Ferrán Torres (26), Stürmer des FC Barcelona, erzielte in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 1:0 gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien. Ein spannendes und hart umkämpftes Spiel, das Spanien zum verdienten Weltmeister krönte.
In acht Partien innerhalb von fünf Wochen hat Spanien Länder wie Argentinien, Frankreich, Belgien und Portugal geschlagen und dabei nur ein einziges Tor kassiert. Unai Simón (29) heißt der Held im Tor der Spanier.

Argentinien war trotz Lionel Messi im Endspiel kein wirklicher Gegner. Die Südamerikaner hatten schwachen Ballbesitz und erspielten sich keine einzige klare Torchance.
Die «La Roja» ist nach 16 Jahren – nach dem WM-Titel 2010 in Südafrika – zum zweiten Mal Weltmeister und zugleich aktueller Europameister. Großen Anteil am Erfolg hatte auch Trainer Luis de la Fuente, der seit vier Jahren im Amt ist.
Der Franzose Kylian Mbappé (29) wurde vor Lionel Messi Torschützenkönig der WM in den USA. Mit zehn Treffern bei diesem Turnier und insgesamt 22 WM-Toren stellte er einen neuen Rekord über drei Weltmeisterschaften auf.
Es war ein gelungenes Fußballfest, doch hinter den Kulissen gab es Proteste wegen der enorm hohen Ticketpreise. Der Weltverband kassierte kräftig. Laut Medienberichten kosteten Eintrittskarten für das Finale im Durchschnitt rund 8.000 US-Dollar. Volle Kassen für die Fifa dank des «Dynamic Pricing» -Verkaufssystems, bei dem sich die Preise nach Angebot und Nachfrage richten.
Laut dem Kicker-Magazin lagen die teuersten Tickets bei fast 30.000 US-Dollar – und das für Plätze im Oberrang weit entfernt vom Spielfeld. Plätze direkt am Rasen kosteten zwischen knapp 15.000 und 285.000 US-Dollar. Ein absoluter Wahnsinn, der dem Fußballsport keinen Gefallen tut. Für den normalen Fan waren diese Preise schlicht unbezahlbar. Ausverkauft schien das New Yorker Stadion dennoch nicht gewesen zu sein.
Auch das Fernsehen verdiente kräftig mit – die einzige Möglichkeit für Tausende von Anhängern, die Spiele zu verfolgen. Nach Angaben des chilenischen Fernsehens war noch vor dem Finale die Partie Deutschland gegen Paraguay mit fast vier Millionen Zuschauern das meistverfolgte Spiel des Landes.
Neu waren die hohe Zahl von 48 Teilnehmern, die längere Gruppenphase und insgesamt 104 Spiele – aus Sicht vieler Beobachter deutlich zu viele. Auch die «Cooling Breaks» wirkten eher wie eine Marketingmaßnahme als eine sportliche Notwendigkeit. Dennoch denkt die Fifa bereits darüber nach, die Teilnehmerzahl erneut zu erhöhen – ein abenteuerlicher und riskanter Gedanke. Vorerst bleibt jedoch alles beim Alten bis zur nächsten Weltmeisterschaft 2030 in Spanien und Marokko.
Die sportliche Bilanz auf dem Spielfeld fällt positiv aus. Abseits des Rasens hingegen gab es weniger erfreuliche Schlagzeilen – insbesondere nach der Trump-Affäre und dem Versuch, eine Schiedsrichterentscheidung zu beeinflussen. Beschämend.
Und was passiert in Deutschland? Trainer Julian Nagelsmann hat abgesagt. Derzeit laufen intensive Gespräche mit dem erfolgreichen Vereinstrainer Jürgen Klopp, dem ehemaligen Coach des FC Liverpool. Noch ist nichts entschieden, doch vieles deutet auf diese Lösung hin. Er könnte der richtige Mann sein..
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