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martes, 31. enero 2023
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Porträt – Albert Lipperheide

General Manager bei Henkel

«Menschen haben Erfolg, wenn sie Spaß an dem haben, was sie tun»

Albert Lipperheide wurde im November 1978 in Barcelona, Spanien, geboren. Gern erinnert er sich an seine Kindheit zurück, die Ferien auf dem Bauernhof seiner Großeltern und an dem nahen Strand an der Costa Brava.

In seiner Geburtsstadt Barcelona besuchte Albert die Schule Las Escuelas Pías de Sarriá, wo er Freunde fürs Leben fand. Mit ihnen und seinen vier Geschwistern trieb er viel Sport: Tennis, Fußball, Schwimmen und Skifahren. Besonders in zwei Sportarten war er durch intensives Training erfolgreich: «Als Kind war ich Meister von Barcelona in Leichtathletik und Schwimmen. Ich habe schon immer gerne Sport getrieben. Damals habe ich von Montag bis Freitag trainiert, und an den meisten Wochenenden hatte ich Wettkämpfe.» Wenn er an seine Jugend zurückdenkt, ist ihm besonders eine Reise in Erinnerung geblieben: «Als 17-Jähriger bin ich zusammen mit meinen besten Freunden mit einem Interrail-Ticket der Bahn quer durch Europa gefahren bin. Die Reise dauerte einen Monat, und wir kamen bis zum Nordkap in Norwegen!»

Über seine Herkunft erzählt er: «Mein Großvater väterlicherseits war Deutscher aus der von 1815 bis 1946 bestehenden preußischen Provinz Westfalen, eine stark industrialisierte Region, zu der das Ruhrgebiet zählt. Als mein Urgroßvater früh starb, zog mein Großvater mit seinen Geschwistern nach Spanien, wo er in Barcelona und seine Brüder im Baskenland seβhaft wurden. Meine Groβmutter väterlicherseits war Französin, die später in Spanien lebte. Mütterlicherseits waren sowohl mein Großvater als auch meine Großmutter Katalanen.» Seine Mutter arbeitete als Krankenschwester bei einem Herzchirurgen, der Vater hatte ein Chemieunternehmen gegründet.

Nach der Schulzeit studierte Albert ab 1999 Betriebswirtschaftslehre und Management am Instituto Químico de Sarria – Universidad Ramón Llull und absolvierte zehn Jahre später einen MBA an der Business School Esade in Barcelona. «Schon als Kind habe ich mich durch meinen Vater zu Hause für die Unternehmenskultur begeistert, weshalb ich meinen Beruf in der Welt der Wirtschaft gesucht habe.» Weitere Zusatzstudien führten ihn dann nach Australien und in die Vereinigten Staaten, «um die angelsächsische Kultur kennen zu lernen und Kenntnisse der englischen Sprache zu erwerben». 

Von 1994 bis 2001 arbeitete er im väterlichen Familienunternehmen Comercial Química Barcino. Zunächst unterstützte er seinen Vater vor allem in den Sommerferien. In diesen Jahren lernte er die Unternehmenswelt und verschiedene Unternehmensbereiche kennen, aber vor allem Werte wie Fleiß, Geschäftsethik und Teamarbeit. Danach begann er bei Henkel als Trainee in der Marketingabteilung. Einige Jahre später wechselte er in die Vertriebsabteilung, wo er Positionen mit zunehmender Verantwortung übernahm, wie Vertriebsleiter und Vertriebsdirektor für Spanien und Portugal. Seit Oktober 2019 ist Albert Lipperheide General Manager Consumer Adhesives (Geschäftsführer für den Vertrieb von Klebstoffen) bei Henkel in Chile. Inzwischen arbeitet er seit 18 Jahren in dem deutschen Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf-Holthausen, das Produkte aus dem Bereich der Waschmittel-, Schönheitspflege und Klebestoffe herstellt.

Seine Frau Ester hat Albert an der Universität kennen gelernt, wo sie zwei Studienfächer gemeinsam belegten. «Genau wie ich hatte sie die Möglichkeit, in dem von ihren Eltern gegründeten Familienunternehmen zu arbeiten und zu lernen. Auch dank dieser Erfahrung ist sie heute eine fleißige, entschlossene, fröhliche, beständige und bescheidene Frau.» Inzwischen ist die Familie mit den drei Söhnen Guillermo (14), Carlos (13) und Enrique (9) komplett. Zu Hause werde Katalanisch und Spanisch gesprochen, so Albert, und er fügt den Ratschlag hinzu: «Hören Sie auf die Wünsche Ihrer Kinder. Ermutigen Sie sie und geben Sie ihnen dann die Autonomie, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.»

In seiner Freizeit verbringt er gerne Zeit mit der Familie, um zum Beispiel gemeinsam zu grillen. In den letzten anderthalb Jahren standen auch mehrere Reisen auf dem Programm, um Chile kennen zu lernen: Patagonien, Chiloé, Puerto Montt, Valdivia, Temuco, Viña del Mar, Valparaíso, La Serena, Valle del Elqui, San Pedro de Atacama. Gern würde die Familie nun die Nachbarländer besuchen und mehr über die lateinamerikanische Kultur erfahren. «Wir freuen uns aber auch, wenn wir in Spanien unsere Familien besuchen können, besonders zur Weihnachtszeit.» 

«Menschen haben Erfolg, wenn sie Spaß an dem haben, was sie tun», davon ist Albert Lipperheide überzeugt. Seine erfolgreiche berufliche Laufbahn, für die er sich als Jugendlicher im Familienunternehmen zu interessieren begann, aber auch sein glückliches Familienleben unterstreichen die Richtigkeit dieses Satzes.

Foto: privat

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