorchester der Región de Los Lagos an, einem Programm der Fundación de Orquestas Juveniles e Infantiles de Chile.
Nicht weniger außergewöhnlich verlief seine schulische Laufbahn. Die gesamte Oberstufe absolvierte er im Selbststudium und legte die Abschlussprüfungen extern ab. Bei der Hochschulaufnahmeprüfung PAES erzielte Mikael 2024 bei den beiden Pflichtprüfungen Mathematik und Leseverständnis sowie bei der Wahlprüfung Geschichte Ergebnisse, die zu den besten ein Prozent gehörten.

Parallel dazu setzte er seine musikalische Ausbildung fort. 2024 studierte er Klavier am Konservatorium für Musik und Bildende Kunst in Puerto Varas. 2025 begann er sein Studium am Instituto de Música der Pontificia Universidad Católica de Chile, wo er als bester Bewerber seines Jahrgangs aufgenommen wurde und während beider Semester den höchsten Notendurchschnitt erzielte.
Darüber hinaus belegte er bereits Lehrveranstaltungen höherer Semester und überzeugte auch dort mit Spitzenleistungen.
Auf Empfehlung seiner Professoren stellte er sich schon nach kurzer Zeit der Aufnahmeprüfung der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, eine der renommiertesten Ausbildungsstätten dieser Art. Das Auswahlverfahren bestand er erfolgreich – eine beachtliche Leistung angesichts der internationalen Konkurrenz. Von den zwölf Studenten, die 2026 für das Kompositionsstudium aufgenommen wurden, hatten sechs zuvor bereits ein Jahr lang das Vorbereitungskolleg der Universität besucht. Mikael gehörte nicht zu diesem Programm, sondern wurde direkt zugelassen. Ab Oktober diesen Jahres wird er den zehnsemestrigen Diplomstudiengang absolvieren, der mit dem akademischen Grad Magister Artium abschließt.
Mit seiner Aufnahme an einer der renommiertesten Musikhochschulen Europas steht dem jungen Komponisten nun ein wichtiger Karriereschritt bevor. Für die Finanzierung des ersten Studienjahres und des Umzugs nach Wien wurde in Frutillar ein Unterstützungskomitee gegründet, das Spenden sammelt, bis Stipendien und weitere Fördermöglichkeiten greifen.
«Jeder Beitrag, ob groß oder klein, bringt einen jungen chilenischen Komponisten seinem Ziel näher, sein Talent in Wien, der historischen Hauptstadt der westlichen Musik, zu entfalten. Was heute wie der Traum eines Einzelnen erscheint, kann morgen zum Stolz einer ganzen Gemeinschaft werden.», unterstreicht das Comité de Apoyo a Mikael Birchmeier-Epprecht.
Wer ihn auf seinem Weg nach Wien unterstützen möchte, kann dies über das eigens eingerichtete Konto des Unterstützungskomitees tun:
Kontoinhaber: Mikael Birchmeier Epprecht
BancoEstado – Cuenta RUT
RUT/Kontonummer:
22.216.793-0
Kontakt: mikaelbe.com / mikael@mikaelbe.com
Familiengeschichte
Auch die Familiengeschichte des Komponisten ist eng mit der deutschsprachigen Einwanderung nach Chile verbunden. Von seinen 16 Ururgroßeltern stammten drei aus der Schweiz und zwei aus Deutschland.
Die schweizerische Linie führt zu den Ururgroßeltern Paul und Kunigunde Birchmeier, die 1841 und 1842 geboren wurden. Sie gehörten zu den Schweizer Siedlern, die 1883 ihre Heimat im Kanton Aargau verließen und Anfang 1884 im Rahmen der staatlichen Förderung nach Chile auswanderten. Nach einer mehrwöchigen Überfahrt erhielten sie Land in der heutigen Región de La Araucanía, wo sie sich als Bauern eine neue Existenz aufbauten. Ihre Geschichte ist durch Briefe an die Verwandtschaft in der Schweiz gut dokumentiert. Sie waren die Eltern von Friedrich Birchmeier (geboren 1869), der die ebenfalls aus der Schweiz stammende Therese Deppeler (geboren 1875) heiratete, die mit demselben Schiff nach Chile eingewandert war. Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor, die auf unterschiedlichen Familienlinien zu Mikaels Vorfahren zählen.
Spätere Generationen zogen weiter nach Süden, in die Region um den Llanquihue-See und nach Frutillar – jenem Ort, der heute als «Stadt der Musik» weit über Chile hinaus bekannt ist. Auch Mikaels zweiter Familienname, Epprecht, ist schweizerischen Ursprungs und geht auf einen Vorfahren zurück, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Chile auswanderte.
Die beiden deutschen Ururgroßeltern kamen im Zuge der deutschen Einwanderung des 19. Jahrhunderts nach Valdivia. Damit vereinen sich in der Familie von Mikael Birchmeier-Epprecht zwei der wichtigsten europäischen Einwanderungsströmungen, die die kulturelle Entwicklung des chilenischen Südens nachhaltig geprägt haben.



