HomeMagazinGesundheitRegierung ehrt Fernando Mönckeberg zu seinem 100. Geburtstag

Regierung ehrt Fernando Mönckeberg zu seinem 100. Geburtstag

Neue Auszeichnung mit Namen des Mediziners geplant

Su notable labor en el campo de la desnutrición infantil puso término a un flagelo que año a año cobraba un sinnúmero de vidas de niños. Su constante trabajo en terreno, coordinado con sus investigaciones científicas, lograron subir la esperanza de vida en Chile de 32 años en 1952 a 82 en la actualidad. En la víspera de su centésimo cumpleaños, el Gobierno honró al Dr. Fernando Mönckeberg con un reconocimiento en el Palacio de la Moneda, en un acto a cargo del Presidente José Antonio Kast y la ministra de Salud May Chomalí.  

Anlässlich seines bevorstehenden 100. Geburtstags – den er am 26. Juni feiern wird – wurde der Arzt und Wissenschaftler Fernando Mönckeberg am 2. Juni im Präsidentenpalast La Moneda von Präsident José Antonio Kast und Gesundheitsministerin May Chomalí empfangen und für sein Lebenswerk geehrt. 

Gesundheitsministerin May Chomalí und Präsident José Antonio Kast würdigten Fernando Mönckebergs Lebenswerk. Der Mediziner und Ernährungsexperte lehrte über drei Jahrzehnte an der Universidad de Chile, beriet internationale Organisationen wie die UNO, die FAO, Unicef und die WHO und erhielt zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland.
foto: Ministerio de Salud de Chile

Im Jahr 1952 lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Chile bei lediglich 32 Jahren. Der Einsatz Mönckebergs und seiner Mitarbeiter trug wesentlich dazu bei, die Lebensbedingungen und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, sodass heute die durchschnittliche Lebenserwartung 82 Jahre beträgt. 

Die Überwindung der Krise der Unterernährung in Chile ist maßgeblich dem Wirken von Fernando Mönckeberg zu verdanken. Präsident Kast würdigte diese Leistung mit den Worten: «Sie haben verstanden, dass dies kein politischer Kampf war. Es war ein Kampf ums Leben, ein Kampf um die Familie, und Sie haben auch erkannt, dass es nicht nur ein Gesundheitsproblem war, und das ist das Unglaubliche daran. Aber Sie sagten: Nein, dies ist neben einem Gesundheitsproblem auch ein soziales Problem, nämlich die Armut der Betroffenen.»

Zwei Jahre unter den Ärmsten

Fernando Mönckeberg wurde Anfang der 1950er Jahre, als junger Arzt, der sich soeben für die Kinderheilkunde als Fachrichtung entschieden hatte, mit der Unterernährung der armen Bevölkerungsschicht konfrontiert. In einem Cóndor-Interview erzählte er im Jahr 2019: «Ein Kommilitone, der einen ausgeprägten Sinn für Sozialarbeit hatte, lud mich ein, ihn zum Stadtteil  La Legua in Santiago zu begleiten.» Der Ausflug wurde zum Schlüsselerlebnis: «Das war meine erste Erfahrung mit der Unterernährung. Zwei Jahre verbrachte ich mit jener Wirklichkeit unseres Landes.» So gut wie die Hälfte der chilenischen Kinder starb damals vor dem 15. Lebensjahr. «Die Erwachsenen waren klein, sie hatten kurze Beine, was eine Folge der chronischen Unterernährung ist», erläutert er. Um diese extreme Not ändern zu können, brauchte man Zeit, Geldmittel und Durchhaltevermögen. 

Die Ergebnisse liegen auf der Hand: Zwei Generationen später stieg die Körperlänge um 25 Zentimeter. In jener Zeit war die Armut in Chile außerordentlich groß. «Wir waren wahrscheinlich das ärmste Land der Region», schätzt der Wissenschaftler. 

Forschung durch Spenden 

In diesem Umfeld stellte er fest, «welch einen Schaden die Armut den Menschen während ihrer frühen Lebensjahre zufügt». Er stellte sich nun die Frage, was anhand dieser hoffnungslosen Situation zu tun sei. Seine Schlussfolgerung war, dass man wissenschaftlich vorgehen müsste, um der Problematik Herr zu werden. 

Damals gab es in Chile keine Einrichtung, die über Mittel verfügte, um Forschungen zu betreiben. Dieses Problem konnte er nach einiger Zeit jedoch in den Griff bekommen. Als er mehrere Abhandlungen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht hatte, wurden ausländische Institutionen auf ihn aufmerksam. So erhielt er von der Guggenheim Foundation ein Stipendium und hielt sich zwei Jahre in den USA auf. Die wichtigste Erkenntnis bei diesem Aufenthalt war für ihn, festzustellen, wie die Institutionen, die die Forschung unterstützen, dabei vorgehen, wie die Rockefeller Foundation oder die Ford Foundation.     

Mönckeberg machte sich an die Arbeit und konnte tatsächlich eine beträchtliche Summe von Spenden sammeln. Diese ermöglichten ihm nach seiner Rückkehr nach Chile, eine Gruppe von Experten aus den Gebieten der Biologie und der Psychiatrie zusammenzuführen, um den verschiedenen Faktoren, die die Armut und die Unterernährung verursachen, auf den Grund zu gehen. Hieraus entstand mit der Zeit ein effizientes Arbeitsteam, das im Jahr 1974 das Inta (Instituto de Nutrición y Tecnología de los Alimentos) gründete. Im Jahr darauf folgte die Eröffnung der Corporación de la Nutrición Infantil (Conin), einer Einrichtung, die sich gezielt dem Thema der Unterernährung der Kinder widmete. 

18 Jahre kontinuierliche Arbeit

Während der Militärregierung konnten Mönckeberg und seine Mitstreiter 18 Jahre kontinuierlich an einer grundlegenden Verbesserung der Zustände arbeiten. Dieser lange Zeitraum war eine entscheidende Voraussetzung dafür. «Bei Regierungen, die lediglich für vier Jahre gewählt werden, muss man vor jeder dieser Perioden den Behörden alles neu erklären und sehen, dass die Projekte aufrechterhalten werden», wie der Arzt feststellte. 

Diese Kontinuität wirkte sich auch äußerst positiv auf die Forschungen aus. Eine der Ursachen der Unterernährung war ein Teufelskreis von fehlender Bildung und extremer Armut und Not. 

Fernando Mönckebergs Leistungen wurden im Jahr 2005 mit dem Premio Bicentenario und 2012 mit dem Nationalpreis für Medizin ausgezeichnet. 2019 verlieh ihm der Deutsch-Chilenische Bund die Vicente-Pérez-Rosales-Medaille. 

Fernando-Mönckeberg-Preis

Im Rahmen des Festakts in der Moneda blieb es übrigens nicht allein bei der Ehrung des Wissenschaftlers. May Chomalí nutzte die Gelegenheit, um bekanntzugeben, dass der Entwurf zur Schaffung eines Fernando-Mönckeberg-Preises derzeit der Contraloría General de la República zur Prüfung vorliegt. Die Gesundheitsministerin erklärte: «Dieser Preis wird nicht für Initiativen zur Bekämpfung der Kinderunterernährung verliehen, denn dieses Ziel wurde dank Ihres Wirkens und Ihrer Leistungen erreicht. Vielmehr wollen wir damit jene Initiativen auszeichnen, die Lösungen für das heutige Problem der Fehl-
ernährung finden – die Kinderadipositas. Auch dieses Thema müssen wir aus der Perspektive der öffentlichen Gesundheitspolitik betrachten, die Ursachen gründlich untersuchen, die verschiedenen Institutionen des Landes zusammenbringen und eine ebenso wirksame Politik umsetzen, wie Sie sie einst im Kampf gegen die Unterernährung geschaffen haben.»

Quelle: www.minsal.cl

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