«Wandel durch Austausch»
El Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) ha apoyado a lo largo de sus 100 años de historia a cerca de tres millones de estudiantes e investigadores de Alemania, Chile y otros países del mundo en su carrera académica, mediante becas y proyectos internacionales. Este aniversario se celebró con un acto oficial en Berlín, en la Latinale en Chile y en numerosos eventos alrededor del mundo.

(sik,KB) Ein Festakt am 6. Mai im Berliner Humboldt Forum sowie zahlreiche Veranstaltungen in Deutschland und weltweit, darunter die Latinale des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Chile und Alumni-Treffen sowie Sonderaktionen an Hochschulen, bilden den Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des DAAD. Eine Sonderbriefmarke des Bundesfinanzministeriums würdigt das Jubiläum.
Die Geschichte des DAAD spiegelt auch die deutsche Zeitgeschicte wider: Von seiner Gründung 1925 in Heidelberg, über die Gleichschaltung im Nationalsozialismus und die Wiedergründung 1950 in Bonn bis hin zur heutigen Rolle als größte akademische Austauschorganisation weltweit. Der Mitgründer Carl Joachim Friedrich spielte auch nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle beim demokratischen Wiederaufbau Deutschlands.

foto: DAAD
Der DAAD ist in Deutschland die Stelle, die Erasmus+ organisiert, verwaltet und unterstützt. Dieses Programm der Europäischen Union (EU) fördert seit 1987 Auslandsaufenthalte für unter anderem Studierende. Der DAAD berät und begleitet heute jährlich rund 150.000 Personen und betreibt ein globales Netzwerk mit circa 60 Büros und 400 Lektoraten. Im Laufe seiner Geschichte hat die Organisation rund 3 Millionen Studierende und Forschende mithilfe von Stipendien und Projekten unterstützt.
Das Jubiläum steht unter dem Motto: «Wandel durch Austausch – damals wie heute». Im Jubiläumsjahr hebt der DAAD die Bedeutung internationaler Wissenschaftskooperationen in geopolitisch schwierigen Zeiten hervor.
Die Grundfinanzierung des DAAD erfolgt über das Auswärtige Amt. Weitere Geldgeber sind das Wissenschaftsministerium, das Entwicklungsministerium und die EU.
DAAD in Chile
Sowohl als Zielland für chilenische Studierende als auch als Land für wissenschaftliche Veröffentlichungen platziert sich Deutschland heute unter den Top 5. Seit der DAAD in den 1960er Jahren mit seiner Arbeit in Chile begann, sind bereits Tausende Studierende, Forschende und Hochschulmitarbeiter gefördert worden.
Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Chile wurde am 20. November 1956 in Santiago unterzeichnet und trat 1959 in Kraft. Es legte den Grundstein für den akademischen Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Forschenden in Chile und Deutschland. Bereits seit den 1960er Jahren sind DAAD-Lektoren an verschiedenen chilenischen Hochschulen tätig und tragen zur Vertiefung der Bildungs- und Wissenschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern bei.
Im Jahr 1999 wurde das Informationszentrum des DAAD in Santiago gegründet, eines der ältesten Informationszentren des DAAD weltweit. Außerdem unterhält der Austauschdienst vier Lektorate in Chile, die sich in Santiago, Concepción, Talca und Valparaíso befinden, und zwei Lehrassistenten arbeiten in Concepción und Valparaíso.

foto: Angela Tobon
Der DAAD in Chile engagiert sich für die Förderung des akademischen Austauschs zwischen Chile und Deutschland. Es werden regelmäßig Informationsveranstaltungen an Hochschulen sowie an Bildungs- und Forschungseinrichtungen im ganzen Land abgehalten und der DAAD ist auf nationalen und internationalen Bildungsmessen präsent.
Ein zentrales Anliegen ist die individuelle Beratung von Studierenden, Forschenden und Lehrenden in Chile. Das Informationszentrum unterstützt gezielt bei der Suche nach einem passenden Studiengang und Hochschulort in Deutschland und informiert umfassend über Studien- und Forschungsangebote. Dabei fungiert es als wichtige Schnittstelle zwischen chilenischen und deutschen Institutionen.
Darüber hinaus ist der DAAD für die Beratung über Fördermöglichkeiten sowie über andere deutsche Mittlerorganisationen zuständig und hilft Interessierten bei der Antragstellung. Nicht zuletzt pflegt das Informationszentrum enge Kontakte zu den chilenischen Alumni deutscher Hochschulen und zu wichtigen Akteurinnen und Akteuren im chilenischen Bildungs- und Forschungsbereich.
Festival Latinale Sur 2025
Poesie in Bewegung, Kulturen im Dialog und ein geschichtsträchtiger Rahmen: In Valparaíso, Talca, Concepción, Valdivia und Santiago löste das Festival Latinale Sur 2025 vom 21. bis 30. April großes Interesse und viel Begeisterung aus.
Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe – eine der wichtigsten Begegnungen zeitgenössischer Poesie zwischen Lateinamerika und Europa – am 21. April in der ehemaligen Deutschen Schule am Cerro Concepción, heute Destino Valparaíso. Hier soll in nächster Zeit das neue Museo del Inmigrante eingeweiht werden. Der Ort wurde auch aus folgendem Grund für die Latinale Sur ausgewählt: Die Einwanderung 1850 von Karl Anwandter markierte symbolisch den Start der deutschen Einwanderung nach Chile vor 175 Jahren, die bis heute in Architektur, Schulen, Sprache und Namen sichtbar ist.
Mit der Großveranstaltung, bei der Geschichte, Dichtung und Gegenwart aufeinandertrafen, wurde das 100-jährige Bestehen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gefeiert. Sie bot eine einzigartige Gelegenheit, poetischen Stimmen aus verschiedenen Teilen der Welt zu begegnen und Literatur gemeinschaftlich zu erleben (mehr dazu auf Seite 2).
Quellen: DAAD, dpa



