El proyecto, ubicado en el Parque Laguna Carén de la Universidad de Chile, fue desarrollado por Fraunhofer Chile, con el apoyo del Centro de Energía de la Universidad de Chile, y busca validar el uso de energía térmica renovable en sectores clave como la minería y la agroindustria. La planta está diseñada para ser una infraestructura experimental flexible, capaz de combinar actividades de investigación aplicada, formación académica y colaboración con la industria.

Im Parque Laguna Carén wurde am 18. Mai das erste Fresnel-Dampfkraftwerk eingeweiht – ein Meilenstein in der Entwicklung und Forschung im Hinblick auf die Energiewende des Landes. Es handelt sich um ein landesweit einzigartiges Pilotprojekt zur Erforschung der Integration von thermisch betriebenen Technologien aus erneuerbaren Energien. Das System erzeugt Dampf direkt aus Sonnenenergie, der für verschiedene industrielle Anwendungen genutzt werden kann. Ziel ist, den Einsatz konzentrierter Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Dampf und Wärme für industrielle Prozesse zu erproben und dabei technische Erkenntnisse zu gewinnen, die eine Skalierung und künftige großtechnische Anwendung erleichtern.
Nach zehnmonatiger Umsetzung durch Fraunhofer Chile nahmen an der offiziellen Einweihung die deutsche Botschafterin in Chile, Susanne Fries-Gaier, die Rektorin, der Dekan sowie der Leiter des Energiezentrums der Fakultät für Physik und Mathematik der Universidad de Chile, Rosa Devés, Francisco Martínez und Willy Kracht, der Regionalminister für Energie der Región Metropolitana, Ignacio Tapia, sowie der Direktor von Fraunhofer Chile, Frank Dinter teil.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, das die Initiative im Rahmen des deutsch-chilenischen Forschungsprogramms «Power-to-MEDME» mit 400 Millionen Pesos finanziert hat, und von der Universidad de Chile bei der Ansiedlung im Parque Laguna Carén der Universidad de Chile unterstützt.
Fresnel-Solarkonzentrations-Technologie
Die Fresnel-Technologie basiert auf der Verwendung von flachen oder leicht gewölbten Spiegeln, um die Sonnenstrahlung auf ein feststehendes, darüber angeordnetes Empfangsrohr zu bündeln. In dem Rohr wird Wasser erhitzt, bis Dampf entsteht. Diese Entwicklung zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit, niedrige Installationskosten und einfache Bedienung aus.

Ziel des Projekts ist die Evaluierung der Fresnel-Technologie unter realen Betriebsbedingungen sowie die Analyse ihrer Integration in erneuerbare Energiesysteme. Die Ergebnisse werden anhand von Leistungsindikatoren dokumentiert und sollen Industrie und Forschung als Grundlage für zukünftige Anwendungen und Produktionsskalierungen dienen.
Strategische Bedeutung
Weltweit entfallen fast 75 Prozent des Energieverbrauchs der Industrie auf die Erzeugung von Wärme oder Dampf, die überwiegend durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Gas, Diesel oder Kohle erzeugt wird. Solardampf bietet
sich als praktikable Alternative an, um diese Brennstoffe in Temperaturbereichen von 100 bis 200 Grad zu ersetzen.
Der Betrieb dieser Anlage wird entscheidend dazu beitragen, Hindernisse für den Einstieg in die erneuerbare Wärmeversorgung in Chile abzubauen. Dies geschieht auf drei Ebenen: Erfassung realer Daten zu Energieerzeugung, Effizienz und Wasserverbrauch unter lokalen klimatischen Bedingungen; Validierung von Modellen, die es Unternehmen ermöglichen, die Auswirkungen dieser Technologie im großen Maßstab in ihren eigenen Anlagen präzise zu simulieren, sowie zur Unterstützung von Investitionsentscheidungen. «Für uns ist es sehr wichtig, schrittweise zu Anwendungen überzugehen, die ein semi-industrielles oder Pilotpotenzial haben und der Größenordnung dieser Anlage entsprechen», erklärte der Direktor des Energiezentrums der Universidad de Chile, Willy Kracht.
Innovation im Energiebereich
Im Gegensatz zur Photovoltaik muss die Solarthermie an jeden einzelnen Produktionsprozess angepasst werden. Dies hat ihre Verbreitung trotz ihres hohen Potenzials bisher eingeschränkt. Daher zielt das Projekt darauf ab, diese Lücke zu schließen, damit die heimische Industrie durch die Erfassung realer Daten diese Technologie nutzen kann und die Unsicherheit für zukünftige Investoren verringert wird.
Die Rektorin der Universidad de Chile, Rosa Devés, wies darauf hin, dass «die Kreislaufwirtschaft, die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und die Dezentralisierung der Energieversorgung Teil des neuen Szenarios sind, dem wir uns stellen müssen». Sie betonte: «In den vergangenen Jahren haben wir gelernt, dass die Energiewende nicht nur eine technische Herausforderung ist, sondern auch ein sozialer, kultureller und institutioneller Prozess. Chile hat das Potenzial, auf globaler Ebene zu diesem Prozess beizutragen, doch dafür sind Investitionen in die Wissenschaft, politischer Wille und vor allem ein solides Netzwerk strategischer internationaler Zusammenarbeit erforderlich.»
Der Direktor von Fraunhofer Chile, Frank Dinter, unterstrich: «Mit diesem Projekt soll die angewandte Forschung direkt mit den konkreten Herausforderungen der Industrie verknüpft werden. Es ist ein Ort der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft, der es nicht nur ermöglicht, erneuerbare Energien in industrielle Prozesse zu integrieren, die Wärme benötigen, sondern auch die Abhängigkeit von den Schwankungen der internationalen Gas- und Dieselpreise verringert, von denen thermische Prozesse abhängen.».
Quelle und Fotos: Fraunhofer Chile



