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jueves, 1. diciembre 2022
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Stiftung Verbundenheit besucht Süden Chiles

«Neue Angebote der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik»

Das Lateinamerika-Team der Stiftung Verbundenheit Marco Just Quiles, Jan Wilms und Gabriel Podevils besuchte im Oktober deutsch-chilenische Vereine und Schulen. Ziel ihres Besuches ist die baldige Aufnahme der deutsch-chilenischen Gemeinschaft in das Förderprogramm der Stiftung Verbundenheit.

Für die Stiftung ist die Region zwischen Puerto Montt und Valdivia von großem Interesse, weil eine hohe Dichte an deutsch-chilenischen Vereinen und Schulen besteht und viele deutsche Sport-, Kultur- und Schulvereine gegründet wurden, die noch heute über ein großes gesellschaftliches Ansehen verfügen. Außerdem, meistens in bester zentraler Lage, sind die deutsch-chilenischen Institutionen feste Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Ähnlich wie bereits in Argentinien beabsichtigt die Stiftung die Kulturvereine zu Partnern für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands zu gewinnen.

Umweltschutz, Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Pluralität stärken

In Puerto Montt traf sich das Stiftungsteam mit dem deutschen Honorarkonsul Georg Wammes sowie mit Vertretern der deutschen Schule und des örtlichen Deutschen Vereins. Im Gespräch mit Schulleiter Gabriel Saldivia stellte die Stiftung ihre Arbeitsschwerpunkte mit den deutschen Schulen und der Bürgerdiplomatie-Initiative #JungesNetzwerk vor. Letztere war auch Gegenstand der Gespräche mit dem Präsidenten des Deutschen Vereins Puerto Montt Jorge Marchant und den Vorstandsmitgliedern Pablo Brahm und Alejandro Brahm. 

Der Deutsche Verein zeigte sich sehr interessiert an den Angeboten der Stiftung, junge Menschen mit neuen Themen anzusprechen, die Deutschland heute im In- und Ausland stärken möchte, etwa den Umweltschutz, Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Pluralität. Honorarkonsul Georg Wammes betonte die Notwendigkeit, die Beziehungen der deutschen Vereine in der Region zum heutigen Deutschland zu stärken. Auch wenn viele Mitglieder aufgrund von privaten Kontakten im regen Austausch mit Deutschland stehen, sei eine institutionelle Begleitung der Vereine aus Deutschland sehr willkommen. 

In Frutillar trafen sich die Stiftungsmitarbeiter Jan Wilms und Gabriel Podevils mit dem Schulleiter Cristian Santibáñez und Yasna Díaz Mundaca der deutsch-chilenischen Schule Instituto Technólogico. Die Angebote der Stiftung seien für die Alumni der Schule interessant, so die Schulvertreter.

«Einendes und verbindendes Element» 

In Llanquihue und Puerto Varas besuchte das Stiftungsteam den deutschen Sportverein. In Llanquihue berichteten Vereinspräsident Cristián Bogdanic und Vorstandsmitglied Felipe Werner über die zahlreichen Aktivitäten des deutschen Sportvereins, der mehr als 3.000 Mitglieder zählt. Man sei aber daran interessiert, die Mitglieder noch stärker an gesellschaftliche Themen heranzuführen, die Deutschland mit Chile verbindet. Deswegen sei die Arbeit der Stiftung Verbundenheit besonders willkommen. Man erhoffe sich auch eine Unterstützung in der Vernetzung zwischen den zahlreichen Vereinen der Region. Vereinspräsident Bogdanic betonte, dass die Angebote der Stiftung Verbundenheit ein «einendes und verbindendes Element» zwischen den Vereinen sein könnten.

Im Deutschen Verein Puerto Varas empfingen Vereinspräsident Alejandro Droppelmann und Vorstandsmitglied Renato Aichele das Stiftungsteam. Die Räumlichkeiten des Vereins mit einem hauseigenen Restaurant, direkt im Zentrum der Touristenstadt Puerto Varas, bieten viele Möglichkeiten, um Veranstaltungen und Workshops durchzuführen, so Droppelmann. Die Unterstützung seitens der Stiftung, um die Herausforderung einer Verbindung zwischen Traditionspflege und Brückenfunktion zum heutigen Deutschland in den deutsch-lateinamerikanischen Kulturvereinen zu gestalten, sei ein sehr willkommener Ansatz, der dem Verein bisher gefehlt habe. Auch die Erfahrungen in Argentinien bezüglich der besseren Vernetzung und Kommunikation der Vereine untereinander wurde im Deutschen Verein Puerto Varas mit großem Interesse aufgenommen, die gerade im Süden Chiles sehr notwendig sei.

In Osorno besuchte das Stiftungsteam die Deutsche Schule Osorno und den schuleigenen Kulturverein «Sofia Hott». Schulleiterin Natacha Galarce und weitere Mitglieder der Schuldirektion führten durch die Schule. 

Im Anschluss besuchte die Stiftung Verbundenheit den Kulturverein «Sofia Hott», der in Osorno ein Ort der deutschen Kultur mit Ausstellungsräumen, Theater- und Musikangeboten und Lesungen darstellt. Die Delegation der Stiftung Verbundenheit konnte sich in Osorno des Weiteren mit dem Bischof Alexis Salgado treffen, der in seiner, von der deutschen Einwandern geprägten Kirchengemeinde, viele Kontakte nach Deutschland pflegt. Er zeigte sich besonders an den sozialen Projekten der Stiftungsinitiative #JungesNetzwerk interessiert.

Zum Abschluss des Besuches der Stiftung im Chile, traf sich das Stiftungsteam in Valdivia mit dem deutschen Honorarkonsul Kurt Hellemann, in Santiago mit dem Geschäftsführer des Cóndor Ralph Delaval und im DCB mit Geschäftsführer Hartmut Claussen, Vorstandsmitglied Javier Bielefeldt und der Kulturbeauftragten der deutschen  Botschaft, Larissa Grütz. 

Marco Just Quiles, Gabriel Podevils und Jan Wilms sehen ein Potential für eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit aller besuchten deutsch-chilenischen Kulturvereine. Besonders wichtig sei es, so Just Quiles, «die hervorragenden Strukturen und institutionellen Stärken, die alle besuchten Vereine charakterisiert, mit den neuen Angeboten der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zusammenzubringen».

Quelle und weitere Informationen:

www.stiftung-verbundenheit.de

Über die Stiftung

Die «Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland» möchte ein Netzwerk aus deutschen Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen im Aus- und Inland aufbauen. Dadurch möchten sie folgende Ziele erreichen:

• Förderung und Erhalt der deutschen Sprache, der Kultur und des Brauchtums der im Ausland lebenden Deutschen und deutschen Gemeinschaften

• Förderung des Jugend-, Schüler-, und Studentenaustausches

• Gewährung von Stipendien

• Förderung von Kulturprojekten deutschsprachiger Medien im Ausland

• Unterstützung deutscher Schulen und Kindergärten im Ausland

• Durchführung von Kongressen, Vortragsveranstaltungen und Seminaren

• Humanitäre Hilfe bedürftiger Deutscher im Ausland

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