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miércoles, 21. febrero 2024
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Relief-Porträt von Christoph Martin eingeweiht

Klaus  Bornhardt, Verena Hempel, Silvana Martis, Pablo Millán und Cristian Westermeyer

Vertreter der deutsch-chilenischen Gemeinschaft in Concepción weihten am 17. März das Relief von Christoph Martin im Clubhaus des Deutschen Sportclubs ein. Sie würdigten die Verdienste des Mediziners.

Der 1874 in Ancud geborene Christoph Martin erhielt viele Auszeichnungen für sein persönliches und berufliches Engagement: die Ehrenurkunde des Deutschen-Auslands-Instituts, die Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg, er wurde zum Ehrensenator der Universität Freiburg ernannt und 1957 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Besonders im medizinischen Bereich machte er sich verdient.

Da Christoph Martin einer der Gründer des Sanatorio Alemán in Concepción war, wurde dort ein Relief mit seinem Porträt, das ihn im Profil zeigt, aufgehängt. Da das Krankenhaus inzwischen verkauft wurde, haben die Vertreter der deutsch-chilenischen Gemeinschaft entschieden, dass das Bild von Christoph Martin im Clubhaus des deutschen Sportclub Concepción gezeigt werden soll. Dieser Raum wurde ausgewählt, da er der Treffpunkt für viele Veranstaltungen der Institutionen der deutsch-chilenischen Gemeinschaft in Concepcion ist.

Pablo Millán und Ernst von Leyser

Einige seiner Nachfahren, Vertreter des Deutschen Sportvereins, der Deutschen Schule und des deutschen Konsulats in Concepción, der Martin-Luther-Gemeinde, der Burschenschaft Montania, der 7. Feuerwehrkompanie Concepción, der 

5. Feuerwehrkompanie Talcahuano, der Freimaurer-Loge Goethe, der Damas Alemanas, des Sanatorio Alemán, der  Roberto-und-Else-Krautmacher-Stiftung, des Goethe-Zentrums Concepción, der Mädchenschaft Viktoria und der Integrationsgruppe «Kartoffeldeutsche», der Christoph-Martin-Stiftung und der Burschenschaft Araucania in Santiago versammelten sich am 17. März, um das Porträt einzuweihen und den Deutsch-Chilenen zu würdigen.

Paul Illge

Christoph Martin studierte ab 1894 Medizin an der Universität von Chile. Zusammen mit Wilhelm Münnich und Jens Petersen gründete er 1896 die Burschenschaft Araucania. Im Jahr 1900, während der Grenzprobleme zwischen Chile und Argentinien, meldete er sich freiwillig zur Marine und diente als zweiter Chirurg auf dem Schiff Pilcomayo. Nach seiner Rückkehr ins Zivilleben leistete er einen herausragenden Beitrag in verschiedenen Bereichen der Medizin in Chile und war 56 Jahre lang als Forscher und Professor tätig. Er führte mehr als 130.000 medizinische Behandlungen für Patienten aus verschiedenen sozialen Schichten durch. Der Arzt war einer der ersten Direktoren und Mitgründer des Sanatorio Alemán de Concepción im Jahr 1914. Er war außerdem Gründungsmitglied der Universidad de Concepción im Jahr 1919, wo er 16 Jahre lang als Professor an der medizinischen Fakultät tätig war. 

Marcos Reineri, Domingo von Meyer und Carolina von Meyer, Urenkel von Christoph Martin, die Enkel Heroven Martin und Bettina Rösner Martin und Urenkelin Blanca Heroven

Als die deutsch-chilenischen Institutionen nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs drohten, geschlossen zu werden, wurde 1916 der Deutsch-Chilenische Bund gegründet, um diese Institutionen in Chile zu schützen. Christoph Martin war Mitgründer und der erste Vorsitzende des DCB. 

Im Jahr 1924 war er auch an der Gründung der Burschenschaft Montania in Concepción beteiligt. 20 Jahre lang war er Vorsitzender des Vorstands der Evangelischen Gemeinde in Concepción. 

Er starb im Jahr 1958. Die Stiftung, die seinen Namen trägt, verwaltet heute einen Bildungsfonds, der Studenten und Berufstätige beim Hochschul- und Postgraduiertenstudien im In- und Ausland finanziell unterstützt.

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