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sábado, 25. mayo 2024
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100 Jahre Trotter Industrial

«Für erstklassige solide Arbeit und tadelloses Funktionieren wird garantiert»

Albin Trotter ist von Beruf Elektromechaniker, Erfinder, Geschäftsmann und Gründer der Firma Trotter in Chile. Er wurde am 1. Mai 1919 in Stuttgart geboren und erfreut sich derzeit im Alter von 104 Jahren einer guten Gesundheit. 

Er ist das zweite von drei Kindern. Seine Eltern Eugen Trotter und María Schifko beschlossen 1920, von Deutschland nach Südamerika auszuwandern, um der schwierigen Situation nach dem Ersten Weltkrieg zu entkommen. Eugen Trotters Ziel war zunächst Blumenau, Brasilien, doch ein Kriegskamerad, den er auf dem Schiff traf, überzeugte ihn, mit ihm nach Valdivia zu kommen. 

Im Jahr 1923 gründete Albins Vater die erste Produktionswerkstatt, Fundición La República, in der Schaufeln, Spitzhacken und Schlosserwerkzeuge hergestellt wurden, die sich heute im Theater von Valdivia befinden.

Da sich der Betrieb weiterentwickelt hat, zogen sie nach Santiago um und gründeten Instrumental Médico Mecánico Eugen Trotter. Albin erlernte schon in jungen Jahren das Familienhandwerk, das Eisenarbeiten und Mechanik umfasste. Sein Vater kam mit Spanisch nie gut zurecht, weshalb er und sein Bruder im Betrieb mithelfen mussten. Im Familienunternehmen montierten sie Möbel und metallmechanische Teile für die Bereiche Gesundheit, Viehzucht, Industrie und Mechanik. 

Bedauerlicherweise starb sein Vater im Jahr 1939 und überließ seinen beiden Söhnen die Leitung des Familienunternehmens. So gründeten sie Trotter Hermanos und nannten später das Unternehmen Trotter. Albin und sein Bruder waren über 50 Jahre lang ein sehr gutes Team. Beide leiteten das Unternehmen, aber hauptsächlich war Ursus für die Verwaltung und das Management verantwortlich und Albin für die Fertigung und für Innovationen. 

In den 1950er und 1970er Jahren reiste Albin nach Europa und in die Vereinigten Staaten, um sich nach neuen Technologien für die Herstellung von Haushaltsgeräten umzusehen, die sie dann in Chile herstellten, was zu einem größeren Angebot auf dem Markt und einer Erhöhung des Qualitätsstandards von Haushaltsgeräten in chilenischen Haushalten führte, weshalb die Marke all die Jahre bei Haushaltsgegenständen wie zum Beispiel Kühlschränken, Küchen, Arbeitsplatten, Öfen, Heizungen, Warmwasserbereiter und Thermoskannen bei Kunden besonders anerkannt war. 

Leider beschlossen die Brüder in den 1980er-Jahren, sich zu trennen, und beide ließen ihre eigenen Marken eintragen, die sich den Namen Trotter teilten, aber sie ließen ihre jeweiligen Namen, Albin und Ursus, hinzufügten. Im Jahr 2002 schlug Klaus Trotter, Albins Sohn, gemeinsam mit seinem Vater eine neue Unternehmensstrategie ein und gründete Trotter Industrial Ltda., ein Unternehmen, das seinen Ursprüngen treu bleibt, wie zum Beispiel bei den Grundsätzen der nationalen Herstellung von Qualitätsprodukten, ISO 9001 Standards, technologischen Innovationen und was die Zuverlässigkeit angeht. Er richtete die Produktion von Sanitär-Warmwassergeräten auf den industriellen und gewerblichen Markt aus und es glückte ihm, sich im Bergbau, bei den Streitkräften, in der Industrie, in Fitnessstudios und Supermarktketten als seriöser und kooperativer Lieferant zu positionieren, der spezialisierte technische Produkte, Service und Werksteile lieferte. 

In diesem Jahr feiert Trotter Industrial Ltda. gemeinsam mit der Familie Trotter ihr 100-jähriges Bestehen auf dem chilenischen Markt. Im ganzen Land kann die Firma auf 100 Jahre Qualität und Innovation bei Warmwasserprodukten und -dienstleistungen zurückblicken. Seit 1923 halten sie die Vision des Gründers Eugen Trotter hoch: «Für erstklassige solide Arbeit und tadelloses Funktionieren wird garantiert.»

Quelle: Familie Trotter

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