Studieren zwischen Alpen und Anden
Una parte de los estudios en la Escuela de Pedagogías en Alemán (Epa) es la estancia de los estudiantes en Alemania y/o Suiza. Isidora, que estudia Educación Básica en la Epa, e Irina, de nacionalidad suiza, relatan sus experiencias de estudio en Suiza y en la Epa, respectivamente.
«Viel musizieren und Theaterpädagogik»
Irina stammt aus einem Dorf am Zugersee und studiert an der Schweizer Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) Grundschullehramt. Im letzten Jahr vor ihrem Berufsstart verbringt sie derzeit ein Austauschsemester an der Epa.

Warum hast du dich entschieden, in Chile zu studieren?
Seit ich klein bin, wollte ich Lehrerin werden. Außerdem wollte ich auf einen anderen Kontinent, da ich fand, dass es sich für ein halbes Jahr lohnt, eine so weite Reise auf mich zu nehmen. Als ich sah, dass die Hochschule hier spezialisiert auf Musik und Theater ist, war es für mich klar, dass ich mich in Chile bewerben wollte.
Welche Erwartungen hattest du vor deinem Studienbeginn?
Ich habe erwartet, dass ich viel musizieren werde und mich mit Theaterpädagogik vertieft auseinandersetzen werde. Dies hat sich bestätigt und die Module haben mir viel Spaß bereitet.
Was hat dich in den ersten Wochen am meisten überrascht?
Tatsächlich war die Kälte Anfang August für mich sehr überraschend. Da bekam ich zu spüren, dass ich mich nun auf der anderen Seite der Welt befand.
Zudem hat mich erstaunt, in welchem Rahmen der chilenische Nationalfeiertag gefeiert wird.
Wie unterscheidet sich das Studium in der Schweiz von dem in Chile?
Methodisch finde ich, ist der Unterricht an der Universität ziemlich ähnlich aufgebaut. Die Klassen an der Epa sind jedoch deutlich kleiner als jene an der PH Zug. Die Evaluationen in Chile finden bereits während des Semesters statt und es werden mehrere Leistungsnachweise gefordert.
Wie waren deine ersten Kontakte mit chilenischen Kommilitoninnen und Kommilitonen?
Sie wirkten vom ersten Tag an sehr offen und nahmen mich schnell in ihre Gemeinschaft auf. Die Theater-Chor-Reise hat uns dann alle nochmals nähergebracht, sodass ich tolle Freundschaften schließen konnte.
«Deutsch verbessern und Bildungssystem kennenlernen»
Isidora Martínez ist in Chillán geboren und aufgewachsen. Sie studiert Grundschulpädagogik an der Epa. Sie spielt Cello und sieht die Musik als wertvolles Werkzeug für ihre künftige Arbeit mit Kindern an.
Warum hast du dich entschieden, in der Schweiz zu studieren?

Ich habe mich für ein Semester in der Schweiz entschieden, weil ich mein Deutsch verbessern und gleichzeitig das schweizerische Bildungssystem aus erster Hand kennenlernen wollte. Die Pädagogische Hochschule Zug hat meine Aufmerksamkeit geweckt, weil sie ein großes sportliches und künstlerisches Angebot hat.
Was gefällt dir am schweizerischen Hochschulsystem besonders und was ist eine Herausforderung?
Mir hat besonders gefallen, dass die Lehrveranstaltungen sehr dynamisch und abwechslungsreich waren – und trotzdem immer einen klaren pädagogischen Sinn hatten. Am schwierigsten war für mich, dass die Bewertungen fast immer mündlich waren.
Wie war die Unterstützung deiner Hochschule?
Das International Office hat sich immer darum gekümmert, wie es uns geht. Außerdem haben sie zwei Studierende der PH kontaktiert, die unsere «Buddys» wurden. Wenn wir etwas brauchten, konnten wir jederzeit mit ihnen sprechen.
Was hast du durch dein Studium in der Schweiz gelernt?
Ich habe gelernt, wie wertvoll und prägend es ist, ins Ausland zu gehen – besonders in jungen Jahren. Ich bin viel unabhängiger geworden und habe persönlich enorm viel dazugewonnen.
Was war dein schönstes Erlebnis oder größter Erfolg?
Das Schönste waren definitiv die Begegnungen mit Menschen, die ich kennengelernt habe. Mein größter Erfolg war, dass ich in einer ersten Klasse unterrichten konnte.
Was würdest du anderen chilenischen Studierenden empfehlen, die ein Studium in der Schweiz planen?
Viel sparen! Die Schweiz ist ein ziemlich teures Land, aber dafür unglaublich schön.
Quelle und Fotos: Epa

