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jueves, 22. febrero 2024
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Technologietransfer und Kooperation für die Energiewende

Deutsche Tochterfirma wpd Chile

Die 1996 in Bremen gegründete Firma wpd verfügt über 27 Jahre internationale Erfahrung in der Entwicklung, Finanzierung, Errichtung und dem Betrieb von Windparks. Das Unternehmen ist in 29 Ländern vertreten und hat dort insgesamt 2.630 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 6.110 MW installiert. Im Jahr 2009 nahm wpd seine Tätigkeit in Chile auf. Das Unternehmen war 2015 unter den Gewinnern einer der größten Stromausschreibungen in der Geschichte Chiles und erhielt Lieferverträge für regulierte Kunden für 20 Jahre. 

Lutz Kindermann, Geschäftsführer von wpd Chile, erklärt: «Unsere internationale Erfahrung positioniert uns heute als einen der Stromerzeuger, die bei der globalen Energiewende führend sind. Unsere Projekte durchlaufen einen umfassenden Bewertungsprozess, bei dem wir verschiedene Faktoren analysieren. Damit gewährleisten wir, dass sie in strategisch wichtigen Gebieten Chiles umgesetzt werden, die über eine angemessene Windqualität und eine sichere Anbindung an aktuelle und zukünftige Übertragungsleitungen verfügen. Außerdem basiert unser Geschäftsmodell auf einer langfristigen Vision für Planung, Bau und Betrieb unserer Parks für erneuerbare Energien. Als neue Nachbarn koexistieren wir mit allen lokalen Akteuren auf der Basis von gemeinsamen Entwicklungsprojekten im lokalen Umfeld.»

Windparks und Solarenergie

Drei Windprojekte wurden in der VIII. und IX. Region entwickelt: Parque Eólico Lomas de Duqueco (58,8 MW) und Parque Eólico Ne-grete (36 MW) in der Region Biobío sowie Malleco in der Nähe von Collipulli in der Region Araucanía. Letzterer ist mit einer installierten Leistung von 273 MW ein Symbol für den neuesten Stand der Technik in Chile und steht landesweit an der Spitze der Windenergieerzeugungskapazität. Insgesamt wurden im Rahmen der drei Projekte 101 Windkraftanlagen errichtet, die heute Strom für 600.000 Haushalte liefern. 

Neben der Windkraft leistet die Solarenergie einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. «Wir setzen auf die Entwicklung von neuen emissionsfreien Projekten in den Bereichen Wind- und Solarenergie sowie Stromspeicher. Projekte müssen heute integraler gedacht und geplant werden, das heißt Wind- und Solarenergie werden an ein und demselben Standort erzeugt und nutzen dabei die gleiche Infrastruktur zur Stromübertragung. Überschüssiger Strom muss heutzutage gespeichert und dann später abtransportiert werden, wenn der Bedarf da ist. Langfristig setzen wir auch auf die Entwicklung von grünen Wasserstoffprojekten, unter anderem in der Region Magallanes, aber nicht nur dort», so Kindermann.

Die Firma arbeitet in Chile eng mit dem chilenischen Verband für erneuerbare Energien (Acera) zusammen und engagiert sich dort unter anderem für die Weiterentwicklung des Strommarkts und der Regulierung. Außerdem ist das Unternehmen seit Beginn seiner Aktivitäten in Chile Mitglied der AHK und nimmt dort an der Arbeitsgruppe Energie teil. Seit 2022 gehört Lutz Kindermann dem Vorstand der AHK Chile an. «In diesem Zusammenhang sind wir bemüht, die Zusammenarbeit mit der deutschen Industrie zu stärken und diese bei ihrem Engagement in Chile zu begleiten.»

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