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Thursday, 18. June 2026
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Clara Schumann zum 130. Todestag

Pianistin, Ehefrau, Mutter, Krankenpflegerin

La esposa de Robert Schumann fue una de las pianistas más dotadas del siglo XIX. Su vida estuvo marcada por el sacrificio: apoyó incondicionalmente a su marido durante el proceso de deterioro mental del compositor hasta su trágico final, crió a ocho hijos y contribuyó en forma sustancial al estrecho presupuesto familiar con extenuantes giras de concierto. 

Im Jahr 1828 nahm Friedrich Wieck in seinem Haus in Leipzig Robert Schumann auf. Der junge Mann wollte Pianist werden und der Musikpädagoge Wieck war der Ansicht, dass sein Talent vielversprechend war. Schumann wohnte im Familienhaus, was damals durchaus üblich war. 

Clara Schumann im Jahr 1840, aquarellierte Zeichnung von Johann Heinrich Schramm

Dort lernte er die kaum neunjährige Clara kennen, Wiecks hochbegabte Tochter, die bereits zu der Zeit öffentlich als Pianistin auftrat. In jenem Jahr spielte sie im Gewandhaus neben Emilie Reichhold die rechte Partie eines vierhändigen Stücks von Friedrich Kalkbrenner. 

Claras Darbietung war ein Erfolg, woraufhin der Vater weitere Konzerte organisierte, die sie bekannt machten und sie als Künstlerin heranreifen ließen. Wieck managte seine Tochter, veranstaltete Konzert-reisen und kümmerte sich bis ins letzte Detail darum, dass alles reibungslos ablief. Er hatte zum Beispiel stets einen Werkzeugkasten dabei, um den Flügel vor jedem Auftritt fachgerecht zu stimmen. 

Schumann war damals um die 20 Jahre alt und hatte mit dem Mädchen und ihren Brüdern ein freundliches Verhältnis. Oft saßen sie zusammen und er erzählte ihnen erfundene Geschichten. Claras Talent wurde bald nicht nur im Leipziger Umkreis bekannt. Sie spielte in den folgenden Jahren vor Goethe, hatte engen Kontakt mit Niccolò Paganini, Franz Liszt, Frédéric Chopin und Felix Mendelssohn. Sie war kaum 18, als der Kaiser von Österreich Ferdinand I. sie zur kaiserlich-königlichen Kammervirtuosin ernannte.

Zwei Jahre vorher hatten Clara und Robert ein Liebesverhältnis begonnen. Friedrich Wieck, der Schumann als Pianist schätzte, hatte von ihm jedoch einen denkbar schlechten Eindruck als Person. Vor allem sein labiler Charakter brachte ihn zur Überzeugung, dass die Tochter an seiner Seite zugrunde gehen würde. Er trennte die beiden, indem er Clara bei dem befreundeten Ehepaar Serre in Maxen bei Dresden einquartierte. Ein vergebliches Unterfangen, denn die Serres unterstützten den weiteren Kontakt der Liebenden. 

«Seliges Beisammensein mit Clara»

Clara Schumann und Joseph Joachim im Konzert, Zeichnung von Adolph von Menzel (1854)

Im August 1837 verlobten sie sich heimlich. Einen Monat später schickte Schumann einen Brief an Claras Vater, in dem er um ihre Hand anhielt. Wieck wies den Antrag ab und verbot dem Paar, sich zu treffen. Trotzdem konnten sie es einrichten, sich immer wieder zu sehen. Am 4. Oktober 1837 schrieb Schumann in sein Tagebuch: «Gestern Abend seliges Beisammensein mit Clara, vielleicht letztes. Der Alte nach H. verreist.»  

Im Juli 1839 riss dem Paar der Geduldsfaden. Sie verklagten Wieck mit dem Antrag, entweder ihrer Eheschließung zuzustimmen oder dass von Amts her die Bestätigung dazu erfolgen sollte. Der Prozess zog sich durch Wiecks Zutun in die Länge, bis am 1. August 1840 das Gericht sich für die Brautleute entschied. Am 12. September ließen sie sich in der Gedächtniskirche Schönefeld bei Leipzig trauen.  

Mit der Heirat stieg Claras Arbeitsaufwand. Sie sorgte fortan nicht nur für den Haushalt, sondern auch für Roberts Wohlergehen. Er wollte in 

Ruhe komponieren und mochte es nicht, dass sie auf dem Klavier übte, da er dabei die Konzentration verlor. Bald kamen die Kinder, was für sie eine zusätzliche zeitaufwändige Aufgabe war.

Clara trat nun erneut als Pianistin auf. Roberts Einkommen war nicht ausreichend, um die Familie zu versorgen, was mit den guten Honoraren seiner Frau wettgemacht werden konnte. Februar und März 1842 unternahm das Ehepaar eine Tournee nach Norddeutschland. Clara reiste anschließend allein nach Kopenhagen weiter. Zwischen Januar und Mai 1844 gastierten Schumanns in Russland. Die Reise bescherte ihnen einen einmaligen Höhepunkt, als sie von der Zarenfamilie empfangen wurden.

«Wie eigens von Gott gesandt»

Später lebten sie in Dresden und Düsseldorf. In dieser Zeitspanne reifte die Pianistin künstlerisch heran und verbuchte weitere Erfolge, während ihr Gatte kränkelte und zunehmend in einem besorgniserregenden psychischen Zustand war, der von seinen Auseinandersetzungen mit dem Düsseldorfer Orchester, das er leitete, noch verschlimmert wurde. Am 30. September 1853 notierte Clara in ihr Tagebuch: «Meine letzten guten Jahre gehen dahin, meine Kräfte auch – gewiß Grund genug, mich zu betrüben. Ich bin so entmutigt, daß ich es nicht sagen kann.» 

Genau an jenem Tag sprach Johannes Brahms bei den Schumanns vor, 20 Jahre alt und voller musikalischer Ideen im Kopf. Die Eheleute waren tief beeindruckt von seinem Können und der Reife der Stücke, die er ihnen vorlegte. Im Oktober änderte sich Claras Ton im Tagebuch: «Dieser Monat brachte uns eine wunderbare Erscheinung in dem 20-jährigen Komponisten Brahms aus Hamburg. Das ist wieder einmal einer, der kommt wie eigens von Gott gesandt.» Brahms ließ sich von dem Ehepaar nicht nur beraten und unterstützen. Er war ihnen in der Not auch Freund und Helfer. Als Roberts Zustand sich verschlechterte, war der junge Komponist stets zur Hand, bis Schumann im Juli 1856 in einer Nervenheilanstalt starb. 

Clara gab weiter Konzerte in verschiedenen Ländern. Bis 1888 gastierte sie allein 18-mal in England. Im März 1891 trat sie zum letzten Mal in Frankfurt als 71-Jährige auf. Am 20. Mai 1896, vor 130 Jahren, erlag sie einem Schlaganfall. Sie wurde auf dem Alten Friedhof bei Bonn, neben Robert, beerdigt. Brahms erfuhr zu spät von ihrem Tod und schaffte es nicht, an der Trauerfeier teilzunehmen. In ihrem Gedenken komponierte er die «Vier ernsten Gesänge» – sein letzter Dienst für die geliebte Freundin.

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