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Blu-Ray-Report – «Easy Rider» von Dennis Hopper 

Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) schmuggeln auf ihren Motorrädern Kokain von Mexiko in die USA, wo sie die Ware in Los Angeles mit einem beträchtlichen Gewinn verkaufen. Nun fahren sie nach Arizona. Aufgrund ihres hippiemäßigen Erscheinungsbildes werden sie von einem Motel abgewiesen, weshalb sie auf offenem Feld nahe der Autobahn übernachten. Am Lagerfeuer planen sie, nach New Orleans zu fahren, wo sie am Mardi-Gras-Karneval teilnehmen wollen. Am nächsten Tag nimmt Wyatt einen Hippie-Anhalter mit, der das Paar zu seiner Kommune führt, wo sie einige gemütliche Stunden verbringen. Bei der Weiterreise treffen Wyatt und Billy auf eine Parade in einem Dorf, der sie sich anschließen. Da sie sich für die Teilnahme nicht angemeldet hatten, werden sie von der Polizei festgenommen und ins Gefängnis gesperrt. Hier lernen sie den Anwalt George Hanson (Jack Nicholson) kennen, der wegen Trunkenheit einsitzt. Hanson hat Beziehungen und macht diese geltend, damit beide wieder freikommen, worauf sie ihn mitnehmen. Die anfangs idyllische Reise des Trios, das sich am Rande der Gesellschaftskonventionen bewegt, sollte sich aber bald in einen Albtraum verwandeln. 

Die Schilderung der Reisenden, die mit Kokain handeln, Marihuana rauchen, auf ihren Chopper-Motorrädern mit den typischen überdimensionalen Vorderradaufhängungen aparte Landschaften erkunden, eine Hippie-Kommune besuchen, viele Bekanntschaften machen und ins Gefängnis geworfen werden, wurde zum Porträt einer Epoche und genießt heute Kultstatus. Schon allein die eingängige Popmusik, die zu den Fahrten über die Autobahnen erklingt, weckt die Nostalgie zu den 1960er Jahren. Der Film ist ein typischer «Roadmovie», ein Genre, das damals aufkam und dessen Handlung überwiegend auf Autobahnen oder Landstraßen spielt. Im Übrigen wird man das Gefühl nicht los, dass es sich um einen Western handelt, bloß dass die Pferde durch Motorräder ausgetauscht worden sind. Dazu heißen die Hauptfiguren Wyatt und Billy, wie Wyatt Earp und Billy the Kid.  

Die Bildqualität der Blu-Ray ist gut. Sie hat satte, zum Teil kräftige Farben, obwohl stellenweise störende Grobkörnigkeit aufkommt. Der Ton fällt durch einen sorgfältigen Aufbau des Raumklangs angenehm auf. 

Als Bonus liegt der einstündige Dokumentarfilm «Shaking the Cage» bei, eine Art Making-Of, in dem verschiedene Mitwirkende über die Dreharbeiten plaudern. Hopper und Fonda erzählen, wie sie das Konzept ausarbeiteten. Ihr Hintergedanke war, eine Story zu erzählen, die «unserer Realität» entsprach, im Gegensatz zu den banalen Streifen, die damals in Mode waren, wie «Pillow Talk». Der Bericht vermittelt einen lebendigen Eindruck des Drehs, der informative Meinungen weiterer Mitarbeiter enthält, wie der Darstellerin Karen Black und dem Kameramann László Kovács.  

Zum Film kann ein Kommentar Dennis Hoppers, in dem viel Wissenswertes zutage kommt, auf Englisch mit Untertiteln in verschiedenen Sprachen zugeschaltet werden. Der Bericht des Regisseurs ist eine wahre Fundgrube für Nostalgiker der ausgelassenen Hippie-Zeit.

«Easy Rider», USA, 1969 Regie: Dennis Hopper Produktion: Peter Fonda, William Hayward, Bert Schneider Drehbuch: Dennis Hopper, Peter Fonda, Terry Southern Kamera: László Kovács Ton: Le Roy Robbins Schnitt: Donn Cambern Musik: Steppenwolf u. a. Mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Karen Black u. a. Spieldauer: 1 Stunde 34 Minuten

Bild ***

Ton ***

Darbietung ****

Extras ***

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