Fernando Rojas Ochagavía ha contribuido a transformar la educación superior en Chile mediante la implementación de un modelo de formación dual inspirado en el sistema alemán. El decano de la Facultad de Ingeniería de la Universidad del Desarrollo impulsa desde hace años una mayor vinculación entre la academia, el mundo empresarial y la innovación. Ahora postula al directorio de la Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria (AHK Chile) con el objetivo de seguir fortaleciendo esta cooperación.

Warum lernt ein chilenischer Bauingenieur Deutsch? Im Fall von Fernando Rojas hat dies mit der Universidad del Desarrollo und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu tun: Die Universität, an der Rojas seit 2016 als Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und als Dozent für Betriebswirtschaft, Unternehmensführung und strategische Planung tätig ist, unterzeichnete vor sechs Jahren ein Kooperationsabkommen mit dieser deutschen Hochschule. Gemeinsam wurde ein neues Programm entwickelt, welches das duale Modell, das parallel theoretischen und praktischen Unterricht bietet, zur Grundlage hat und erstmals in Chile in Universitätsstudiengängen angewendet wird. Dazu hat Fernando Rojas maßgeblich beigetragen.
«Die große Mehrheit der Unternehmen sucht heute nach Absolventen, die nicht erst noch angelernt werden müssen, sondern sofort Verantwortung übernehmen können. Die Berufswelt entwickelt und verändert sich so rasant schnell, dass praktische Erfahrung immer notwendiger wird. Das Programm wurde an die chilenischen Gegebenheiten angepasst und ist seit 2021 fester Bestandteil aller Studiengänge der Fakultät», erklärt er. «Heute bieten mehr als 60 Unternehmen praktische Dualausbildung für unsere Studenten an, darunter die Clínica Alemana, Aguas Andinas, Arauco, Colbún und EY.»
Im Rahmen dieses «Ingenieurwesen im Unternehmen» genannten Projekts kam es zu engen Kontakten mit der AHK Chile, mit den Kollegen aus Mannheim und zu gegenseitigen Besuchen. «Ich konnte das duale Ausbildungsmodell hautnah kennenlernen und viel über die Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten lernen. Dies hat mein Interesse an Deutschland verstärkt. So erlerne ich jetzt die deutsche Sprache.»
Ein ganz besonderes Anliegen ist es ihm, mit seiner Berufserfahrung Wirkung in der Öffentlichkeit zu erzielen und zur Entwicklung des Landes beizutragen. Der 1974 geborene Bauingenieur absolvierte an der Harvard University in Boston einen Masterstudiengang in Öffentlicher Politik, war während der ersten Amtszeit von Präsident Piñera Staatssekretär im Bildungsministerium und ist heute Vorstandsvorsitzender des Konzessionsunternehmen für Sanitärdienstleistungen in neun Regionen des Landes (Econssa), Vorstandsmitglied von ITrend (Institut für Resilienz) und Teil der Arbeitsgruppe Innovation der AHK Chile.
Nun bewirbt er sich als Kandidat für den Vorstand der Kammer. Das Gremium wird am 25. Juni im Rahmen der Jahreshauptversammlung gewählt. «Ich möchte über die Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor, der Privatwirtschaft und den Hochschulen zu vertiefen und den Technologietransfer und die Innovation zu fördern, zum Wohl unserer beiden Länder.»



