«Ich fahre zu den Olympischen Jugendspielen!?»
Laura Fingerhuth von Frey tiene 17 años y cursa 3° Medio en el Colegio Alemán de Valparaíso. Pero no solo enfrenta las exigencias escolares —sus asignaturas favoritas son Biología y Educación Física—, sino que también combina sus estudios con la natación de alto rendimiento: es seleccionada nacional. Recientemente fue nominada para representar a Chile del 30 de octubre al 13 de noviembre de 2026 en los Juegos Olímpicos Juveniles de Dakar, Senegal. En el Cóndor cuenta su historia.
Die ersten Bahnen am Lago Villarrica
Ich fahre zu den Olympischen Jugendspielen!? Als mein Trainer Oscar Rubio mir diese Nachricht überbrachte, konnte ich es kaum glauben: Ich war nominiert worden, Chile bei den kommenden Olympischen Jugendspielen 2026 in Dakar, Senegal, zu vertreten. Es war die schönste Nachricht, die ich je bekommen hatte!

Ich habe drei jüngere Geschwister, die – wie ich – die Deutsche Schule Valparaíso besuchen. Auch sie treiben Sport, allerdings nicht Schwimmen. Meine Eltern sind ebenfalls keine Schwimmer gewesen. Ihnen habe ich sehr viel zu verdanken, denn sie sind eine wichtige Stütze in meinem Leben als Sportlerin. Meine Geschichte begann während der Sommerferien am Lago Villarrica bei Pucón. Dort verbrachte ich ganze Tage am See und veranstaltete mit meinen Cousins Schwimmwettbewerbe. Ich beherrschte damals nur die Grundlagen, ich wusste noch nicht einmal, wie man richtig ins Wasser springt. Im selben Jahr meldete mich meine Mutter für die Schwimmmannschaft meiner Schule an. Nach einigen Monaten wurde ich zum Verein Mako’s eingeladen, bei dem ich bis heute trainiere.
Training zwischen Schule und Leistungssport
Am Anfang schwamm ich zwei- bis dreimal pro Woche. Heute trainiere ich neunmal wöchentlich – mit Einheiten am Morgen, am Nachmittag und zusätzlichem Kraft- und Konditionstraining. Das Praktische ist, dass mein Verein im Schwimmbad meiner Schule trainiert. Nach dem Unterricht kann ich direkt zum Training gehen und verliere keine Zeit durch Fahrten. Außerdem wohne ich nur drei Minuten von der Schule entfernt. Als ich jünger war, machte ich Kunstturnen in der Schule. Irgendwann musste ich mich entscheiden, denn zwei Sportarten auf diesem Niveau waren zu viel. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich für das Schwimmen entschieden habe, denn es ist das, was ich liebe und was mir am meisten Freude macht. Die vielen Erfahrungen, Reisen und Wettkämpfe, die man durch den Sport erleben darf, sind einfach unglaublich!
Der Traum von Dakar

Meinem Trainer Oscar Rubio verdanke ich sehr viel. Seine Arbeit, sein Einsatz, die gemeinsamen Reisen und die Unterstützung bei Wettkämpfen und im Training sind für mich ganz wichtig gewesen. Durch unsere gemeinsame Arbeit konnte ich mich sportlich sehr weit entwickeln. Heute bin ich Mitglied der chilenischen Nationalmannschaft, halte mehrere nationale Rekorde und habe bereits an internationalen Wettkämpfen in der Jugend- und Erwachsenenklasse teilgenommen – darunter Südamerikanische Schul- und Jugendmeisterschaften, die Bolivarischen Spiele und ODESUR-Wettbewerbe.
Beim Schwimmen gibt es vier Stilarten: Schmetterling, Brust, Kraul und Rücken. Ich werde in der Disziplin Brustschwimmen antreten, meinem stärksten Stil. Beim Schwimmen hat man viel Zeit zum Nachdenken: Unter Wasser hört man nichts außer der eigenen Atmung und dem Geräusch des Wassers. Diese Momente genieße ich sehr, weil ich dann nicht an die Schule oder andere Probleme denke.
Nun beginnt für mich die Vorbereitung auf die Olympischen Jugendspiele in Dakar 2026. Bis November stehen intensive Trainingsmonate mit Reisen nach Santiago und täglichen Trainingseinheiten bevor. Mein Ziel ist es, mich ständig weiterzuentwickeln und bestmöglich vorbereitet nach Dakar zu reisen.
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Fotos: privat



