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Zum 175. Geburtstag von Margarete Steiff

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«Für Kinder ist nur das Beste gut genug!»

Margarete mit einem Teddybären und ihrem Dalmatiner

En 1880, Margarete Steiff hizo un pequeño elefante de peluche para divertirse, sin tener idea de que en unas décadas sería dueña de una empresa de talla mundial. Al día de hoy, los peluches Steiff se encuentran entre los juguetes más queridos del mundo.

Jugend

Sie wird am 24. Juli 1847 als drittes von vier Kindern in Giengen an der Brenz geboren. Der Vater Friedrich Steiff ist Bauwerksmeister in Giengen, die Mutter Maria Margarete Steiff führt den Haushalt und unterstützt den Vater bei der Arbeit. Margarete ist ein lebhaftes Kind, kräftig gebaut und wächst unbeschwert auf, bis sie im Alter von anderthalb Jahren an Kinderlähmung erkrankt. Sie wird niemals laufen können und ihr Leben lang an den Rollstuhl gebunden sein. Das Kind wird niemals die typische Rolle einer Hausfrau und Mutter einnehmen können, sie besitzt aus damaliger Sicht also praktisch keinerlei Zukunftsperspektiven.

Die scheinbar hilflose Margarete entwickelt sich aber ganz anders, als man es erwartet hätte und ist ein lebensfrohes Kind. Sie besitzt eine positive Ausstrahlung, und ihr geselliges, heiteres Wesen macht sie sehr beliebt. Als Margarete in die Schule kommt, erweisen sich ihre Leistungen schnell als überdurchschnittlich – und sie hat eine Gabe, die ihr im späteren Leben sehr helfen wird: Margarete kann ihren Mitmenschen auf motivierende Weise sagen, was getan werden muss.

Unternehmensgründung

Margaretes nächster Wunsch ist es, eine Nähschule zu besuchen. Ihr Vater wehrt sich zuerst, um sie vor Erfolglosigkeit zu schützen. Doch sie setzt ihren Willen durch und zeigt wieder einmal, dass die Eltern sie unterschätzt haben – nach einigen Jahren ist sie eine perfekte Schneiderin. 1874 baut ihr Vater das Wohnhaus um und richtet eine Schneiderei ein. Margarete und ihre Schwestern hatten bald viele Aufträge und konnten sich als erste im Ort eine eigene Nähmaschine kaufen. Obwohl Margarete diese wegen ihrer Lähmung nur von der eigentlich falschen Seite aus bedienen konnte, wurde sie schnell sehr produktiv. 1877 eröffnet sie auf Anraten ihres Vetters Wilhelm Adolf Glatz ein Filzgeschäft. Aus dem Laden entwickelt sich ein kleines Unternehmen mit mehreren fest angestellten Näherinnen. Der Umsatz steigt dauernd – aus der Nähwerkstatt wird eine kleine Fabrik. Ihr Bruder Fritz wird nach und nach Vater von sechs Söhnen, zu denen Margarete eine sehr enge Beziehung hat. 

Das Nadelkissen «Elefäntle»

1879 entdeckt Margarete Steiff in einer Modezeitschrift das Schnittmuster eines Elefanten und fertigt mit ihren Näherinnen zwei Säcke voll mit Nadelkissen in dieser Form an. Die «Elefäntle» waren ein voller Erfolg, sodass daraufhin auch andere Tiere entworfen und produziert wurden. In dieser Zeit waren weiche Spieltiere etwas ganz Neues! Kaufte Margarete für die Tiere 1886 noch für 1.460 Mark Filz ein, war es vier Jahre später bereits ein Posten für 5.070 Mark. 1892 wird ein erster illustrierter Katalog gedruckt, worin sich auch das Motto Margaretes befand: «Für Kinder ist nur das Beste gut genug.» Neben Elefanten gehörten Affe, Esel, Pferd, Kamel, Schwein, Maus, Hund, Katze, Hase und Giraffe inzwischen zum Sortiment.

Am 3. März 1893 wird die Werkstätte als «Margarete Steiff, Filzspielwarenfabrik Giengen/Brenz» ins Handelsregister eingetragen. Der Umsatz für Filzwaren beträgt 12.000 Mark, für Spielwaren 28.000 Mark. Margarete arbeitet mit eisernem Willen an ihrem Erfolg. Dennoch herrscht immer eine warmherzige Atmosphäre. Als die sechs Söhne von Bruder Fritz erwachsen sind, bittet Margarete sie, ins Unternehmen einzutreten. Fünf von ihnen sind bereit dazu. Der Grundstein für ein Familienunternehmen ist gelegt. 

1897 tritt Richard Steiff, der zweitälteste Sohn von Fritz, in die Firma ein. Er verbindet nüchternen Geschäftssinn mit viel Kreativität, hat die Kunstgewerbeschule in Stuttgart besucht und danach in England studiert. Margarete überlässt – trotz ihrer Behinderung – nichts dem Zufall, kontrolliert Arbeitsabläufe und motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Anwesenheit und persönlichen Einsatz. Sie sieht die Tiere nicht bezugslos, sondern immer im Arm der Kinder und hat deshalb an die Qualität der Produkte höchste Ansprüche.

1903 beginnt man, ein neues Geschäftsgebäude zu bauen, einen zweistöckigen Bau aus Beton und Glas mit einer Zufahrtsrampe in den Oberstock. Margarete lässt sich täglich in den Betrieb fahren. Sie prüft die Modelle, die Farben, besucht die Stimmmacher, Ausstopfer, Stickerinnen. 

Das Nadelkissen «Elefäntle» von Margarete Steiff

Geburtsstunde des Teddybärs

1902 entwickelt Richard Steiff eine neue Art von Stofftier: mit beweglichen Armen und Beinen und einem richtigen Fell aus Mohairplüsch, dazu Glasaugen. Margarete ist zunächst skeptisch, ob der Markt diese Tiere annehmen wird. Die Entscheidung birgt ein hohes Risiko, denn bei einem Misserfolg ist die Finanzkraft des Unternehmens gefährdet. Sie entscheidet sich auf Richards Drängen hin dennoch dafür – und zunächst ohne Erfolg. Man packt die Tiere auf der Leipziger Messe schon wieder ein, als buchstäblich im letzten Moment ein Amerikaner alle 3.000 Stück aufkauft. 

Der Bär wird zum Verkaufsschlager bei der Weltausstellung in St. Louis. Margarete und Richard erhalten je eine Goldmedaille, der Firma wird der Grand Prix, die höchstmögliche Auszeichnung, verliehen. Von 1903 bis 1907 steigt die Produktionsmenge auf 1.700.000 Spieltiere an. 400 Menschen arbeiten nun im Haus, 1.800 Frauen sind zusätzlich als Heimarbeiterinnen beschäftigt. In Amerika tritt der bewegliche Bär seinen Siegeszug an. Und seinen späteren Namen Teddybär (seit 1906) verdankt er keinem geringeren als Präsident Theodore «Teddy» Roosevelt. Der Teddybär feiert in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag!

«Knopf im Ohr»

Der zunehmende Konkurrenzdruck macht bald neue Maßnahmen erforderlich. 

Man möchte sich auf einen Preiskampf keinesfalls einlassen und sinnt nun nach einer Möglichkeit, die Tiere unverwechselbar zu machen. Franz Steiff kommt auf die Idee, jedem Steiff Tier einen Knopf ins Ohr zu nieten. Der «Knopf im Ohr» ist geboren – bis heute das Markenzeichen echter Steifftiere.

Am 9.5.1909  stirbt  Margarete  

Steiff , die «Mutter der Steifftiere», im Alter von nur 61 Jahren.

Ein hoffnungslos erscheinendes Leben wurde zum Beispiel dafür, was mit Mut, Kraft, Herz und Willen erreicht werden kann. Und dies hat die Firma in ihrem Sinne weitergeführt – bis heute..

Quelle: Margarete Steiff GmbH / http://www.steiff.de

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