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Olympiade für geistig behinderte Menschen 2023 in Berlin

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39 chilenische Sportler für Special Olympics qualifiziert

Sophia Holtz, Leiterin der Abteilung Soziale Unternehmensverantwortung bei Leschaco Chile; Javier Piñeiro, Geschäftsführer Special Olympics Chile, und Harald Kopf, Geschäftsführer von Leschaco Chile

Erstmals werden die Special Olympics, die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung, in Deutschland stattfinden. Auch 39 Sportler aus Chile nehmen vom 17. bis 25. Juni 2023 an den Spielen in Berlin teil. Das Logistik-Unternehmen Leschaco Chile in Santiago gehört zu den Sponsoren, die die Sportbewegung unterstützen.

Das Ziel der besonderen Olympischen Spiele ist es, als Inklusionsbewegung Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen.

Rund 390.000 Sportler in Lateinamerika

Chilenische Fuβballspieler, die sich für die Special Olympics qualifiziert haben. Diese weltweite Sportbewegung möchte erreichen, dass Menschen mit geistiger Behinderung respektiert und als gleichwertig anerkannt werden.
Fotos: Javier Piñeiro

Die Special-Olympics-Bewegung wurde 1968 von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von US-Präsident John F. Kennedy, ins Leben gerufen. Hintergrund war die Behinderung deren Schwester Rosemary Kennedy nach einer Lobotomie. Die ersten Special Olympics-Spiele, finanziert von der Joseph P. Kennedy Jr. Foundation, fanden am 20. Juli 1968 in Chicago statt. 1.000 Athleten aus den USA und Kanada nahmen damals teil. Special Olympics ist heute mit 5,7 Millionen Athleten in fast 200 Ländern vertreten und wird vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannt. Weltweit werden jährlich mehr als 150.000 Sportveranstaltungen organisiert. 

In Lateinamerika sind mehr als 390.000 Sportler in 20 Ländern erfasst, die von rund 67.000 Freiwilligen unterstützt werden. In Chile ist die Sportbewegung seit zehn Jahren präsent und wird von Carolina Picasso als Präsidentin geleitet. Erstmals nahmen chilenische Athleten im Jahr 2013 an den Special Olympics teil, die damals in Südkorea ausgetragen wurden.  

Beim Rollerskating-Rennen über 1.000 Meter während der Special Olympics Nationalen Spiele, an der vom 19. bis 24. Juni 2022 rund 4.000 Athleten in Berlin teilnahmen.

Sportclub Manquehue, Clínica Alemana und Leschaco Chile

«Rund 5.000 Sportler sind derzeit mit der Special Olympics-Bewegung verbunden», erklärt Javier Piñeiro, Geschäftsführer Special Olympics Chile. «Sie trainieren in acht Disziplinen: Hockey, Leichtathletik, Tennis, Reiten, Basketball, Salon-Fuβball (in Innenräumen, mit je fünf Spielern pro Mannschaft), Snowboard und Ski. Unterstützt werden sie von 1.500 Trainern, 4.000 Studenten und geschulten Professionellen. Wir kooperieren mit Sonderschulen, Sportvereinen, die mit behinderten Menschen und deren Familien arbeiten, aber auch mit Psychologen, Kinesiologen und Ernährungsberatern. Zu unseren Partnern gehören beispielsweise der Sportclub Manquehue und die Clínica Alemana», berichtet der Sportpsychologe. 

Auch das deutsche Logistikunternehmen Leschaco unterstützt die besondere Olympiade. Harald Kopf, Geschäftsführer von Leschaco Chile, dazu: «Wir sponsorn Special Olympics bereits seit mehreren Jahren in Mexiko. Dieses Jahr haben wir unsere Partnerschaft weltweit ausgebaut und unterstützen mehrere Teams auf ihrer Reise nach Berlin. Für uns als Unternehmen ist das eine exzellente Gelegenheit, nicht nur um Inklusion zu promoten, sondern auch um unsere Mitarbeiter für den Sport zu begeistern. Spätestens nach der Pandemie sehnen wir uns alle nach mehr Gemeinschaft. Der Sport verbindet, und diese Jugendlichen schaffen das auf eine wunderbare Art und Weise.»

Weltspiele – der sportliche Höhepunkt für Athleten

Chilenische Fuβballspieler, die sich für die Special Olympics qualifiziert haben. Diese weltweite Sportbewegung möchte erreichen, dass Menschen mit geistiger Behinderung respektiert und als gleichwertig anerkannt werden.
Fotos: Javier Piñeiro
Eunice Shriver gründete 1968 die Special Olympics, heute ist ihr Sohn 
Timothy Shriver der Vorsitzende der Sportbewegung.
Foto Eunice

Die Weltspiele finden alle zwei Jahre im Wechsel zwischen den Sommer- und Wintersportarten statt. Vom 17. bis 25. Juni 2023 werden sich rund 7.000 Athleten aus mehr als 190 Ländern in Berlin treffen, um in 28 Sommersportarten in acht Sportanlagen ihre Kräfte zu messen. Die nächsten Winterspiele werden im Jahr 2025 in Turin ausgetragen.

Bei Special Olympics-Wettbewerben ist die Teilnahme entscheidend – Leitgedanke ist nicht der Spitzensport im üblichen Sinne. Eine Besonderheit ist daher, dass nicht nur die besten Athleten an internationalen Wettbewerben teilnehmen können, vielmehr gibt es bei jeder Veranstaltung mehrere Leistungsstufen. So können also Sportler mit verschiedenen Graden der Behinderung und verschiedenen Fähigkeiten und Einschränkungen unabhängig voneinander an Wettbewerben teilnehmen. 

Außerdem werden keine Nationalhymnen gespielt und auch keine Länder-Medaillen gezählt. So wird gezeigt, dass nicht Überlegenheit oder Schnelligkeit zählen, sondern die Anerkennung für das Beste im Menschen, woher sie auch kommen, wie immer sie aussehen und wie ihre Gehirne arbeiten. Eine Besonderheit ist, dass jeder teilnehmende Sportler im Rahmen der Siegerehrung geehrt wird, auch wenn die Platzierung außerhalb der ersten drei Plätze erfolgte. Ebenso können bei der Siegerehrung Teilnehmende besonders hervorgehoben werden, die im Laufe des Wettbewerbs beispielsweise eine starke Leistungssteigerung oder vorbildliches Fair Play gezeigt haben.

«Für das kommende Jahr haben sich 39 Teilnehmer aus sieben Regionen Chiles qualifiziert. Die 15- bis 30-jährigen Sportler wurden aus 500 Bewerbern ausgewählt. Das Verfahren fand in Chillán statt, und für viele war es das erste Mal, dass sie weg von zuhause waren und in einem Hotel übernachteten», so
Javier Piñeiro. 

Unterstützung ist gefragt!

Für die erfolgreiche Teilnahme an den Special Olympics in Berlin werden noch Geldmittel benötigt, um die Flüge zu finanzieren (die Athleten werden von entsprechend geschultem Personal begleitet) und Reise- Sport- und Trainingskleidung zu kaufen. Aber auch Unterstützung bei der Koordinierung ist gefragt..

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bei Javier Piñeiro: 

jpineiro@olimpiadasespecialeschile.org. 

Weitere Informationen: 

www.olimpiadasespeciales.org

Das Logo von Special Olympics zeigt fünf Personen mit je sechs Armen. Die Zahl fünf steht dabei für die fünf Kontinente, die zur Zeit der Wahl des Logos an Wettbewerben von Special Olympics teilnahmen. Die beiden nach unten zeigenden Arme symbolisieren die Einstellungen und Gefühle, die in der Vergangenheit mit geistiger Behinderung verbunden waren. Die waagrechten Arme sind ein Zeichen für Gleichheit, und die nach oben gereckten drücken Freude und Glück über das Erreichen von Zielen aus.

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