«Karl Wagner Rettig – Ein Leben zwischen zwei Kriegen»
En su libro, Patricia Valenzuela, la historiadora Carolina Miranda y la traductora Susanne Hinke reconstruyen la extraordinaria vida del marinero alemán Karl Wagner Rettig (1893–1950). El resultado es un impresionante retrato de un joven cuya vida estuvo marcada por dos guerras mundiales.

Karl Wagner Rettig diente als Maschinenunteroffizier auf dem Kleinen Kreuzer SMS «Dresden», der an den Seeschlachten bei Coronel und den Falklandinseln teilnahm. Nach der Selbstversenkung des Schiffes am 14. März 1915 in der Cumberland-Bucht des Juan-Fernández-Archipels wurde er – wie die übrige Besatzung – auf der Insel Quiriquina interniert. Vier Jahre verbrachte er dort, fern der Heimat und inmitten weltpolitischer Spannungen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs blieb Wagner Rettig in Chile, gründete eine Familie und baute sich ein neues Leben auf. Doch auch in seiner Wahlheimat ließen ihn die politischen Ereignisse nicht los: Während des Zweiten Weltkriegs geriet er aufgrund seiner Überzeugungen erneut in Konflikt mit den Behörden und wurde zeitweise in Los Ángeles im Süden Chiles isoliert.
«Karl Wagner Rettig – Ein Leben zwischen zwei Kriegen» ist ein sorgfältig recherchiertes Dokumentarwerk über Loyalität, Identität und den Versuch, zwischen zwei Welten seinen Platz zu finden. Es gewährt einmalige Einblicke in das Leben eines deutschen Marinesoldaten und in ein Stück gemeinsamer chilenisch-deutscher Geschichte.

Das Team hinter dem Buch
Für das Werk über Karl Wagner Rettig vereinten drei Fachfrauen ihre Kenntnisse und Perspektiven: Historie, Sprache und persönliche Familiengeschichte flossen zusammen und machten die Veröffentlichung möglich. Sie basiert auf seinen persönlichen Bordtagebüchern, privaten Briefen, Zeitungsausschnitten und Fotografien.
Carolina Miranda San Martín (Santiago, 1973)
Historikerin und Dozentin. Sie ist Absolventin der Universidad Marítima de Chile und hat einen Master in Geschichte mit Schwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft von der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso. Miranda arbeitete als Hochschuldozentin und unabhängige Forscherin und veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Lokal- und Regionalgeschichte sowie zur kulturellen Interpretation von historischen Orten.
Susanne Hinke Bretschneider (La Serena, 1960)


Zweisprachig aufgewachsen als Tochter deutscher Einwanderer, ist sie ausgebildete mehrsprachige Sekretärin, Deutschlehrerin sowie Übersetzerin und Dolmetscherin für moderne und historische deutsche Sprache (unter anderem Sütterlin). Heute unterrichtet sie Deutsch auf allen Niveaustufen und arbeitet als freie Übersetzerin. Außerdem ist sie Mitglied des Vorstands des Historischen Englischen Friedhofs von Guayacán (Coquimbo).
Patricia Valenzuela Wagner (Coquimbo, 1960)
Enkelin von Karl Wagner Rettig und Initiatorin des Projekts. Sie ist Geografin der Pontificia Universidad Católica de Chile, besitzt einen Masterabschluss in Kulturerbe sowie einen Master in Öffentlichem Tourismusmanagement. Valenzuela veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel zu den Themen Kulturerbe und Tourismus und war beruflich in Hochschulen, Kommunalverwaltungen und beim Nationalen Tourismusdienst tätig.




