El 18 de agosto, Sajonia inauguró una oficina de enlace científico en Vitacura. El objetivo de la «Saxon Science Liaison Office Chile» es dar una mayor visibilidad al estado federado alemán como lugar de estudios, investigación e innovación, así como atraer a largo plazo profesionales, socios de cooperación y estudiantes en Chile.
(sik) Heike Graßmann, Staatssekretärin im Sächsischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus eröffnete zusammen mit der deutschen Botschafterin Susanne Fries-Gaier das sächsische wissenschaftliche Verbindungsbüro in Vitacura. Neben der Botschafterin würdigte auch die Direktorin der Agencia Nacional de Investigación y Desarrollo, Alejandra Pizarro Guerrero, als Vertreterin Chiles die Einrichtung des Verbindungsbüros.

Das Saxon Science Liaison Office Chile ist eins von inzwischen insgesamt sechs sächsischen Verbindungsbüros im Ausland, von dem aus junge Menschen für ein Studium oder weiterführende akademische Programme an einer der Hochschulen im Freistaat Sachsen gewonnen werden sollen. Auch die Unterstützung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Sachsen und in Chile gehört zu den Aufgabenschwerpunkten des Büros.
Der sächsischen Delegation gehörten außerdem die Rektorin der Universität Leipzig und Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Eva Inés Obergfell und der Prorektor für Lehre und Internationales an der TU Chemnitz Maximilian Eibl an.
«Forschung und Wissenschaft kennen keine Ländergrenzen»
Botschafterin Susanne Fries-Gaier erklärte in ihrer Ansprache, dass «Forschung und Wissenschaft keine Ländergrenzen» kenne: «Sie sind auf Austausch und Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg angewiesen. Chile und Deutschland verbindet eine langjährige wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit sowie Bildungskooperation. Deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen genießen in Chile einen guten Ruf und das Interesse an Kooperationen mit Deutschland ist groß. Mit dem Saxon Sience Liasion Office gewinnen wir einen weiteren Akteur zur Intensivierung dieses Wissensaustausches, um künftig noch mehr Chileninnen und Chilenen für Deutschland und Sachsen als Ausbildungs- und Studienstandort zu begeistern. Als gut ausgebildete Fachkräfte sind sie eine Bereicherung für unsere beiden Wirtschaften und dabei Botschafterinnen und Botschafter unserer hervorragenden bilateralen Beziehungen.»
Eva Inés Obergfell betonte: «Mit der Eröffnung des Saxon Science Liaison Office in Chile verbessern sich die Kooperationsmöglichkeiten für die sächsischen Hochschulen auch auf dem südamerikanischen Kontinent.» Auch der Vorsitzende des Deutsch-Chilenischen Bunds Javier Bielefeldt hielt eine Ansprache.
Gemeinsame Absichtserklärung von Chile und Sachsen
Neben der gezielten Akquise von Studentinnen und Studenten sowie von potenziellen Arbeitskräften für Sachsen gehört die Unterstützung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Forschungseinrichtungen und Hochschulen beider Länder zu den Aufgabenschwerpunkten des Büros. Mit diesem Ziel wurde eine Joint Declaration of Intent (Absichtserklärung) zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und dem Ministerio de Ciencia, Tecnología, Conocimiento e Innovación während des Aufenthalts der sächsischen Delegation in Santiago unterzeichnet. Darin erklären beide Seiten, den akademischen und technologischen Austausch zu unterstützen und sich unter anderem für die Förderung wissenschaftlicher Grundsätze wie akademische Freiheit, Transparenz, Offenheit sowie den Schutz geistigen Eigentums einzusetzen. Zurzeit gibt es bereits mehr als 50 Kooperationen zwischen sächsischen und chilenischen Hochschulen. Auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Sachsen kooperieren mit chilenischen Partnern, insbesondere in den Bereichen Ressourcenabbau, astronomische Wissenschaften, Klimaforschung, Medizin oder Geisteswissenschaften. Es studieren aktuell rund 80 Chileninnen und Chilenen an sächsischen Hochschulen.
Wie die Saxon Science Liaison Offices entstanden
Mit dem Aufbau der internationalen Saxon Science Liaison Offices startete das deutsche Bundesland Sachsen im Jahr 2023 eine Initiative, um seine weltweiten Aktivitäten zur Gewinnung von internationalen Studentinnen und Studenten, Fachkräften und Forschungspartnern zu verstärken. Die Saxon Science Liaison Offices vertreten alle 16 Hochschulen Sachsens. Es wurden außer in Chile bereits Büros in Vietnam (Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi), Indien (Chennai), Usbekistan (Taschkent), Taiwan (Taipeh) und der Mongolei (Ulaanbaatar) eröffnet.
Die Initiative geht vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesrektorenkonferenz aus. Sächsische Hochschulen setzen das Programm um: Neben der TU Chemnitz für Chile übernehmen die Universität Leipzig, die Technische Universität Dresden und die TU Bergakademie Freiberg jeweils die Verantwortung für einzelne Länderbüros. Alle Büros werden vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus finanziert und stehen unter der Leitung der jeweiligen sächsischen Hochschulen.
Ziel der Liaison Offices ist es, Sachsen als attraktiven Studien- und Forschungsstandort zu präsentieren, Studieninteressierte direkt vor Ort zu beraten sowie Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen zu initiieren. So sollen etwa gemeinsame Studiengänge, Forschungsprojekte oder Praktikumsplätze vermittelt und der Fachkräftebedarf in Sachsen langfristig gedeckt werden.
Weitere wichtige Aufgabe der sächsischen wissenschaftlichen Verbindungsbüros im Ausland ist es, jungen Frauen und Männern in den jeweiligen Zielländern den Freistaat Sachsen als attraktives Arbeitsumfeld zu präsentieren. Dies wird durch gezielte Akquise von Studentinnen und Studenten insbesondere für Fachrichtungen, in denen ein Fachkräftemangel herrscht, erreicht. Aufgabe der Büros ist es zudem, den wissenschaftlichen Austausch zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu fördern. Diese Aktivitäten sind Teil des Maßnahmenplans der sächsischen Staatsregierung zur Gewinnung internationaler Fach- und Arbeitskräfte für das Bundesland.



